Perplexity will Verlage an Abo-Einnahmen betiligen.


Die KI-Suchmaschine Perplexity kündigt ein neues Modell an, mit dem Publisher für die Nutzung ihrer Inhalte entlohnt werden sollen. Für fünf Dollar im Monat biete das neue Abo-Angebot "Comet Plus" zahlenden Nutzern Zugriff auf Premium-Inhalte "einer Gruppe vertrauens­würdiger Heraus­geber und Journalisten". Es sei "Zeit für ein Geschäfts­modell", das sicher­stelle, "dass Verlage und Journalisten von ihren Beiträgen zu einem besseren Internet profitieren", heißt es in einem Blog­beitrag. 80 % der Einnahmen aus "Comet Plus" will Perplexity an teil­nehmende Verlage ausschütten. Auch in den teureren Pro- und Max-Abos ist die Funktion enthalten. Zum Start stünde ein zu verteilendes Budget von 42,5 Mio Dollar zur Verfügung, berichten "Bloomberg" und "Wall Street Journal". Interessierte Medienhäuser können sich für die Teilnahme bewerben.

Bisher seien Verlage "in der mittler­weile primitiven Ökonomie von Klicks und Seiten­auf­rufen gefangen", heißt es im Blogbeitrag mit einem Seiten­hieb auf such­maschinen­optimierte Inhalte. Die Nutzer seien "erschöpft von minder­wertigem Click­bait, nervigen Erfahrungen und endlosen blauen Links zu menschlichem Unsinn und ohne Antworten". Verlage, die sich "diesem Web­modell anpassen mussten", hätten das "Vertrauen der Leser verloren und ihre Marken unter­graben, um sich über Wasser zu halten". Perplexity sieht sich dabei in der Rolle des Retters: "Der Comet-Browser ist jetzt die beste Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass das Web für alle weiter­hin besser wird", heißt es wenig bescheiden.
stern.de, perplexity.ai, digiday.com, bloomberg.com (€), wsj.com (€)