“Politisch motivierte Ausladung” eines Journalisten: DJU erhebt Vorwürfe gegen Architekturkonferenz-Veranstalter.


Presseunfreiheit? Die DJU in Verdi Berlin-Brandenburg wirft dem US-amerikanischen Institute for Livable Cities vor, den Publizisten und Architektur-Professor Philipp Oswalt bei einer Konferenz an seiner journalistischen Arbeit gehindert zu haben. Eine Presseakkreditierung sei ihm wenige Tage vor der Veranstaltung "ohne nachvollziehbaren Grund" enzogen worden, "unter dem Vorwand, die Veranstaltung sei 'ausgebucht'". Vor Ort sei das Panel "spärlich besetzt" gewesen und Oswalt sei vom Executive Director des IMCL aufgefordert worden sein, zu gehen. Zudem habe der Veranstalter Fotos von Oswalt ohne dessen Einwilligung gemacht. Die Gewerk­schaft vermutet eine "politisch motivierte Ausladung" und nennt das Vorgehen "inakzeptabel". Der Veranstalter erklärt auf turi2-Nachfrage, der Konferenzort habe eine "strenge Begrenzung auf 100 Sitzplätze" gehabt. Zu dem Zeitpunkt von Oswalts Anmeldung seien bereits über 100 Registrierungen eingegangen. Der Vorstand habe daher beschlossen, in diesem Jahr keine zusätzlichen kostenlosen Presseausweise auszustellen: "Unsere Entscheidung basierte ausschließlich auf der Kapazität und der Fairness gegenüber den registrierten Teilnehmern", heißt es.
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