
Erklärungsversuch: Richard David Precht versucht im Interview mit der "Rheinischen Post" zu begründen, wie es zu den umstrittenen Aussagen zu orthodoxen Juden im Gespräch mit Markus Lanz kommen konnte. "In einem Podcast redet man recht locker miteinander. Ein Podcast ist keine Presseerklärung, kein Essay und auch keine bundespräsidiale Weihnachtsansprache." Es bestehe daher "tatsächlich die große Gefahr, dass man sich in einem Podcast missverständlich ausdrückt". Precht betont, sich "sehr ausführlich" im Podcast mit Lanz entschuldigt zu haben.
Publizist Michel Friedman kritisiert derweil den Umgang des ZDF mit dem Vorfall: "So ein Podcast geht auch durch einen Schnitt, wird von verantwortlichen Redakteuren gehört, aber niemand beim ZDF will bemerkt haben, was da für eine menschenverachtende Aussage gefallen ist", sagt er der "Rheinischen Post". Der Sender hätte sofort erklären müssen, dass "hier eine rote Linie überschritten" worden sei.
rp-online.de (€, Precht) via t-online.de, rp-online.de (Friedman), turi2.de (Background)