Pressegrosso und Verlags-Koalition einigen sich bis 2023.

In der Preis-Presse: Der Bundesverband Pressegrosso und die Verlags-Allianz von Springer, Burda, Gruner + Jahr, Bauer, Funke, Spiegel und Klambt einigen sich über neue Handelsspannen im Vertrieb - sie werden wohl geringer ausfallen. Die Regelung gilt für fünf Jahre, sie soll das Vertriebssystem "zukunftsfest" machen und den Systembeitrag einzelner Zeitschriften gerechter verteilen. Springer schließt mit dem Pressegrosso eine Extra-Vereinbarung über den Vertrieb von "Bild" und "Welt" über drei Jahre.

"Horizont" analysiert, durch die neue Regelung dürfte die Zahl der Grossisten abnehmen. Titel mit einem geringen Umsatz pro Einzelhändler sollen ab März mehr für das Vertriebssystem zahlen. Dies trifft vor allem Titel, die eher für den Anzeigenmarkt konzipiert sind und mit dem Verkauf wenig Geld erwirtschaften, schreibt Roland Pimpl. Titel könnten ihre Preise anpassen.
"Horizont" 08/2018, S. 1, 2 und 11 (Paid), handelsblatt.com (Paid), meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Grosso-Chef Frank Nolte hofft auf Einigung mit Verlagen.

2 Gedanken zu „Pressegrosso und Verlags-Koalition einigen sich bis 2023.

  1. digitalfan

    Im echten Zeitschriftenregal herrscht Platzmangel und hier können große Verlage noch ihre Macht ausspielen – im Internet geht das nicht. Deshalb sollten sich die kleinen und mittleren Verlage auf eng verzahnte Digital-Print-Strategien konzentrieren, dort ist auch in Zukunft noch Geld zu verdienen und die Großen sind dafür viel zu träge.

  2. CHRISTIAN G. Christiansen

    Das weltweit beste Presse-Vertriebssystem wird von dem geschickt angelegten
    “Kartell der Großverlage” mit einigen “Kostgängern” in den Abgrund gerissen !

    Das BKA mit Herrn Mundt lässt sie gewähren, weil sie wohl das System nicht mehr als “zeitgemäß” erachten, obwohl es die schlimmen Beispiele England, Frankreich und die USA vor Augen haben sollte.

    Zur”Wendezeit” haben die vom tatsächlichen “Kartell der 4 Großverlage” plus Spiegel, durchgesetzten Verlagsgrossisten heute mit “Zitronen gehandelt”; den
    unabhängigen Grossisten,, die anerkannt hervorragende Arbeit geleistet haben ,
    stehen bald auch vor dem Aus !
    Ob der ehemalige Verlagsmanager und “späte” FDP-Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein das wohl ähnlich sieht ?

    CHRISTIAN G. CHRISTIANSEN, Berlin

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