“Raubzug gegen die Kreativen stoppen”: Wolfram Weimer übt erneut Kritik an KI-Firmen.


KI-Kritik: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erneuert seine Kritik an KI-Firmen bei einem Spitzentreffen zur Zukunft der Kultur- und Kreativ­wirtschaft im Bundeskanzleramt. Man erlebe derzeit, wie sich "KI-Unter­nehmen Texte, Bilder und Musik aneignen, ohne die Urheber zu beteiligen" – den "Raubzug gegen die Kreativen" wolle man stoppen. Nur mit "eigenen innovativen Lösungen und nachhaltigen Erlösmodellen für Kreative und Medienhäuser" bleibe Europa wettbewerbsfähig, so Weimer. Vor allem Medien müssten "hier zusammenfinden".

Christoph Schmitz-Dethlefsen, für Medien zuständiges Mitglied im Verdi-Bundesvorstand, fordert Weimer zum Handeln auf: Von Weimers "Worten allein kann keine Kreative in Deutschland ihre Miete bezahlen", mahnt er und warnt: "Kultur- und Medienschaffende werden durch generative KI ausgebeutet, Geschäftsmodelle redaktioneller Medien durch die Macht von Plattformoligopolen untergraben". Weimer wirbt schon länger für einen verpflichtenden "Plattform-Soli", aktuell steht er selbst in der Kritik für übernommene Politiker-Reden bei "The European" in seiner Zeit als Verleger.
kulturstaatsminister.de, verdi.de, turi2.de (Background)

(Foto: BKM / Kay Henschelmann)