RBB-Verwaltungsrat und Schlesinger gehen in Berufung.


Schlesinger-Rechtsstreit: Der RBB-Verwaltungsrat will in Berufung gegen Teile des im Juli verkündeten Urteils vom Landgericht Berlin gehen, meldet RBB24. Ziel sei es, dass das Kammergericht feststellt, dass die geschasste Intendantin Patricia Schlesinger "für ihre Entscheidungen in Sachen Bonuszahlungen und ARD-Zulage persönlich haftbar ist", so der Verwaltungsratsvorsitzende Wolfgang Krüger. Zudem gehe es um die Durchsetzung von Schadenersatz für das abgeblasene Projekt "Digitales Medienhaus" – 6,9 Mio Euro hat das den Sender gekostet.

Schlesingers Anwalt Thomas Wahlig kündigt gegenüber der "Süddeutschen" an, ebenfalls in Berufung gehen zu wollen. Der Schritt kommt nicht unerwartet, hatte Wahlig doch bereits im RBB-"Medien­magazin" im Juli erklärt, das Urteil habe "in zahlreichen Punkten nicht zu einer Befriedung geführt". Er halte es mit Blick auf die hohen Kosten für "fahrlässig", "nicht noch einmal eine gütliche Einigung zu erwägen", sagte er damals – doch dazu ist es nun bekanntlich nicht gekommen.
rbb24.de, sueddeutsche.de (€), kress.de, turi2.de (Background)

(Foto: IMAGO / epd)