Basta: Die AOK stoppt nach der Drosten-Berichterstattung die Werbung in der “Bild”.

Ausgebuht statt ausgebucht: AOK-Produktchef Steve Plesker will nicht mehr in der "Bild" werben. Die Drosten-Berichterstattung sei "eine Schande und hat mit Journalismus nichts zu tun". Die Anzeigenbuchung wird gelöscht - wie auch sein Posting. Doch der AOK-Bundesverband teilt öffentlichkeitsstark mit, dass das Boulevardblatt "derzeit kein geeignetes Umfeld" für die Krankenkasse sei. Statt kostspielige Anzeigen rollt der PR-Zug - und geht auch ohne Virologe viral.
t-online.de

Tom Buhrow sieht bei der Standortwahl der ARD-Kulturplattform keine Taktik.

ARD: Halle an der Saale als favorisierter Standort für die neue senderübergreifende Kulturplattform hat "keine taktischen Überlegungen", sagt Tom Buhrow im Deutschlandfunk-Interview. "Laute politische Forderungen haben es uns eher schwerer gemacht", sagt der ARD-Vorsitzende. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat sich bei der Erhöhung des Rundfunkbeitrags enthalten und kritisiert, dass sich kaum gemeinsame ARD-Einrichtungen in Ostdeutschland befänden.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Joko & Klaas senden eine Call-in-Show zu Corona-Verschwörungstheorien.

ProSieben: Joko und Klaas senden in ihren gewonnenen 15 Minuten am Mittwochabend in parodierter 9Live-Manier eine Call-in-Show. In "Wer glaubt denn sowas?" können Zuschauer*innen live Geld gewinnen, wenn sie Fragen rund um Corona-Verschwörungstheorien beantworten. Joko und Klaas mahnen, angesichts der Pandemie einen kühlen Kopf zu bewahren, statt nach vermeintlich schnellen Antworten mittels eines Sündenbocks zu suchen.
quotenmeter.de

Funke will Großteil der Hamburger Programmie-Redaktion entlassen.

Kein Funke Hoffnung für Programmies: Funke trennt sich am Standort Hamburg von einem Großteil des Personals der zentralen Programmredaktion der Programmies und lagert die Produktion an Fremdfirmen aus, schreibt DWDL. Demnach blieben "kaum mehr als eine Handvoll Mitarbeiter übrig", die sich künftig um die zugelieferten Inhalte von externen Dienstleistern kümmern sollen. Der Schritt sei laut Funke nötig, um "auch mittelfristig wettbewerbsfähig zu bleiben".

Am Mittwoch wolle Funke die Beschäftigen informieren, dass "fast drei Viertel" der Belegschaft gehen müsse, schreibt DWDL. Der Standort in Ismaning, der u.a. Artikel zu Themen wie Gesundheit und Reise zuliefert, sei von der Sparrunde nicht betroffen. Funke veröffentlicht u.a. die einst von Springer übernommenen Titel "TV Digital" und "Hörzu", sowie "Gong", "Bild+Funk" sowie zahlreiche Billig-Titel wie "TV Direkt".
dwdl.de

Österreich: Polizei stellt Ibiza-Video sicher.

Ibiza-Affäre: Das österreichische Bundeskriminalamt hat bei den Ermittlungen nach eigenen Angaben die kompletten Videoaufnahmen sichergestellt. Die Behörde habe zudem das technische Equipment beschlagnahmt, mit dem das Video aufgenommen wurde. Um den mutmaßlichen Lockvogel zu finden, der sich bei dem Treffen mit Heinz-Christian Strache als russische Oligarchen-Nichte ausgab, wollen die Ermittler Fotos der Frau veröffentlichen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

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Krimiserien gibt es wie Sand am Meer – aus den USA, Deutschland, Frankreich, ... Doch die britischen Serien stechen aus der Masse heraus, stammen doch große Autoren wie Arthur Conan Doyle, Ian Fleming und Agatha Christie von der regnerischen Insel. Hier gibt es die besten britischen Krimiserien.

Mathias Döpfner sieht Corona-Krise für digitale News-Angebote als “riesige Chance”.

Corona-Krise ist aus der Perspektive digitaler Medienmacher "eine riesige Chance", sagt Springer-Chef und BDZV-Präsident Mathias Döpfner beim BDZV-Kongress #beBeta und freut sich über die steigende Bereitschaft, für digitalen Journalismus zu bezahlen. Zugleich glaubt Döpfner, dass die Krise den "Strukturwandel massiv beschleunigt" und manche Verlage den "Anschluss ans digitale Zukunftsgeschäft" nicht mehr finden.
presseportal.de, wuv.de

Bitkom-Studie: Social-Media-Nutzung steigt in der Corona-Krise.

Social-Media-Nutzung steigt in der Corona-Krise: 75 % der Befragten einer Bitkom-Studie sagen, dass sie in den vergangenen Woche vermehrt soziale Medien nutzen. 62 % lesen mehr Beiträge zum aktuellen Tagesgeschehen, ein Drittel postet vermehrt eigene Storys. 82 % nutzen häufiger Messenger-Diensten, knapp die Hälfte tätigt öfter Videoanrufe als vor der Krise.
bitkom.org

VW-Chef Herbert Diess scheitert mit Wunsch nach vorzeitiger Vertragsverlängerung.

Volkswagen: Konzernchef Herbert Diess ist damit gescheitert, seinen Vertrag vorzeitig bis 2025 verlängern zu lassen, berichtet das "manager magazin". Er habe einen neuen Vertrag als Gegenleistung dafür verlangt, dass er der Einstellung eines Verfahrens gegen ihn im Zuge des Dieselskandals zugestimmt hat. Der Aufsichtsrat und die Großaktionäre Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch hätten den Wunsch von Diess abgelehnt.
manager-magazin.de (Paid), manager-magazin.de (Kurzfassung), turi2.de (Background)

Basta: Berliner “Studio of Wonders” lockt Influencer mit interaktiven Erlebniswelten.

Influencer-Spielplatz: Instagram- und TikTok-Nutzer*innen, die wegen Reisebeschänkungen gerade nicht auf Bali abhängen können, finden Ersatz-Motive im neu eröffneten Berliner Studio of Wonders. Auf 500 Quadratmetern locken 20 interaktive Erlebniswelten, u.a. ein digitaler Wald, in dem Pflanzen zum Leben erwachen. Für knapp 20 Euro Eintritt gibt es Foto-Spots für die Influencer, die für Fake-Bilder zu ehrlich oder schlicht unfähig sind.
horizont.net, youtube.com (33-Sek-Video)

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Deutschlands Journalisten zwischen Schnuller und Schreibtisch. Wie das Homeoffice zu journalistischen Höchstleistungen verführt, die erstmals wieder "systemrelevant" sind. Im neuen Medium Magazin plus 16 Seiten Journalisten-Werkstatt "Die Meldung". Hier bestellen!

Zitat: Thomas Knüwer findet Steingarts Morning Briefing “schlicht unerträglich”.

"Das Ausmaß an Verdrehungen, Fehlern und Unhöflichkeiten, die Steingart produziert, ist für mich schlicht unerträglich."

Journalist und Digitalberater Thomas Knüwer wollte sechs Monate das Morning Briefing von Gabor Steingart auf Unstimmigkeiten prüfen, nach vier Monaten musste Knüwer zum Schutz seiner - so schreibt er - "persönlichen Psychohygiene" aufgeben.
indiskretionehrensache.de

TV-/Stream-Tipp: SpaceX von Elon Musk schießt erste bemannte Rakete ins All.

TV-/Stream-Tipp: SpaceX, die Weltraumfirma von Elon Musk, schießt heute um 22.33 Uhr deutscher Zeit erstmals zwei Nasa-Astronauten ins All. Nach 18 Stunden Flug sollen sie an der Internationalen Raumstation ISS andocken. Es ist der erste bemannte Start von amerikanischem Boden seit neun Jahren und der erste bemannte Jungfernflug von der US-Raketenbasis Cape Canaveral seit 39 Jahren. Die Nasa streamt den Start im Netz, im TV überträgt u.a. Phoenix mit einer Sondersendung ab 21.00 Uhr
nasa.gov, phoenix.de, faz.net (Dossier zum Start), manager-magazin.de (Background)

dpa startet “use the news” für langfristige Förderung von Nachrichtenkompetenz.

dpa startet das Projekt "use the news" und will damit langfristig Nachrichtenkompetenz von unter 30-Jährigen erforschen und fördern. Grundlage ist eine Studie des Hamburger Leibniz-Instituts für Medienforschung. Anhand der Studienergebnisse sollen u.a. neue Nachrichtenformate entwickelt werden. An dem Projekt sind außerdem u.a. BDZV, SWR, NDR, "Spiegel" und Funke beteiligt.
presseportal.de, kress.de (Interview)

Virologe Christian Drosten ist für Gespräch mit “Bild” bereit, Julian Reichelt sagt zu.

Gesprächsbereit: Virologe Christian Drosten macht "Bild" im Streit um die Interpretation seiner Studie ein Gesprächsangebot. Im "FAZ"-Podcast sagt Drosten: "Ich würde durchaus soweit gehen, auch der 'Bild'-Zeiitung anzubieten, mal drüber zu reden." "Bild"-Chef Julian Reichelt reagiert bei Twitter, er sei "zu jeder Zeit und an jedem Ort bereit". Dabei sieht Reichelt die "FAZ" als Vermittler und regt ein Dreier-Gespräch an mit ihm, Drosten und Andreas Krobok, Moderator des "FAZ"-Podcasts. Das Gespräch könnte dann bei Bild.de und Faz.net laufen.
kress.de, faz.net (Paid), faz.net (Podcast, ab 18.00 Min), twitter.com (Reaktion Reichelt)

Neue “Zeit”-Seiten porträtieren Promis und besondere Gruppen.

Zeit startet zwei neue Porträt-Seiten, die im wöchentlichen Wechsel am Ende des Wirtschaftsteils erscheinen. "Unterhaltung" gibt aus unerwarteter Perspektive einen tiefen Einblick in die Persönlichkeit eines Promis, den Auftakt macht morgen Minister­präsidentin Manuela Schwesig. "Die Menschen von ..." porträtiert besondere Gruppen in Firmen, Organisationen oder Kommunen, wobei das Team im Fokus steht.
zeit-verlagsgruppe.de

Britische Statistiker distanzieren sich von “Bild”-Berichten über Drosten-Kritik.

Bild vs. Drosten: Die beiden britischen Statistik-Professoren David Spiegelhalter und Kevin McConway, die "Bild" als Kronzeugen für Kritik an der Studie von Virologe Christian Drosten (Foto) findet, distanzieren sich von den "Zeitungs-Attacken" auf Drosten und sein Team. Inhaltlich bleiben sie bei ihrer Kritik an der Statistik der Studie.
tagesspiegel.de, twitter.com/c_drosten, turi2.de (Background)

Sky-Sportsbars müssen ab Juni wieder für Sport-Übertragungen bezahlen.

Sky bittet Gastronomen für Sport-Übertragungen ab Juni wieder zur Kasse, schreibt DWDL. Bis September soll eine "faire, ansteigende Preis­staffel" gelten, die eine "schrittweise Erholung des Geschäfts berücksichtigt", sagt ein Sprecher. Ab Oktober wird der volle Preis fällig. Der Gastro-Verband Dehogo wünscht sich längere Rabatte. Seit Mitte März hatte Sky Sportsbars die Gebühren erlassen.
dwdl.de

Funkes “Deine Apotheke” startet in 5.000 Apotheken.

Funke bringt zusammen mit dem Pharma-Großhändler Phoenix heute die erste Ausgabe des Frauenmagazins "Deine Apotheke" heraus. Ein paar Wochen später als ursprünglich geplant liegt das Blatt mit 500.000 Auflage in rund 5.000 deutschen Apotheken aus. Funke-Geschäftsführer Andreas Schoo sieht das Magazin als "perfekte Ergänzung" zu bestehenden Apotheken-Titeln. Unter dem Label Deine Apotheke betreibt Phoenix Gattungsmarketing für Vor-Ort-Apotheken.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Telekom-Fonds investiert beim Cloud-Telefonie-Startup Aircall.

Deutsche Telekom steigt beim französischen Cloud-Telefonie-Anbieter Aircall ein. Der Fonds Deutsche Telekom Capital Partners ist Haupt­investor einer 65 Mio Dollar schweren Finanzierungs­runde. Kund*innen des Pariser Startups telefonieren übers Netz ohne zusätzliche Hardware, per App am Smartphone oder mit einem Headset am Computer, und sind überall unter einer Festnetz­nummer erreichbar.
gruender.wiwo.de, handelsblatt.com, techcrunch.com

Amazon sichert sich die Rechte für elf weitere Bundesliga-Partien.


FC Amazon: Der Online-Riese Amazon sichert sich die Rechte für die Übertragung von elf weiteren Spielen der 1. Fußball-Bundesliga. Amazon überträgt weitere sieben Punktspiele sowie die vier Relegationsspiele. Prime-Mitglieder können die Spiele ohne Zusatzkosten sehen. Auch Dazn überträgt die Partien für seine Abonnenten.

Nach dem Ausstieg von Eurosport musste die DFL die Rechte für einige Spiele, die nicht im Sky-Paket enthalten sind, neu vergeben. Amazons spontanes Engagement Vorstoß darf als Bewerbung für die Vergabe der TV-Rechte ab der Saison 2021/22 gesehen werden. Amazons Kassen sind gut gefüllt, anders als Sky oder Dazn wäre Fußball für Amazon nicht das Hauptprodukt, der Online-Riese könnte die Bundesliga als Marketingmaßnahem im Rahmen einer Mischkalkulation verrechnen.
handelsblatt.com, presseportal.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik

Stefan Niggemeier bewertet den Streit Drosten vs. “Bild” als Machtprobe des Boulevards.

Drosten vs. "Bild" ist nicht nur eine Kampagne gegen den Virologen und die Politik von Angela Merkel, sondern auch Sinnbild für den Kampf des Boulevards gegen Bedeutungsverlust, schreibt Stefan Niggemeier. Während die "Bild" in vergleichbaren Fällen früher die Deutungshoheit hatte, muss sie sich nun der Kritik in sozialen Medien stellen, ihr Gegenüber habe eine vergleichbare Reichweite. Wie die Machtprobe ausgehe, sei noch ungewiss, womöglich habe die "Bild" ihre Kampagnenfähigkeit jedoch verloren.
uebermedien.de (Paid)

Meinung: Corona verhilft VR-Anwendungen nicht zu Durchbruch.

Virtuelle Realität kommt auch in der Corona-Krise kaum zum Einsatz, beobachten Alexander Demling und Larissa Holzki. Zwar böten VR-Anwendungen zusätzliche Möglichkeiten, vernetzt aus der Entfernung zu arbeiten, die Anschaffungskosten und die Einarbeitung seien jedoch noch zu intensiv. In einigen Nischen wird die Technik zwar genutzt, Experten bezweifeln jedoch mittlerweile, ob sich die Technik überhaupt flächendeckend durchsetzen werde, wenn sie selbst zu Hochzeiten der Video-Telefonie wie jetzt nur eine Randerscheinung ist.
"Handelsblatt", S, 20 (Paid)

Twitter markiert Trump-Tweets zur Briefwahl mit einem Hinweis auf einen Faktencheck.

Twitter markiert erstmals Falschaussagen von US-Präsident Trump auf Twitter. Zu zwei zusammenhängenden Tweets, in denen Trump vor Wahlbetrug durch Briefwahl-Zetteln warnt, zeigt Twitter einen Hinweis, der auf einen Faktencheck führt. Darin steht, dass die Behauptungen von Trump laut CNN, Washington Post und weiteren Quellen unbegründet seien.
techcrunch.com
twitter.com (Faktencheck), twitter.com (Tweet)

“Bild” streitet weiter mit Christian Drosten, die “Welt” entlastet ihn.


Zweite Welle: Die "Bild" legt in ihrem Streit mit dem Virologen Christian Drosten einen weiteren Beitrag nach und findet in David Spiegelhalter, Statistik-Professor an der Universität Cambridge, und seinem Kollegen Kevin McConvay neue Kronzeugen. Beide kritisieren den statistischen Aspekt der Drosten-Untersuchung und empfehlen, dort Fehler einzugestehen. Spiegelhalters Korrespondenz mit der "Bild" scheint jedoch nur ungleich länger als die der bisherigen, vermeintlichen Drosten-Kritiker zu sein. Die Zeitung zitiert ihn mit der Äußerung, er habe seinem Beitrag "nichts hinzuzufügen".

In einem zweiten Text setzt sich die "Bild" mit Vorwürfen Drostens auseinander, die Zeitung habe den englischsprachigen Mathematiker des Teams "am Telefon in die Irre geführt". Auch die Charité kritisiert in einer Stellungnahme, der Mitarbeiter sei sich nicht bewusst gewesen, in einer Interview- oder Äußerungssituation zu sein. "Bild" entgegnet, sie habe das Gespräch auf Englisch geführt und den Mitarbeiter wie gewünscht nicht zitiert. Auffällig: Beide "Bild"-Texte tragen keinen Autorennamen.

Derweil widmet sich das Schwesterblatt "Welt" dem Thema in einem nüchternen FAQ. Die Autorinnen Birgit Herden und Wiebke Hollersen nehmen Drosten und sein Team dabei sogar in Schutz und betonen, dass wissenschaftliche Diskussionen zu Vorveröffentlichungen völlig normal sind und Drosten selbst stets sehr vorsichtig bei einem Fazit zur Untersuchung gewesen ist.
bild.de (neue Kritik), bild.de (Stellungnahme der "Bild"), welt.de, turi2.de (Background)

“WSJ”: Facebook hat interne Warnungen ignoriert, sein Algorithmus sorge für Spaltung.


Teile und herrsche: Facebook hat sich seit 2016 offenbar bewusst entschieden, nicht gegen die Spaltungen vorzugehen, die sein Algorithmus begünstigt, berichtet das "Wall Street Journal". Damals habe ein interner Report herausgestellt, dass 64 % der Nutzer*innen, die einer extremistischen Gruppe auf Facebook beigetreten sind, dies aufgrund des Empfehlungssystems getan haben. 2018 gab es einen weiteren internen Bericht für die Facebook-Führungskräfte, der u.a. herausstellte, dass der Algorithmus "die Anziehungskraft des menschlichen Gehirns auf Spaltung" nutze. Dennoch stoppten Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Policy-Chef Joel Kaplan verschiedene Projekte, die einer Spaltung der Nutzerschaft entgegen wirken sollten.

Ihr Motiv war offenbar Angst, die Zahl der Interaktionen könnte dadurch sinken. Entwickler*innen sollen u.a. vorgeschlagen haben, den Einfluss von Accounts, die besonders häufig Inhalte teilen, zu reduzieren. Kaplan befürchtete jedoch, dies würde vor allem rechte Nachrichtenseiten und deren Fans treffen. Auch das Projekt "Common Ground", in dem Nutzer unterschiedlicher Strömungen zusammengeführt werden sollten, stoppten Kaplan und Zuckerberg. Guy Rosen, Vice President Integrity bei Facebook, verteidigt die Entscheidungen in einem Tweet.
wsj.com (Paid), theverge.com, businessinsider.com, twitter.com/guyro (Reaktion Facebook), turi2.de (Background)

Michael Hanfeld sieht die “Bild” in der Nähe der “Covidioten”.

Bild positioniert sich unter Chef Julian Reichelt in der Corona-Krise nicht weit weg von den Demonstranten, die am Wochenende "gegen den Staat hetzen", kommentiert "FAZ"-Medienredakteur Michael Hanfeld (Foto). Reichelt versuche die Bundesregierung vor sich herzutreiben und suggeriere, sie mache alles falsch. Der jüngste "Ausfall" gegen Christian Drosten sei nur "ein Artikel von vielen, mit denen sich die 'Bild'-Zeitung und ihr Chefredakteur als die wahre Stimme des Volkes gerieren".
faz.net

Zitat: Mai Thi Nguyen-Kim wünscht sich mehr Schulbildung zu wissenschaftlichem Arbeiten

"Es kann nicht sein, dass man erst in Chemie promovieren muss, damit man die wissenschaftlichen Basics versteht."

Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim beklagt gegenüber der dpa Bildungslücken zu wissenschaftlichem Arbeiten in Deutschland, weil in den Schulen nicht ausreichend zu Statistik und wissenschaftlicher Methodik unterrichtet werde.
tagesspiegel.de