“Spiegel”: Bundesregierung ist über zögerliche Lufthansa-Erstattung verärgert.


Ärger im Anflug: Die Lufthansa verärgert die Bundesregierung mit ihrer Praxis, Tickets gestrichener Flüge nur sehr zögerlich zu erstatten, berichtet der "Spiegel". Das Wirtschafts­ministerium sei "irritiert", dass die Airline mehr als 1 Mio Kund*innen trotz des Hilfspakets von rund 9 Mrd Euro weiterhin hinhalte. Das Ministerium habe der Lufthansa deswegen "teils geharnischte E-Mails" geschrieben. Es sei "nicht nachvollziehbar", dass die Lufthansa ihren gesetzlichen Verpflichtungen bisher nicht nachkommt, sagt Wirtschafts-Staatssekretär Ulrich Nußbaum und mahnt, es gehe um eine "Frage des Vertrauens".

Laut "Spiegel" hat das Luftfahrt­bundesamt bereits ein Ordnungs­widrigkeits­verfahren gegen den Kranich eingeleitet. Die zögerliche Bearbeitung der Rückerstattungen könnte eine Geldstrafe zwischen einer halben und einer Mio Euro zur Folge haben. Angesicht der insgesamt 3 Mrd Euro, die die Lufthansa ihren Passagier*innen zurückerstatten muss, wohl keine so große Drohgebärde.
spiegel.de