SR will bei neuen Digital-Formaten ein “Review- und Benchmarkverfahren” einführen.


Saarländischer Sparfunk: SR-Intendant Martin Grasmück gibt in der "FAZ" Einblicke in seinen "Strategie- und Maßnahmenplan" und die damit einher­gehenden Einsparungen: "Wir können nur das ausgeben, was vorhanden ist, und haben gleichzeitig die Verantwortung, den Sender zukunftsfähig zu machen", begründet er seinen Kurs. Durch Kürzungen im Linearen soll mehr im Digitalen entstehen. Dabei komme ein neues "Review- und Bench­mark­verfahren" zum Einsatz, das sicherstellen soll, dass erfolglose Inhalte eingestellt werden. Man wolle den Fokus legen auf "vergleichsweise wenige Angebote, die möglichst viele Menschen erreichen", so Grasmück. Für neue Formate werde man sich "qualitative und quantitative Ziele setzen, die für die jeweiligen Kategorien realistisch sind" – verfehlen sie die Ziele, würden sie abgesetzt.

Interne Kritik an den Plänen gebe es bisher wenig, beteuert Grasmück und verweist auf einen "transparenten Prozess" mit viel Vorlaufzeit. Zudem seien es die Beschäftigten "seit Jahrzehnten gewohnt", dass der SR sich in einem "permanenten Sparprozess" befinde. Bis 2028 muss der SR 18 bis 22 Mio Euro sparen – dabei fallen 17 von 553 Stellen weg.
faz.net, turi2.de (Background)

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