Trotz vereinzelter Vorfälle: Jahreswechsel verläuft weitgehend ruhig.


Vergleichsweise stille Nacht: Deutschland begeht den Jahreswechsel im Lockdown deutlich ruhiger als in anderen Jahren. Polizei und Medien melden nur vereinzelt Vorfälle, etwa den Großbrand in einem Supermarkt in Berlin und brennende Bundeswehr-Jeeps in Leipzig. In Stuttgart gingen am Abend rund 100 Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße, die Polizei löste die Veranstaltung auf, weil sich die Teilnehmer*innen nicht an Mindestabstände und Maskenpflicht hielten.

In NRW hat das Oberverwaltungsgericht ein vom Land verhängtes Demonstrations-Verbot gekippt – dort können nun wieder Demos angemeldet werden. In vielen Teilen des Landes herrschten Einschränkungen, so galt in Bayern eine nächtliche Ausgangssperre, anderswo gab es lokale Böller- und Feuerwerks-Verbote. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr berichten in Medien von einem "erheblich ruhigeren" Jahreswechsel, die Lage sei mit früheren Jahren "nicht zu vergleichen.

Auch das Fernsehen feierte ruhiger ins neue Jahr. Das ZDF (Foto) veranstaltete seine Silvester-Show am Brandenburger Tor ohne Publikum und mit Applaus vom Band. "Bild" ließ Reporter*innen im ganzen Land ausschwärmen und Polizei-Einsätze begleiten. Auch im Ausland verlief der Jahreswechsel anders als sonst: In Paris fiel das Feuerwerk am Eiffelturm aus. In Griechenland herrschten Ausgangsverbote – viele Städte veranstalteten professionelle Feuerwerke. In Neuseeland, wo es seit Wochen keine lokalen Corona-Fälle mehr gibt, wurde weitgehend ohne Einschränkungen gefeiert. (Foto: Picture Alliance/dpa/Christoph Soeder)
faz.net, bild.de (Silvester-Lage), spiegel.de (NRW), rnd.de (ZDF)