“Umsteigen im Kopf”: Wie Bahn-Vorständin Stefanie Berk Geschäftsreisende auf die Schiene holen will.


Bahn to business: Die Bahn will mehr Geschäftsreisende auf die Schiene holen und kündigt für Unternehmen, die auf den Zug statt den Firmenwagen oder das Flugzeug setzen, 50 % Rabatt beim Kauf von BahnCards 100 für Beschäftigte an. Stefanie Berk, Vorständin für Marketing bei der Fernverkehrs-Tochter der Bahn, erklärt die Initiative im Podcast-Interview mit turi2. Sie hofft darauf, dass sich 1 % der bisher 5 Mio Firmenwagen-Fahrerinnen für das Angebot entscheiden und so 50.000 neue geschäftliche Vielfahrer in den Zug umsteigen. Die Aktion ist Teil des sogenannten Glasgow Commitments der Bahn. Um sie bekannt zu machen, schreiben Bahn-Chef Richard Lutz und Fernverkehrs-Vorstand Berthold Huber den CEOs 1.000 großer Unternehmen Briefe, die auch in Zeitungen erscheinen. "Wir können die Leute nicht nur auffordern, was zu tun, sondern wir müssen auch was mitbringen zur Party", sagt Berk mit Blick auf die bisher einmalige Rabatt-Aktion.

Unternehmen, die sich beteiligen und ihre Dienstreise-Richtlinien zugunsten klimafreundlicher Reisen ändern, verewigt die Bahn in einer "Hall of Fame" und "feiert" sie auf Social Media. Mit Blick auf das in der Pandemie massiv gesunkene Fahrgast-Aufkommen erklärt Berk, dass die Züge wieder gut genutzt werden. Die Auslastung liege inzwischen bei 50 % – vor Corona waren es 56 %. Die Marketing-Vorständin erwartet, Mitte 2022 das Vor-Krisen-Niveau zu erreichen und dann weiter zu wachsen. (Foto: Deutsche Bahn)
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