Vor dem Finale herrscht Begeisterung über die Frauenfußball-EM 2022.


Final-Feier: Der Durchbruch des Frauenfußballs ist schon öfter prophezeit worden, aber diesmal ist die Chance wirklich da, prophezeit Jens Kirschnek für die diesjährige Frauen-Fußball-WM 2022, bei der die deutschen Spielerinnen im Finale gegen England antreten. Während der Hype bei der WM 2011 in Deutschland noch etwas Künstliches gehabt habe, "befeuert von peinlichen Marketingmaßnahmen des Verbandes und einer Gängelung der Spielerinnen", wirke die Euphorie diesmal echt. In den Medien ist sie deutlich zu spüren.

Die "Welt" titelt bereits: "Wir werden Europameisterin" und lobt vor allem die Arbeit von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Die "FAZ" porträtiert sie mit vier Spielerinnen als die "Fab Five", die alle mitreißen. "Focus" begleitet das Finale mit einem Live-Ticker. Der Männer-Bundestrainer Hansi Flick, sagt, dieser Fußball "macht einfach Spaß". Und auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff betont im Interview mit der "Bild am Sonntag", die Begeisterung sei "absolut echt". Die Spielerinnen und Trainerinnen hätten im richtigen Moment gezeigt, "zu was sie fähig sind und wie attraktiv Frauenfußball sein kann".

Kirschnek hofft, dass die Frauen diese Chance nutzen: "Es wäre ein Frevel, wenn nicht gleich nächste Woche eine Task Force aus Spielerinnen, Klubs und dem DFB zusammenkäme, um zu überlegen, wie sich dieser englische Sommer vergolden lässt."
11freunde.de (Paid), "WamS", S. 25, faz.net, sportbuzzer.de, bild.de