
Bayerischer Sparkurs: Der Bayerische Rundfunk geht für 2025 von einer Finanzierungslücke in Höhe von 70 Mio Euro aus. Das wird u.a. sichtbare Auswirkungen auf das Programm haben, auch wenn die Anstalt betont, "programmschonend" vorgehen zu wollen und die "Umschichtung ins Digitale" ins Auge zu fassen: Im TV werden die Formate "Euroblick", "Alpen-Donau-Adria" und der "Komödienstadel" eingestellt, die Ferienpausen einzelner Sendungen sollen länger dauern. Zudem wird der eigene Bayerntext abgeschafft und durch den ARD-Teletext ersetzt. Im Hörfunk soll es u.a. mehr Übernahmen und Kooperationen in den Bereichen Gesundheit, Naturfilme und Kochen geben.
Personell werde es "keinen generellen Stellen- oder Nachbesetzungsstopp" geben, die natürliche Fluktuation biete "Chancen zu Veränderungen und Generationenübergang". Darüber hinaus plant der BR eine "Forcierung smarter Produktionsformen und technischer Standardisierung". Außerdem würden Sachkostenetats eingefroren und jede Direktion soll 3 % ihres Etats einsparen. Dies solle jedoch nicht nach dem "Rasenmäherprinzip" geschehen, "sondern anhand klug vorbereiteter, strategischer Kriterien", sagt Intendantin Katja Wildermuth. Sie betont, Transformation könne es nicht zum Nulltarif geben, weshalb für die nächste Beitragsperiode 2025-2028 jährlich 5 Mio Euro als "Transformationsbudget" vorgesehen seien.
br.de
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