“Wirtschaftswoche”: Udo Müller bereitet sich auf eine Zeit nach Ströer vor.

Werbe-Wette: Die "Wirtschafts­woche" porträtiert Ströer-Chef Udo Müller als einen Unternehmer, der "sein Wirken nicht gewürdigt sieht" und den Weg­gefährten mitunter als "hoch anstrengend" bezeichnen. Er habe den Werbe- und Medien­konzern "ins Risiko" gestürzt, indem er einen Teil seiner Aktion verpfändet und mit Wetten auf Ströer-Aktien Geschäfte gemacht habe. "Ich mache das nicht, weil ich süchtig nach dem Kick bin", sagt Müller. Er wolle die Firma "so groß machen, dass sie überleben kann", auch ohne ihn. Mit 60 versuche er sich jetzt auf eine Zeit nach der Außen­werbung vorzubereiten. Seine Aktien habe er überwiegend in eine Stiftung eingebracht, außerdem investiere er in das "risikoärmere Geschäft" Immobilien. "Wenn er sich da mal nicht täuscht", prophezeien die Verfasser Melanie Bergermann und Volker ter Haseborg.
"Wirtschaftswoche" Nr. 45, S. 52 (€)