
Steife Brise: Andreas Briese, Country Director YouTube Germany, findet im Interview mit Alexander Krei von "DWDL" nur wenig schmeichelhafte Worte für die Quotenmessung im TV. Zwar nennt er die Erhebung ein "wichtiges Tool", legt dann aber mit einem Vergleich der Leistungsdaten nach, die die Google-Tochter leiste: "Das, was die TV-Quote an Datenqualität liefert, ist winzig verglichen mit dem, was wir als YouTube zur Verfügung stellen." "Richtig spannend" werde es erst, wenn eine plattformübergreifende Reichweite gemessen werde. Bei YouTube könnten die Creator sehen, "wer was wann wie gesehen hat, wann Zuschauer*innen ein- und wann wieder ausgestiegen sind".
Auf Vorwürfe der Markt-Dominanz, zuletzt geäußert von BR-Intendantin Katja Wildermuth, reagiert Briese defensiv: "Wir stellen mit unserer Plattform ein Publikum zur Verfügung. Da verstehen wir uns als Partner, nicht als Gegner." Zudem sei der ÖRR auf YouTube seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Auch sonst gibt Briese sich Mühe, YouTube nicht als Feind der klassischen Medien darzustellen. Er nennt Beispiele, wie Sender und Streamer gleichermaßen die Plattform als Marketing-Instrument nutzen und sagt Sätze wie "Nutzer*innen schauen doch nicht YouTube, sondern sie schauen Inhalte von MrBeast, Rezo oder Checker Tobi".
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