Grundsatz-Diskussion: Der ZDF-Intendant Norbert Himmler verteidigt im Podcast "Table Today" mit Michael Bröcker Shows wie "Bares für Rares" und fiktionale ÖRR-Stoffe. Daily- oder Weekly-Serien würden "zeigen, wie Menschen miteinander interagieren, wie Soziales verhandelt wird". Das passiere in seinen Augen "auf anständigere Weise als wenn ich mir Dating-Shows anschaue bei RTL2". Politische Schlagseite sieht er im ÖRR nicht. Er hält den Begriff "Objektivität" zur Definition der Arbeit des ZDF "in Teilen für ungeeignet" und fordert von seinen Leuten stattdessen "Unvoreingenommenheit" ein. Müsste er den ÖRR heute neu erfinden, würde er die Sender "komplementärer aufstellen", will jedoch keine Fusion ins Spiel bringen. Er würde mehr Dialogfunktionen und Interaktion mit dem Publikum wollen und dafür beim linearen Fernsehen sparen.
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(Foto: ZDF / Tim Thiel)