Zitat: Lutz Hachmeister wünscht sich mehr Mut bei Kritikern.

Lutz Hachmeister-150"Die Neigung, sich qualifizierte Medienkritik zu leisten, hat in den Redaktionen und Verlagen spürbar abgenommen."

Autor Lutz Hachmeister macht als Hintergrund die Befürchtung aus, in die "Querulanten-Ecke" gedrängt zu werden. Er wundert sich, wie verklemmt der "Spiegel" noch heute mit der Nazi-Vergangenheit früherer Mitarbeiter umgehe.
wolfgangmichal.de

Ein Gedanke zu „Zitat: Lutz Hachmeister wünscht sich mehr Mut bei Kritikern.

  1. Hersch Fischler

    Die Verklemmung des Spiegel betrifft weniger die NS-Vergangenheit früher Mitarbeiter, als vielmehr die von ihnen mitproduzierten Legenden und Desinformationen, die vom Spiegel immer noch als investigativer Qualitätsjournalismus ausgegeben und verbreitet werden. Die frühen NS-Seilschaften im Spiegel räumt die Chefredaktion als übel ein, an deren Legenden und Desinformationen, hält sie trotz Kritik und Widerlegungen seit langem fest. Korrekturen würden das werbewirksame Image der garantierten Sorgfalt des Spiegel-Journalismus und der “legendären” Spiegel-Archiv-Dokumentation völlig erschüttern. Die Betonkopf-Mentalität der Spiegel-Chefredaktion wird gegenwärtig in dieser von Wolfgang Michal in Folgen berichteten Story deutlich. In ihr geht es um des Spiegels ” größte investigative Leistung” die Enthüllung der Nichtbeteiligung der Nationalsozialisten und Alleintäterschaft Marinus van der Lubbes an der Reichstagsbrandstiftung (so Peter Meregburger 2006 in seinem Augstein-Buch) .Der Spiegel verkauft diese angeblich gesicherte Enthüllung bis heute als letzten Stand der Geschichtswissenschaft, und kann mit wissenschaftlicher Kritik , selbst wenn sie bei Oxford University Press und Rowohlt erscheint, einfach nicht umgehen.

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