Ein Gedanke zu „Zitat: Philipp Welte will sinkende Print-Preise ausgleichen.

  1. boingboing

    Interessantes Statement anno 2015.

    Dr. Burda hat bereits vor 20 Jahren zum Start seines Online-Dienstes “EuropeOnline.com” gesagt: “Content is free” und damit dem doppelten Paid-Modell (Vertrieb + Anzeigen) im deutschen Internet den Genickschuß verpasst. Seither fehlt in Deutschland der Qualitätsfilter für Reichweiten und damit herrscht der Preiskampf nach unten mit TV-Sendern, Außenwerbern und Bloggern.

    Auch hatte seine Studie tdwi.com bewiesen, dass v.a. seine anzeigenträchtigsten Nachrichtenmagazine unter Abwanderung der Leser von Print zu Online leiden würden, Mode, Kochen, Rätseln, Basteln, Haus und Garten am wenigsten (da läuft es ja auch weiter gut im Burda-Print-Reich). Durch die Ausgliederung der Marktforschung in eine Fremdfirma scheint da einiges an Wissen verloren gegangen zu sein.

    Der Trickle-Down Effekt in seinem Konzern scheint zudem stark verzögert zu sein, dass die Botschaft erst nach 20 Jahren bei seinem zuständigen Vorstand ankommt, der zugleich für die Presse-Arbeit zuständig zeichnet.

    Bleibt zu hoffen, dass Welte nun die richtigen Schlüsse zieht und der Konzern, immerhin einer der größten Content-Produzenten Europas, nicht weiter am eigentlichen Produkt (Content) spart, sondern an anderen Stellen.

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