Mein Homescreen: Boris Terwey.


Boris Terwey, Chef für den deutschsprachigen Raum bei Publicis Sapient, programmiert sein iPhone als Schweizer Taschenmesser für fast alle Lebenslagen. Per App vermeidet er lange Wartezeiten beim Fliegen, findet immer den passenden Wein und lässt unwichtige Nachrichten konsequent liegen. Nur ein richtig guter AR-Spiele-Blockbuster fehlt ihm noch.

Zuerst die traurige Nachricht: Kein einziges Spiel schafft es derzeit auf meinen Homescreen. Angry Pigs und natürlich Pokémon haben es damals noch auf die “erste Seite” meines Telefons geschafft, Fortnite fand ich aber blöd und danach kam irgendwie nichts mehr. Ich hoffe noch immer auf einen echten AR-Spiele-Blockbuster, der es bei meinem nächsten iPhone-Hausputz ganz nach vorne schafft.

Kommunikation ist ja Fluch und Segen, auch und vor allem wegen der vielen Kanäle. WhatsApp versuche ich für eher Privates zu reservieren, gelingt aber nicht. Teams, der Slack-Ersatz von Microsoft, ist dafür wirklich rein beruflich. Ungeöffnete Nachrichten sind bei mir maximal zweistellig. Ich antworte an Werktagen innerhalb von 24 Stunden (oder gar nicht). Abends und am Wochenende gilt: wenn wichtig – dann anrufen!

Als großer Freund des öffentlichen Nahverkehrs in meiner Heimatstadt München ist die MVG-App natürlich auf der ersten Seite. Aber auch die seit vielen Jahren von Publicis Sapient betreute Lufthansa-App nutze ich jede Woche und gebe als Poweruser regelmäßig Feedback an unser Team. Ein weiterer Begleiter bei Flugreisen ist Flightradar24 (Android). Die App sagt mir am genauesten, wann ich zum Gate aufbrechen muss. Einfach die hereinkommende Maschine per Flugnummer suchen und dann Alarm für Unterschreiten von 100m Flughöhe setzen und 30 Minuten später am Gate sein. Funktioniert vor allem außerhalb Deutschlands mit gleichem Fluggerät für Hin- und Rückflug.

Zum Thema Reisen gehört auch die Kindle-App. Es ist ein wirklicher Segen, seine Bücher immer und überall dabei zu haben. In der Tram schnell ein paar Seiten auf dem iPhone gelesen, im Flugzeug bequemer mit dem iPad. Und bei Fachliteratur möchte ich auf die Markier- und Notizfunktion nicht mehr verzichten. So habe ich immer meine individuelle Zusammenfassung zur Hand und finde schnell Zitate oder ähnliches wieder – über alle digitalen Kanäle hinweg.

Unter der Rubrik “Nützliches” ist 1Password nicht mehr wegzudenken. Auch wenn die Frage bleibt, ob man “alle Eier wirklich in einen Korb legen will”, bleibt die App für mich die ideale Mischung aus Sicherheit und Komfort. Insbesondere die Synchronisation über alle Geräte, die Browser Plug-Ins am Rechner und die zusätzlichen Kategorien und Funktionen über Username/Passwort hinaus, wie etwa Watchtower, die Passwortverstöße aufspürt und dokumentiert, machen mein Leben leichter – und hoffentlich auch sicherer.

In Sachen Hobby bleibt nur Platz für Fußball und Wein. Onefootball (Android) deckt einfach alle internationalen Ligen ab, bleibt aber über Filter und Favoriten übersichtlich. Vivino punktet mit dem Etikett-Scanner und der AR-Funktion für Weinkarten. Immer wieder unglaublich, dass diese Wein-App auf den Färöer-Inseln entwickelt wird.

Zuletzt zeigte Kim Alexandra Notz, seit 2018 Managing Partner von KNSKB+, ihren Homescreen. Alle bisher erschienenen Beiträge finden Sie unter turi2.de/mein-homescreen.