Mein Homescreen: Ingrid Rose.

Mein Homescreen Ingrid Rose 600
Ingrid Rose, Klambt-Gesellschafterin und Chefredakteurin der Video-App myPG, macht sich mit ihrem iPhone 6s das Leben leichter. Die Apps auf ihrem Homescreen vereinbaren für sie mit wenigen Klicks Termine oder lassen ein Taxi vorfahren – und ihr Smartphone verschafft ihr Durchblick über das Geschehen am Himmel über Berlin.

Mein Handy erinnert mich manchmal ziemlich an meinen Kleiderschrank. Müsste eigentlich dringend mal wieder ausgemistet werden. Aber ich kann mich einfach so schwer trennen. Wer weiß, ob man das alles nicht doch irgendwann noch mal gebrauchen kann? In der Mode kommt ja schließlich auch jeder Trend irgendwann mal zurück. Die unzähligen App-Leichen finden sich aber eher auf den letzten Seiten.

Auf meinem Homescreen landen hingegen (fast) nur Apps, die ich auch wirklich regelmäßig verwende und die mir meinen Alltag erleichtern. Vom Taxi über einen Flug, den Pizza-Service bis hin zum Friseur-Termin oder dem Tisch im Restaurant (Open Table) – ich liebe Apps, die schnell und easy organisatorische Dinge übernehmen, für die man früher telefonieren musste. Ich telefoniere auch sonst schon genug.

Angefangen bei mytaxi, das quasi überlebenswichtig für mich ist. Ich habe seit gefühlten fünf Jahren kein Taxi mehr telefonisch bestellt. Ein Klick und das Taxi ist drei Minuten später da (zumindest in Berlin-Charlottenburg), bezahlt wird auch über die App. Und dank mytaxi bekommt man Sachen, die man im Taxi vergessen hat (wie neulich den Koffer einer Freundin), auch wirklich ganz sicher wieder zurück, da man automatisch die Telefonnummer des Fahrers hat.

Ich stehe dazu: Ich bin ein Flug-Stalker! Unabhängig davon, dass ich über meine eigenen Flüge auf dem Laufenden bleiben will, verfolge ich häufiger die Starts und Landungen von Familie und Freunden mit FlightTrack. Und bin dann immer entspannter, wenn ich weiß, dass alle meine Lieben wieder auf dem Boden sind oder der Flieger einfach nur Verspätung hat. Oder man sieht ein Flugzeug am Himmel und kann nachschauen, wo die Reise hingeht. Faszinierend.

Share the Meal ist eine tolle App für eine gute Sache, die ich seit ca. einem Jahr regelmäßig nutze. Share the Meal ist eine Initiative des UN World Food Programme. Man kann seine Mahlzeiten teilen und mit nur zwei Klicks Kinder auf der ganzen Welt mit Nahrung versorgen. Es kostet 40 Cent, ein Kind für einen Tag zu ernähren. Man kann wahlweise für einen Tag bis hin zu einem Jahr spenden, und das ganz easy. Diese App sollte jeder haben. Und täglich nutzen, denn was sind schon 40 Cent, wenn man damit einen leeren Kindermagen füllen kann!

Lost in – habe ich erst kürzlich entdeckt. Das ist ein Cityguide von kreativen Ortsansässigen, die Tipps zu Restaurants, Kultur, Outdoor und Nachtclubs in verschiedenen Städten geben. Bis jetzt dabei sind bei Lost in Amsterdam, Barcelona, Berlin, Ibiza, Lissabon, Mailand, New York City, Paris, Stockholm und Wien dabei.

Ganz spannend finde ich auch die Idee von Companion. Sollte man mitten in der Nacht zu Fuß auf dem Nachhauseweg sein, sich dabei aber irgendwie unsicher oder unwohl fühlen, wird man via App “begleitet”. Man gibt seine Zieladresse ein und benachrichtigt einen Freund/Freundin (der die App nicht haben muss), der aber den Heimweg digital begleiten kann. Über Google Maps lässt sich verfolgen, wo man lang läuft. Sollte etwas passieren, kann der Freund sofort den Standort sehen. Musste ich zum Glück noch nie benutzen, kann aber nicht schaden, die App parat zu haben.

Wie oft hätte ich mir in meiner Jugend eine App wie Shazam gewünscht. Vor allem, wenn der Radiomoderator nach einem tollen Song den Titel nicht mehr wiederholte und man fast verzweifeln mochte. Aber damals war an Apps nicht zu denken, es gab ja nicht mal Handys. Heute eine unverzichtbare und wirklich heiß geliebte App in meinem Leben.

Ganz wichtig für die Bearbeitung von Fotos: Snapseed, für mich die einfachste und beste Apps, die selbst aus den schlechtesten Handy-Fotos total easy kleine Möchtegern-Meisterwerke macht. Und die Light-App ist häufig meine Rettung in der dunklen Nacht.

Aber meine neue Lieblings-App ist natürlich die, die ich mit meinem Team in Berlin selbst entwickelt habe: myPG! Wir suchen täglich aus dem unübersichtlichen YouTube-Dschungel (aber auch Vimeo, Vevo und Co.) die besten Videos raus, die unsere Zielgruppe interessieren – in Kategorien von Auto/Motor, Beauty & Fashion über Musik und Lifestyle, Reise bis hin zu Serien und Sport – wir finden die besten Videos – und das von Menschenhand ausgewählt und garantiert algorithmusfrei.

Vorige Woche zeigte Bahn-Kommunikator Kai-Henning Wagner seinen Homescreen. Davor gewährten Andreas Rickmann, Carline Mohr, Daniel Hutwagner, Daniel Steil, Andreas Wagener, Chris Höfner, Julia Busse, Tobias Gillen, Mario Sixtus, Angela Meier-Jakobsen, Ina Tenz, Florian Klages, Dirk Poschenrieder, Wigan Salazar, Mustafa Isik, Jana Moser, Nikolaus Röttger, Marcus Schwarze, Florian Harms, Nora Abousteit, Nana Siebert, Joël Kaczmarek, Dirk Benninghoff, Torsten Beeck, Julian Reichelt, Stefan Plöchinger, Matthias Dang, Anke Rippert, Dunja Hayali, Christian Schalt, Sebastian Matthes, Daniel Bröckerhoff, Isabelle Sonnenfeld, Alexandra Föderl-Schmid, Carl-Eduard Meyer, Hermann-Josef Tenhagen, Hans Demmel, Ole Reißmann, Jochen Wegner, Tobias Schmid, Dominik Schütte, Miriam Meckel, Lars Hinrichs, Jan-Eric Peters, Armin Wolf, Kai Diekmann und Ralf Ressmann Einblick in ihre Startbildschirme.