Ist die Generation Ü50 für die Werbeindustrie schon tot, Christian Scholz?


Nicht abgeschrieben: Christian Scholz, Chef der ARD-Radiowerbung, hält die vielzitierte “werberelevante Zielgruppe” für überholt. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 schreibt er darüber, welche wertvollen Werbe-Schätze es bei höheren Semestern zu heben gibt. Sie können seinen Text hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch hier gedruckt bestellen.

Ein Blick aus dem Fenster genügt: In Fußgängerzonen sind unzählige Menschen über 60. 16,4 Millionen werden 2021 hierzulande 67 und älter sein. Und sie werden es nicht beim Gießen der Blumen oder beim Boule- Spielen im Kurpark belassen. Die bisherige Zielgruppen-Benchmark aus den 80ern, die berühmten 14- bis 49-Jährigen, greift daher für eine erfolgreiche Mediaplanung heute dramatisch zu kurz.

Ende 2020 haben wir Kaufkraft und Mediastrategie im demografischen Wandel analysiert. Die Studie skizziert ein Bild unserer Bevölkerung, das in der Mediaplanung ein Umdenken erfordert: Der Anteil der Personen 50+, die Ausgaben für Güter des täglichen Bedarfs tätigen, liegt bei 58 Prozent. Bei Ausgaben für Elektrogeräte liegt er bei 60, bei Neuwagen sogar bei 63 Prozent. Und es geht um richtig viel Geld: Allein bei den Gütern des täglichen Bedarfs um 11,4 Milliarden Euro pro Monat.

Mit Modellen aus der Gründerzeit werden wir die Zukunft schlecht meistern. Mit einer realistischen Audiostrategie dagegen schon. Radio ist der Impfstoff gegen Rezession und Verzagtheit.

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