artcount
  • News
  • Sport
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Jobs
  • Termine
  • edition
  • podcast
  • werben bei turi2
  • suchen auf turi2
  • FAQ
  • werben bei turi2
  • Team
  • Newsletter
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Firmen
  • Termine
  • Edition
  • podcast
  • turi2.tv
  • turi2 folgen
  • Partner
  • RSS-Feed
  • Datenschutz
  • Impressum

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Manuela Kampp-Wirtz schreibt über Hildegard Hamm-Brücher.

13. Oktober 2020

Stilvoller Spagat zwischen Karriere und Familie: Hildegard Hamm-Brücher übernimmt politische Verantwortung im männerdominierten Deutschland der Nachkriegszeit und verkörpert liberales Denken. Verlagsmanagerin Manuela Kampp-Wirtz inspiriert das schon seit Teenagerzeiten, für ihre eigenen Werte einzustehen, schreibt sie in der turi2 edition #12.

Ich hatte das Glück, mein Leben lang faszinierende Menschen zu erleben, die Vorbilder für mich waren und sind. In erster Linie meine Eltern. Als Teenager haben mich Diskussionen mit meinem Vater, einem liberalen Politiker, inspiriert, Weltoffenheit und Freiheit als entscheidende Werte zu sehen. So bin ich früh auf eine öffentliche Persönlichkeit aufmerksam geworden, die diese Werte verkörpert: Hildegard Hamm-Brücher.

Sie ist als Politikerin wegweisend. Als eine der ersten Frauen übernimmt sie in der Nachkriegszeit politische Verantwortung, gestaltet ihre Karriere selbst – in einem System, das stärker als heute von Männern dominiert ist. Wo sie ihre Werte und Überzeugungen in Gefahr sieht, tritt sie konsequent und klar dafür ein. Konflikten geht sie nie aus dem Weg, ist konsequent in der Sache, aber nie verletzend oder persönlich.

Ihr berufliches und gesellschaftliches Engagement ist beeindruckend: Karriere als promovierte Chemikerin, Redakteurin, Abgeordnete, Staatssekretärin und Staatsministerin. Betrachtet man ihre Laufbahn, wird schnell klar, wofür Hildegard Hamm-Brücher steht: liberale Werte, die über die wirtschaftliche Kategorie weit hinausgehen. Ihr geht es um die Freiheit des Einzelnen, die stellt sie in den Mittelpunkt ihres Handelns: Alle Menschen sollen die gleichen Chancen auf eine selbstbestimmte Zukunft haben, unabhängig von Geschlecht und anderen Kriterien. Sie sieht dabei die Pflicht der Gemeinschaft und des Staates, diese Chancen zu gewährleisten, zu fordern, zu fördern.

Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #12 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

Hildegard Hamm-Brücher hat viel für Frauen in Deutschland geleistet. Sie war Pionierin im Spagat zwischen Beruf und Familie. Aber auch eine Frau mit Stil und Eleganz, sich ihres Auftritts immer bewusst. Im Zusammenspiel mit ihrer hervorragenden Rhetorik und der Klarheit ihrer Argumentation entstand eine Aura, der sich kaum jemand entziehen konnte. Sie hat diese Wirkung genutzt, um Dinge durchzusetzen und voranzubringen, die ihr wichtig waren.

Eigenverantwortliches unternehmerisches Handeln, im Team denken, Themen und Innovationen mutig vorantreiben – Eigenschaften, die ich als Geschäftsführerin bei Burda täglich vorlebe, fordere und fördere.
Chancengerechtigkeit ist auch für mich ein entscheidender Wert: Ich engagiere mich für die Beyond Gender Agenda mit dem Ziel, Diversität und Inklusion in der DNA von Unternehmen zu verankern. Ich setze mich dafür ein, Chancengleichheit von Führungskräften sicherzustellen – unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, Alter, Behinderung, kultureller Herkunft, sexueller Orientierung. Unter Einbindung von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft wollen wir einen Kulturwandel herbeiführen. Ein Thema, das Hildegard Hamm-Brücher schon vor Jahrzehnten auf die Agenda setzte.

Weitere Frauen, mit denen ich mich während meiner Laufbahn in der Verlags- und Modewelt identifizieren konnte: Helen Gurley Brown von der “Cosmopolitan”, Anna Wintour von “Vogue”, Glenda Bailey von “Harper’s Bazaar”. Frauen, die Großes geleistet haben: für ihre Unternehmen, die Modewelt, für alle Frauen in Beruf und Gesellschaft. Und ich möchte hier noch eine weitere nennen: Michelle Obama. Nicht nur ihre Bildung, ihre Laufbahn und ihre vermeintliche Perfektion beeindrucken. Sondern vor allem ihre New Leadership, die sie durch Know-how, Exzellenz und Verantwortung zeigt, während sie souverän und offen mit eigenen Fehlern und den Schwierigkeiten des Lebens umgeht.

Werte sind Basis für Vorbilder. Da Werte sich im Lauf der Zeit entwickeln, können auch Vorbilder sich wandeln. Persönlichkeiten für sich entdecken, Impulse für den eigenen Weg mitnehmen, diesen eigenverantwortlich gestalten: Das wünsche ich allen und insbesondere jüngeren Kolleginnen und Kollegen. Dann hat sich die Pionierarbeit meiner Vorbilder gelohnt.

Alle Geschichten aus der turi2 edition #12 lesen: turi2.de/edition12

    • EU vs. Musk: Warum die Politik X besser heute als morgen verlassen sollte.

      X-Besitzer Elon Musk ist Anführer eines rhetorischen Feldzugs gegen die Europäische Union, beobachtet “KNA-Mediendienst”-Redakteurin Jana Ballweber in unserer Kolumne “Kurz und KNAckig”. Sie wundert sich, dass die EU der Plattform des Multimilliardärs dennoch weiter die T...
      weiterlesen
    • Kooperation trotz Konkurrenz – über den Rechercheverbund von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung”.

      NDR und WDR arbeiten seit 2014 mit der “Süddeutschen Zeitung” in einem Rechercheverbund zusammen. Zu den gemeinsamen Enthüllungen gehörten Exklusivgeschichten zu Terrorbekämpfung, Wirtschaftskriminalität und illegalen Parteispenden. Luka Simon hat die Recherchekooperation für eine Ma...
      weiterlesen
    • “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” – TV-Klassiker feiert 50 Jahre.

      Maul- und Klauenseuche am Drehort, klirrende Kälte: Es waren einige Probleme zu überwinden, bis einer der zauberhaftesten Märchenfilme im Kasten war, schreibt Alexander Brüggemann in unsere Reihe NewsKNAcker, die wir in Kooperation mit der KNA veröffentlichen. Ohne den tschechisch-deutschen Klas...
      weiterlesen
    • “Wir sind keine Bittsteller” – Wie die Vorstände Matthias Ditzen-Blanke und Stefan Hilscher den BDZV jetzt aufstellen.

      Wer Mitte September den Kongress der Zeitungsverleger und Digital-Publisher in Berlin besucht hat, konnte Aufbruchstimmung und Geschlossenheit erleben. Selbst der Dauerstreit mit dem ÖRR um Presseähnlichkeit scheint vor der Mammut-Aufgabe der Plattformregulierung in den Hintergrund zu rücken. Ge...
      weiterlesen
    • Kurz & KNAckig: Warum ein langjähriger Springer-Manager im Verwaltungsrat “beim ZDF niemanden mehr groß in Wallung bringen” dürfte.

      Wird Christian Nienhaus, lange hochrangiger Springer-Manager, bald Mitglied im Verwaltungsrat des ZDF? Wenn man einer Meldung von “Medieninsider” glauben mag, ist das nicht ganz unwahrscheinlich. Entsprechend groß ist die Aufregung, u.a. beim DJV, der vor einer Auflösung der Trennung...
      weiterlesen
    • 50 Jahre Abrafaxe: Ein Besuch beim Kult-Comic aus der DDR.

      Seit Jahrzehnten reisen die Abrafaxe durch Raum und Zeit – von der DDR-Zeit bis heute. Zum Jubiläum erscheint die 600. Ausgabe des “Mosaik”. Matthias Jöran Berntsen hat für unsere Reihe NewsKNAcker, die wir in Kooperation mit dem KNA-Mediendienst veröffentlichen, die Schaffenswerksta...
      weiterlesen
    • Doppelte Zweitverwertung: Sportdokumentationen bei Sendern und Streaming-Portalen.

      Streaming-Portale und Sender setzen zunehmend auf Sportdokumentationen, auffallend sind die vielen seriellen Formate. Medienwissenschaftler Dietrich Leder schreibt in seiner Analyse für epd Medien, viele dieser Dokumentationen seien nicht im eigentlichen Sinne dokumentarisch, vielmehr werde meis...
      weiterlesen
    • Kurz und KNAckig: Warum wir nicht alle im selben digitalen Omnibus sitzen.

      Mit ihrem “Digitalen Omnibus” will die EU nicht weniger als Digitalregulierung grundlegend überarbeiten und vereinfachen. Ziel ist es, verschiedene bestehende Regelungen u.a. zu Datenschutz, Datennutzung und KI in einem einheitlichen Rahmen zusammenzuführen. Doch leider gelingt das n...
      weiterlesen
    • Geschichten schreiben, die die KI nicht kann: “NOZ”-Chefredakteur Burkhard Ewert über digitale Erfolge, politische Vorwürfe und historische Vergleiche.

      Die “Neue Osnabrücker Zeitung” und die Blätter der Medienholding Nord schaffen es inzwischen, ihre Redaktionen durch die Einnahmen aus digitalen Abo-Modellen zu finanzieren, freut sich Chefredakteur Burkhard Ewert im turi2 Podcast. Für ihn ist das ein “wichtiger Meilenstein...
      weiterlesen
    • Gedenken auf Tiktok: Wenn alte Erinnerung junge Menschen erreicht.

      Weniger Pathos und klarere Worte – das fordert Susanne Siegert. Ihre Aufklärungsarbeit über die NS-Zeit auf Social Media ist preisgekrönt. Mit Siegerts Account @keine.erinnerungskultur auf TikTok und Instagram hat sich Paula Konersmann für unsere Reihe NewsKNAcker, die wir in Kooperation mit dem...
      weiterlesen

    Artikel-Navigation

    ← turi2 am Abend: Neue Pressegesellschaft, Madsack, Burda. turi2 am Morgen: WDR, dpa, ARD. →

Werktags um 7 und 17 Uhr die wichtigsten News aus Medien, Marketing und PR als Newsletter. Jetzt abonnieren!

Loading...

Suchen auf turi2.de

Banner turi2 Themenwoche
Impressum, Datenschutz, Mediadaten, FAQ, RSS-Feed, Termine
Dieses Blog läuft mit WordPress