artcount
  • News
  • Sport
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Jobs
  • Termine
  • edition
  • podcast
  • werben bei turi2
  • suchen auf turi2
  • FAQ
  • werben bei turi2
  • Team
  • Newsletter
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Firmen
  • Termine
  • Edition
  • podcast
  • turi2.tv
  • turi2 folgen
  • Partner
  • RSS-Feed
  • Datenschutz
  • Impressum

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sarna Röser schreibt über Aenne Burda.

22. Oktober 2020

Mehr als die “Königin der Kleider”: Im wenig glamourösen Deutschland der Nachkriegszeit sorgt sie mit einer Modezeitschrift für einen Hauch von Eleganz. Aenne Burda wird zur Lichtgestalt des Unternehmerinnentums. Wir brauchen mehr von ihrer Sorte, findet Familienunternehmerin Sarna Röser in der turi2 edition #12.

“Man kann meist viel mehr tun, als man sich gemeinhin zutraut” – dieses Statement von Aenne Burda motiviert mich und hat mir schon bei Zweifeln Mut gemacht, die eine oder andere Herausforderung des Unternehmertums zu meistern. Aenne Burda hat dieses Statement nicht nur gesagt, sie hat es gelebt.

Schon als Kind eines Eisenbahners in Offenburg weiß die junge Anna Magdalene “Aenne” Lemminger, dass sie nicht in der Gaswerkstraße bleiben will. Sie will mehr, mehr von der Welt, mehr vom Leben. “Ich wollte erreichen, was ich wollte”, sagt sie einmal dazu. Das klingt simpel, zeigt aber Entschlossenheit und Effizienz.

Die Hochzeit mit dem Verleger Franz Burda katapultiert sie aus dem verrußten Eisenbahner-Milieu hinein in die feine Gesellschaft. Doch das reicht der aufstrebenden jungen Frau noch nicht. “Ich war emanzipiert, schon als Kind. Ich bin so geboren”, erklärt sie 1994. Aenne Burda ist eine Frau, die anpackt, die ihre Ärmel hochkrempelt, um für ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zu arbeiten. Dafür schätze ich sie. Im Nachkriegsdeutschland will sie es mit einer eigenen Modezeitschrift für Frauen an die Kioske des Landes schaffen. Damit will sie es auch ihrem Mann zeigen.

Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #12 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

Franz Burda, der zunächst nur eine kleine Druckerei besitzt, hat schnell Erfolg als Unternehmer – und bei anderen Frauen. Seiner Geliebten und Ex-Sekretärin finanziert er genau die Zeitschrift, nach der seine Frau so sehnlichst strebt. “Aus den Steinen, die mir heute in den Weg gelegt werden, baue ich mir morgen eine schöne Treppe”, erklärt Aenne Burda einmal. Was für ein Biss! Ich bewundere die Stärke dieser Frau. Sie lässt sich nicht scheiden, sondern verlangt – und bekommt – ihre Zeitschrift. Franz Burda überschreibt ihr den Verlag mit seinen 48 Angestellten. Und den Schulden! Er glaubt, sie würde einen Rückzieher machen, doch damit unterschätzt er seine Frau, die mutig ist und zu ihren Entscheidungen steht. Aenne startet ihre Karriere risikobewusst, unabhängig und voller Visionen.

Als 1950 die erste Ausgabe der “Burda Moden” erscheint, ist Konfektionsware teuer und rar. Das Heft trifft den Nerv der Zeit. Aenne denkt praktisch, sie erfindet Schnittmuster neu und lässt sie im Verlag drucken. 1987 veröffentlicht Aenne Burda ihr Werk als erste westliche Zeitschrift in der Sowjetunion. Schon zu diesem Zeitpunkt weiß der damalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher, dass die Zeitschrift mehr als nur Mode ist: “Aenne Burda zog auf ihre Weise und mit ihren Möglichkeiten den Eisernen Vorhang ein Stück zur Seite.”

Aenne Burda erfüllt sich ihren eigenen Traum einer eigenständigen und anerkannten Geschäftsfrau in einer Zeit, in der viele Mädchen und Frauen gar keine Berufe ausüben. Burdas starker Wille, ihr Geschäftssinn und Durchsetzungsvermögen, ihre Beharrlichkeit sowie ihr einzigartiges Netzwerk von Personen aus Politik, Filmgeschäft, Mode und Medien legen den Grundstein für ihren späteren Erfolg als Mutter des heutigen Unternehmens Hubert Burda Media.

Wir brauchen mehr von diesem Gründer- und Unternehmergeist. Wir brauchen starke Vorbilder, die Mut machen für den Sprung ins kalte Wasser und ins Unternehmertum. Aenne Burda ist so ein Vorbild – und sie ist ein Beispiel dafür, dass wir alles erreichen können. Meist sogar mehr, als wir uns zutrauen. Davon bin ich überzeugt.

Alle Geschichten aus der turi2 edition #12 lesen: turi2.de/edition12

turi2.tv: Sarna Röser im Vorbilder-Fragebogen

    • Wort & Bild Verlag bringt mit “Apotheken Umschau Medicus” erstes Kaufmagazin an den Kiosk.

      Wort für Geld: Der Wort & Bild Verlag bringt heute das neue Print-Magazin “Apotheken Umschau Medicus” an den Kiosk, das auf 124 Seiten Meilensteine der Medizingeschichte thematisiert. Es ist in der 70-jährigen Verlagsgeschichte das erste Kaufmagazin. Es kostet 9,95 Euro. “W...
      weiterlesen
    • Ein Meisterwerk der Freiwilligkeit – Wikipedia feiert 25. Geburtstag.

      Täglich schlagen Millionen Menschen Informationen bei Wikipedia nach. Dahinter stecken wiederum Millionen Menschen, die in ihrer Freizeit Artikel verfassen. Ein System, das in 25 Jahren unersetzlich geworden ist, beschreibt Anna Mertens in unserer Rubrik NewsKNAcker, die wir zusammen mit der KNA...
      weiterlesen
    • “Die schärfste Kirchen-Kritik kommt oft von innen” – Andrea Rübenacker und Bernward Loheide über katholischen Journalismus und weltliche Werte.

      Die Kirchen verlieren Mitglieder, doch die Nachfrage nach ethischer Einordnung wächst. Das macht eine “christliche Perspektive” zum Wettbewerbsvorteil, auch gegenüber der dpa, sind PubliKath-Geschäftsführerin Andrea Rübenacker und KNA-Chefredakteur Bernward Loheide überzeugt. Im Inte...
      weiterlesen
    • Widerspruch an Florian Harms: Warum es schlecht für die Gesellschaft ist, den ÖRR einzuengen.

      Steffen Grimberg macht ARD, ZDF und den Rundfunkbeitrag als Lieblingsthema von Kolumnisten aus, “wenn sich partout gerade kein Thema aufdrängt” und nimmt sich die jüngste ÖRR-Kritik von Florian Harms vor. In unserer Kolumne “Kurz und KNAckig”, die wir in Kooperation mit d...
      weiterlesen
    • Flexibel und bedarfsorientiert: Wie Innovation im Journalismus gefördert werden kann – und woran sie scheitert.

      Innovation ist für Medien essenziell, stößt aber oft auf individuelle, organisationale und systemische Hürden. Inzwischen macht sich eine wachsende Zahl externer Förderer für journalistische Innovationen stark, darunter der WPK-Innovationsfonds. Die Kommunikationswissenschaftler Anja Noster und ...
      weiterlesen
    • Kleben und kleben lassen: Warum Sticker im öffentlichen Raum ein Ort des Austauschs sein können.

      Sticker sind aus dem Stadtbild kaum noch wegzudenken. Manch einer ist davon genervt, sie können sogar zur Gefahr werden. Doch die Aufkleber sind mehr als nur Vandalismus, sie bergen ein großes Potenzial, erklärt Historiker Ferdinand Leuxner. Für unsere Reihe NewsKNAcker, die wir in Kooperation m...
      weiterlesen
    • All I want for Christmas: Cornelia Krebs über die emotionale Magie von Weihnachtsspots.

      Alle Jahre wieder kämpfen Marken zur Weihnachtszeit um Aufmerksamkeit, Herzen und Geldbeutel der Kunden – mit Weihnachtsspots. Für turi2 blickt Cornelia Krebs, General Manager Emotion Engine beim Beratungsunternehmen september Strategie & Forschung, auf die Spot-Bescherung dieses Jahres und ...
      weiterlesen
    • Jugendschutz mit KI: Wie Daniela Hansjosten mit der KI “Merm:ai:d” den Jugendschutz bei RTL aufs nächste Level hebt.

      RTL Deutschland startet im Januar einen Modellversuch für seine selbstentwickelte Jugendschutz-KI “Merm:ai:d”. Das System analysiert audiovisuelle Inhalte und unterstützt die Redaktionen bei der Altersfreigabe. Die Kommission für Jugendmedienschutz testet die Software dabei erstmals ...
      weiterlesen
    • EU vs. Musk: Warum die Politik X besser heute als morgen verlassen sollte.

      X-Besitzer Elon Musk ist Anführer eines rhetorischen Feldzugs gegen die Europäische Union, beobachtet “KNA-Mediendienst”-Redakteurin Jana Ballweber in unserer Kolumne “Kurz und KNAckig”. Sie wundert sich, dass die EU der Plattform des Multimilliardärs dennoch weiter die T...
      weiterlesen
    • Kooperation trotz Konkurrenz – über den Rechercheverbund von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung”.

      NDR und WDR arbeiten seit 2014 mit der “Süddeutschen Zeitung” in einem Rechercheverbund zusammen. Zu den gemeinsamen Enthüllungen gehörten Exklusivgeschichten zu Terrorbekämpfung, Wirtschaftskriminalität und illegalen Parteispenden. Luka Simon hat die Recherchekooperation für eine Ma...
      weiterlesen

    Artikel-Navigation

    ← turi2 am Abend: Christine Strobl, Reporter ohne Grenzen, Google. turi2 am Morgen: RTL, Jan Philipp Burgard, Kimmig Entertainment. →

Werktags um 7 und 17 Uhr die wichtigsten News aus Medien, Marketing und PR als Newsletter. Jetzt abonnieren!

Loading...

Suchen auf turi2.de

Banner turi2 Themenwoche
Impressum, Datenschutz, Mediadaten, FAQ, RSS-Feed, Termine
Dieses Blog läuft mit WordPress