turi2 edition #7: Stefan Glowacz nutzt Bergsteiger-Wissen für Vermarktung.


Der täglich aufbricht: Stefan Glowacz ist Abenteurer, Profi-Bergsteiger und Extremkletterer. Er ist auch: erfolgreicher Unternehmer, Buchautor und Vortragsredner. Heike Reuther trifft ihn für die turi2 edition #7 zu Hause im Voralpenland und spricht mit ihm über mediale Selbstvermarktung, Freiklettern, Abstürze und wie sich darauf eine Coach-Karriere aufbauen lässt. (Foto: Thomas Ulrich)

Das Starnberger Fünfseenland, eine Bilderbuchlandschaft: sanfte Hügel, grüne Wiesen, saubere Luft. Hier, vor den Toren Münchens, liegt das Basislager von Stefan Glowacz. Er wohnt hier mit seiner zweiten Frau und ab und an ein paar der fünf Kinder, die alle schon studieren oder in der Berufsausbildung sind. Stefan Glowacz verabschiedet sich am Gartentor noch von seinem vorigen Termin; wir geben uns die Klinke in die Hand. Noch kurz ein Telefonat, eine Absprache mit dem Sohn. Familienidylle im Voralpenland.

Das totale Kontrastprogramm zu dem, was man sich unter dem Leben eines Extremsportlers und Abenteurers vorstellt: hart, rau, einsam. Berg heißt das Örtchen, in dem er wohnt – immerhin das passt für einen Bergsteiger. Glowacz lebt in einer Zeit, in der eigentlich jeder Winkel der Erde erkundet ist. Wo finden sich da noch große Abenteuer? Was gibt es überhaupt noch zu entdecken? Und ist der Extremsport nicht längst zu einer Marketing-Veranstaltung verkommen? Stefan Glowacz lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er hat Höhen und Tiefen durchlebt – und gelernt, wieder heraus zu klettern. Sonnengebräunt, barfüßig, in weißem T-Shirt und petrolfarbener Bermuda gekleidet, steht er tiefenentspannt in seinem Garten, blühende Natur und Bienensummen um ihn herum. Er überlegt einen Moment und antwortet: “Ich würde alles genauso wieder machen.”

Hubschrauberpilot, Motorradpolizist – es mögen Jungenträume gewesen sein, doch das Abenteuer-Gen, das steckt schon im Bub Stefan Glowacz, sagt der heute 53-Jährige und lächelt. Die Liebe zum Bergsteigen kam dagegen nicht ganz freiwillig. Glowacz nennt seine Mutter respektvoll “die graue Eminenz”. Sie hatte in der Familie das Kommando. Und das lautete: raus bei jedem Wetter, rauf auf jeden Berg. “Spaß war das am Anfang keiner”, sagt Glowacz.
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