Wie können Verlage beim digitalen Lernen mitspielen, Birthe Kretschmer?


Was Neues wagen: Birthe Kretschmer, Chefin der Zeit Akademie, sieht aktuell enorme Potentiale für Verlage, die beim E-Learning auftrumpfen wollen. In ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #13 schreibt sie über technische und inhaltliche Anforderungen und gibt Empfehlungen für Verlage ab, die neu ins Geschäft einsteigen. Sie können den Beitrag im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen.

Wie viel Potenzial im E-Learning-Markt steckt, hat sich in der Corona-Krise gezeigt. Lockdown und Home Office lassen die Nachfrage nach guten Angeboten steigen. Laut einer Erhebung der Fosway Group haben 94 Prozent der befragten Unternehmen ihre Weiterbildung 2020 den neuen Herausforderungen angepasst, die Ausgaben für digitale Lerninhalte sind um fast 50 Prozent gestiegen.

Dieses Wachstum können sich auch Verlage zunutze machen. Was sie für einen erfolgreichen Einstieg ins Digital Learning zunächst ganz selbstverständlich brauchen, sind digitale Skills. Das betrifft alle am Produkt beteiligten Personen, auch Marketing und Vertrieb. Neukundengewinnung durch Performance Marketing oder dynamische Preise sind zentrale Aspekte. Technik können andere aber besser. Die Plattform hinter den Weiterbildungsinhalten ist wichtig, muss jedoch nicht aus dem eigenen Haus kommen. Es gibt zahlreiche White-Label-Lösungen, die einen schnellen Einstieg mit geringen technischen Kosten ermöglichen. Eine gute Übersicht über Lernmanagement-Systeme bietet beispielsweise die Website der Learntec-Messe.

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Natürlich lebt auch die digitale Weiterbildung von Themen und Trends. Relevante und gut recherchierte Inhalte überzeugen – egal, ob sich das Angebot an Endkunden*innen oder Unternehmen richtet. Bei Endkunden*innen punkten vor allem Themen rund um die Persönlichkeitsentwicklung. Bei Unternehmen steht derzeit Diversity hoch im Kurs. Außerdem kann es beim Digital Learning gewinnbringend sein, Kontakte abzurufen: Verlage sind schließlich bestens vernetzt mit regionalen und lokalen Expert*innen, die Inhalte zu ganz unterschiedlichen Themen vermitteln können. Gemeinsam schafft das eine hohe Glaubwürdigkeit – ein starkes Argument für Weiterbildung.n

Fest steht: Verlage bringen viele Kompetenzen mit, die für einen erfolgreichen Einstieg ins digitale Lernen wichtig sind. Es lohnt sich, über eine gute Positionierung und ein Minimum Viral Product nachzudenken: klein beginnen, testen und dann Schritt für Schritt ausbauen.

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