Amazon muss wegen Verstoß gegen den Datenschutz 746 Mio Euro Strafe in Luxemburg zahlen.

Amazon muss in Luxemburg wegen Verstoß gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung 746 Mio Euro Strafe zahlen. Der Online-Riese will gegen das Urteil in Berufung gehen und wirft den Behörden vor, das Datenschutzrecht "subjektiv und ungeprüft" ausgelegt zu haben. Zudem stehe die Geldbuße "in überhaupt keinem Verhältnis" zur angeblichen Straftat.
handelsblatt.com (Paid), wuv.de

“stern” veröffentlicht Sonderheft zur Hochwasser­katastrophe.

stern bringt am 31. Juli ein Sonderheft zur Hochwasserkatastrophe auf den Markt. Das Magazin mit dem Titel "Die Flut" enthält neben Reportagen auch einen Beitrag des Försters und Autors Peter Wohlleben. Außerdem spendet "stern" pro verkaufter Ausgabe einen Euro an die Flutopfer. Das Heft kostet 6,50 Euro. Auch die Titelgeschichte des aktuellen "stern" vom 29. Juli dreht sich um das Hochwasser und seine Folgen.
clap-club.de

Zitat: FDP-Vize Wolfgang Kubicki wirft Teilen der Medien vor, Corona-Politik nicht zu hinterfragen.

"Eine ganze Reihe von Medien – dazu gehören Teile der öffentlich-rechtlichen genauso wie die 'Süddeutsche Zeitung' oder die 'Frankfurter Rundschau' – haben die Maßnahmen der Regierung überhaupt nicht mehr hinterfragt, weil diese angeblich der Bekämpfung des Coronavirus dienten."

FDP-Vize Wolfgang Kubicki wirft Teilen der Medien im "Welt"-Interview und in seinem Buch vor, dass sie sich in der Corona-Politik "als Teil der Bewegung verstanden" hätten, "nicht als kritische Beobachter".
welt.de (Paid)

Zitat: Siemens-Chef Roland Busch will beim Klimaschutz “nacharbeiten”, das System aber nicht überfordern.

"Man muss die Reaktionszeiten eines Systems respektieren. Sie können nicht sagen, wir machen es jetzt noch einmal fünf Jahre schneller. Das funktioniert einfach nicht."

Der neue Siemens-Vorstandschef Roland Busch sagt im "Wiwo"-Chefgespräch-Podcast, dass die Politik beim Klimaschutz­gesetz "definitiv nacharbeiten" müsse. Noch ambitioniertere Klimaziele der Grünen könnten das System aber überfordern.
wiwo.de, wiwo.de (65-Min-Audio)

Verlagsgruppe Passau übernimmt Mittelbayerische-Verlag.

Geschluckt: Die Verlagsgruppe Passau übernimmt den Mittelbayerische-Verlag. "Passauer Neue Presse", "Donaukurier" und "Mittelbayerische Zeitung" kommen somit künftig aus einem Haus. Die Familie Esser verlässt den Mittelbayerische-Verlag, mit ihr geht auch Geschäftsführungs-Vorsitz Martin Wunnike. Das Kartellamt muss dem Geschäft noch zustimmen.
kress.de, br.de, pnp.de

“Spiegel”: Junge Union bemühte sich um illegale Spende von TikTok.


Schlechter Einfluss: Der "Spiegel" wirft der Jungen Union um Philipp Amthor fragwürdige Verbindungen zu TikTok vor. Demnach wollte der chinesische Konzern gezielt Einfluss auf Amthor nehmen, um sein schlechtes Image in Deutschland aufzupolieren. Amthor räumt ein, TikTok vorgeschlagen zu haben, 2.500 Euro an ein Usedomer Musikfestival in seinem Wahlkreis zu spenden, schreibt der "Spiegel". Außerdem habe sich die Junge Union Übertragungstechnik eines Livestreams mit den Kandidaten des CDU-Parteivorsitzes von dem chinesischen Anbieter bezahlen lassen und ihn als Geldgeber verschleiern wollen.

Die Junge Union weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer "Sponsoringvereinbarung" mit TikTok. So ein Deal verlangt aber eine Gegenleistung wie etwa Werbebanner, die es nicht gab, schreibt der "Spiegel", der in der Aktion eine illegale Parteispende sieht. TikTok "sieht kein unrechtmäßiges Verhalten" seinerseits, spricht aber selbst von einer "Spende" - anders als die Junge Union und Amthor. Die Partei erklärt, besagte Rechnung inzwischen selbst beglichen zu haben.
spiegel.de (Paid)

Netflix zeigt Doku über Michael Schumacher ab 15. September.

Netflix zeigt ab dem 15. September eine Doku über Formel-1-Legende Michael Schumacher. In dem Film sollen auch seine Ehefrau Corinna Schumacher und seine Kinder "in sehr persönlichen Interviews" zu Wort kommen, außerdem enge Wegbegleiter wie Jean Todt, Bernie Ecclestone und Sebastian Vettel. Wie es Schumacher heute, nach seinem Skiunfall im Dezember 2013, gesundheitlich geht, soll nicht Thema sein.
faz.net, bild.de

Hör-Tipp: Georg Restle glaubt nicht an eine neutrale Perspektive im Journalismus.

Hör-Tipp: "Es gibt keine Neutralität in der Betrachtung dieser Welt", sagt Georg Restle im Podcast "Freiheit Deluxe" von Jagoda Marinić. Journalistinnen seien nicht "reine Mikrofonhalter", sondern stünden für einen evidenzbasierte Einordnung des Geschehens. Laut Programmauftrag des WDR habe er einen "aktiven Auftrag" verfassungs­gegebene Freiheiten zu verteidigen. Wie AfD und Querdenkerinnen den Freiheitsbegriff vereinnahmen findet er "unerträglich".
ardaudiothek.de

Lese-Tipp: Melisa Erkurt wünscht sich mehr Menschen mit Migrationshintergrund in den Medien.

Lese-Tipp: Die Gründerin von Die Chefredaktion, Melisa Erkurt, erklärt im Interview mit dem Magazin "Journalist", warum Menschen mit Migrationshintergrund es immer noch schwer haben, in der Medienwelt Fuß zu fassen. Die etablierten Medien würden sich zu wenig bemühen und Stellen oft intern besetzen. Sie vermisst Kampagnen, in denen es explizit heißt: "Menschen mit Migrationsgeschichte bevorzugt."
journalist.de

Harvey Weinstein kann Klagen nicht wegen Verjährung einstellen lassen.

Muss sich stellen: Ex-Hollywood-Produzent Harvey Weinstein scheitert vor Gericht, wo er drei seiner fünf in Los Angeles anhängigen Klagen wegen Verjährung abweisen lassen wollte. Lediglich eine der Frauen, die ihm Vergewaltigung oder Nötigung vorwerfen, wird aus dem Verfahren ausgeschlossen. Weinstein droht ein Freiheitsentzug von bis zu 140 Jahren. In New York ist er bereits zu 23 Jahren verurteilt worden.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: Clubhouse gibt sich einen neuen Namen.

Im falschen Club: IT-Unternehmer Kurt Schrader nennt seine New Yorker Softwarefirma nach sieben Jahren künftig Shortcut. Die Firma vertreibt Software fürs Projekt-Managemenet und leidet unter Verwechslungs­gefahr mit einer anderen IT-Firma gleichen Namens aus San Francisco. Die existiert zwar deutlich kürzer, hat den Firmen­namen aber für sich eingenommen: Clubhouse.
wiwo.de, clubhouse.io

BR-Datenanalyse: AfD dominiert parteipolitischen Diskurs bei Telegram.

AfD nutzt Telegram so intensiv wie keine andere Partei im Bundestag, ermittelt BR Recherche. Von 122 partei­politischen Telegram-Kanälen entfallen 81 auf die AfD, mehr als 83.000 der insgesamt rund 100.000 Follower folgen AfD-Accounts. Die Partei habe es wie keine zweite verstanden, dass Telegram mittlerweile eine Massen­kommunikations­platt­form ist, sagt Politik­berater Martin Fuchs. Bei Facebook habe die AfD ihr Potenzial ausgeschöpft und vermute bei Telegram Menschen, die sie bisher noch nicht erreichen konnte.
br.de

Wir graturilieren: Sandra Peter wird 47.

Wir graturilieren: Sandra Peter, Chefredakteurin des Kinder-Medien-Verlags Blue Ocean, feiert heute ihren 47. Geburtstag im Kreise der Familie. Geplant ist ein genussvoller "Outlook-freier Tag zwischen Schwimmbad, Minigolf und Sushi vom Henssler". Im abgelaufenen Lebensjahr sei ihre Familie noch enger zusammengerückt – und das während "Lockdown, Homeschooling, maximaler Flexibilität im Job" und der Pflege ihres Vaters. Stolz ist Peter auch darüber, wie gut sie und ihr Team die Corona-Krise gemeistert haben, schließlich "stand und steht die die Welt Kopf": Peter spricht u.a. von "Lieferketten, die erodiert sind" und "coronaerkrankten Zeichnern" – die Liste an Herausforderungen sei "schier unendlich".

Genervt ist Peter davon, dass Kolleginnen auch 2021 noch "in Silos und nicht in Netzwerken denken". Das würde "Zeit, Nerven und Geld" verbrennen. Im kommenden Lebensjahr freut sich Peter auf den Launch eines neuen Produkts, das "wirklich der Kracher wird". Privat freut sie sich auf "jeden kleinen Fortschritt", den ihre Labradorhündin Frieda zusammen mit ihr in der Hundeschule macht. Gratulationen sind per E-Mail, Linked-in und SMS willkommen – und auch ganz traditionell per Postkarte.

Basta: True Fruits und sein Pizza-Hawaii-Smoothie.

Oh la la, Pizza wunderbar: True Fruits macht einen Aprilscherz wahr und verkauft ab September einen Pizza-Hawaii-Smoothie. Tomatensaft mit Salz, Ananassaft und eine Prise Oregano sollen den Geschmack der umstrittenen Pizzasorte imitieren. Hartgesottene Hawaii-Fans wittern eine Mogelpackung: Gekochter Schinken, geschmolzener Käse und Knusperrand sind schließlich nicht inbegriffen.
wuv.de

Lese-Tipp: Die “Wiwo” knöpft sich Unternehmer und Medienkritiker Christoph Gerlinger vor.

Lese-Tipp: Melanie Bergermann nimmt in der "Wirtschaftswoche" den Unternehmer Christoph Gerlinger unter die Lupe. Gerlinger hatte jüngst kritisiert, dass die deutsche Presse zu kritisch mit Start-ups umgeht und ein Mitspracherecht bei der Börsen-Berichterstattung gefordert, allgemein beklagt er eine "typisch deutsche Miesepeterei". Dabei böte gerade seine börsennotierte Firma "genug Gründe für eine kritische Betrachtung", u.a. weil die "Interessen von Managern und Aktionären so weit auseinanderdriften".
wiwo.de (Paid), turi2.de (Background)

Scarlett Johansson verklagt Disney wegen Streaming von “Black Widow”.

Zoff um Mäuse: Die US-Schauspielerin Scarlett Johansson verklagt Disney wegen des gleichzeitigen Starts des Marvel-Superheldenfilms Black Widow im Kino und beim Streaming-Dienst Disney+. Die Hauptdarstellerin wirft dem Micky-Maus-Konzern Vertragsbruch vor. In Los Angeles habe sie eine entsprechende Klage eingereicht. Disney habe ihr einen exklusiven Kinostart von "Black Widow" versprochen, ihre Vergütung basiere großteils auf den Kinoeinnahmen. Disney wehrt sich gegen die Vorwürfe und bezeichnet die Klage der Darstellerin als "unbegründet". Durch den Release bei Disney+ habe man Johannsons "Möglichkeiten für zusätzliche Einnahmen über die bereits erhaltenen 20 Mio US-Dollar hinaus deutlich erhöht". "Black Widow" ist in den USA am 9. Juli gestartet, sowohl im Kino als auch bei Disney+. Weltweit hat der Film am ersten Kinowochenende 158 Mio Dollar eingespielt, weitere 60 Mio Dollar kamen durch Streaming zustande.

Disney ist nicht das einzige Filmstudio, das seit der Corona-Pandemie auf ein hybrides Veröffentlichungs-Modell seiner Filmproduktionen setzt. Auch Warner stellt neue Filme inzwischen parallel zum Kinostart auf seiner Streaming-Plattform HBO Max zur Verfügung – und will mittelfristig daran festhalten.
rnd.de, spiegel.de, wsj.com, deadline.com

Debatte: Olympia-Übertragung fixiert sich auf das Gewinnerfeld.  

Gewinnen ist alles: Die Olympia-Weltregie konzentriert sich "auffällig" auf die Siegerinnen, kritisiert Harald Hordych in der "Süddeutschen Zeitung". Bei Schwimmwettbewerben seien früher durchweg noch die Flaggen aller acht teilnehmenden Länder gezeigt worden. Nun schlage der "anonyme Rest seine anonymen Schaumwellen". Zudem würden die Kameras zu oft auf die jubelnden Gewinnerinnen draufhalten. Momente, in denen das "Fixiertsein auf den Sieg" keine Rolle spielt, seien allerdings jene, die Olympia "immer wieder so besonders" machen würden.
sueddeutsche.de

Video-Tipp: “Zapp” blickt auf den Online-Wahlkampf der Parteien.

Video-Tipp: "Zapp" vergleicht die Online-Strategien der Partien im Wahlkampf. Mit Authentizität in sozialen Medien sei vor allem Christian Lindner erfolgreich, anders als die Kanzlerkandidatinnen gibt sich der FDP-Politiker z.B. bei Instagram auch oft privat. Die AfD und die Linke setzen dagegen verstärkt auf ihre eigene Community. Eine politische Botschaft verfange "viel besser, wenn sie aus dem persönlichen sozialen Netzwerk kommt als wenn der Absender ein offizieller Partei-Account ist".
youtube.com (28-Min-Video), ndr.de

“FAZ”: Pinar Atalay moderiert auch “RTL Aktuell”.

Pinar Atalay gehört ab September auch zum Moderationsteam von "RTL Aktuell", meldet die "FAZ". Im August wechselt die Journalistin zum Kölner Sender, zuvor hat sie jahrelang die "Tagesthemen" in der ARD moderiert. Bereits bekannt war, dass Atalay im Wechsel mit Jan Hofer das neue Nachrichtenmagazin "RTL Direkt" sowie das "Wahl-Triell" mit Peter Kloeppel moderieren wird.
faz.net, turi2.de (Background)

Sky-Kundinnen erhalten noch 2021 kostenfreien Zugriff auf Peacock.

NBC Universal rollt seinen Streamingdienst Peacock international aus. Noch in diesem Jahr sollen Sky-Kundinnen u.a. in Deutschland kostenfrei Zugang zu rund 7.000 Stunden Inhalten bekommen, darunter sind z.B. Serien wie The Office und Suits. Seit Sommer 2020 ist der Dienst in den USA verfügbar, entweder kostenfrei mit Werbung oder ohne Werbung im Abo.
digitalfernsehen.de, dwdl.de

Zahl des Tages: Bayer legt zusätzliche 4,5 Mrd Dollar für Glyphosat-Klagen zurück.

Zahl des Tages: Weitere 4,5 Mrd Dollar legt Bayer für den kostspieligen Rechtsstreit um den Unkraut-Killer Glyphosat zurück. Bisher hatte der Pharmakonzern schon rund 11 Mrd Dollar zur Seite gelegt. Die internationale Krebsforschungsagentur IARCD hatte den Wirkstoff 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Über 125.000 Klägerinnen haben in den USA schon Schadenersatz gefordert.
handelsblatt.com, spiegel.de

RTL plant Open-Air-Liveshow für Alltagsheldinnen.

Einfach mal Danke sagen: RTL plant für Samstag, den 28. August die Open-Air-Liveshow "RTL sagt Danke". Damit möchte sich der Sender bei den Menschen bedanken, die "dieses Land in Zeiten einer historischen Herausforderung am Laufen hielten und halten". Lola Weippert und Daniel Hartwich moderieren, auftreten sollen u.a. die Comedians Mario Barth, Ilka Bessin und Atze Schröder. Tickets für die Veranstaltung erhalten nur systemrelevante Berufsgruppen, wie z.B. Pflegepersonal oder Sanitäterinnen.
presseportal.de, rtl.de (Ticketkauf)

Streit ums Münchner Stadtportal könnte bald vor dem Bundesgerichtshof landen.

MUCen auf: Ein Streit zwischen Münchner Zeitungsverlagen und der Stadt München könnte bald vor dem Bundesgerichtshof landen. Die Beteiligten sind sich uneinig, ob die Website "muenchen.de" den örtlichen Medien durch pressenahe Inhalte und Werbung "unerlaubte Konkurrenz" mache, berichtet dpa. Geklagt hatten die Verlage der "Abendzeitung", des "Münchner Merkur" und der "Süddeutschen". Das Urteil soll Ende September fallen.
rtl.de

Lese-Tipp: Die “FAZ” beleuchtet den wiederkehrenden Tourismus auf Island.

Lese-Tipp: Die Finanzkrise 2008 und der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull 2010 waren eine kostenlose Werbekampagne für Island, erzählt ein Einheimischer der Journalistin Celina Plag für die "FAZ". Das Land zählte 2010 nur 460.000 Touristinnen, 2018 seien es mehr als 2,3 Mio gewesen. Die Krise sei so zur "zur ökonomischen und kulturellen Chance" geworden, schreibt Plag. Mittlerweile kämen nicht mehr nur Aktivurlauberinnen nach Island, sondern auch die breite Masse: Eine Chance für die Gastronomie und ein Grund, um die Infrastruktur auszubauen.
faz.net

Springer startet eine zentrale Audio-Einheit.


Radio Springer: Springer will bis 2025 zum führenden Medienunternehmen für Audio-Journalismus im deutschsprachigen Raum aufsteigen. Dafür gründet der Verlag eine zentrale Audio-Einheit, die alle nicht-redaktionellen und nicht-vermarktungsbezogenen Aufgaben verantwortet, teilt Springer in einer Audio-Pressemeldung mit. Beim diesem "Team Audio" setzt der Verlag auf Kolleginnen aus dem Kreise von der "Bild" und "Welt" und engagiert Christoph Falke, Max Franke, Kristin Lissner, Johannes Theilmann und Serdar Deniz. Langfristig sollen alle Artikel in Audioform verfügbar sein und auf Springers Digital-Plattformen präsenter erscheinen. Media Impact übernimmt die Vermarktung der neuen und bereits bestehenden Formate.

Dabei gehe es nicht nur um das reine Vorlesen von Print-Artikeln, sondern darum, wichtige Themen als "Flagship-Audioformate" zu inszenieren. "Audio wird Teil unseres journalistischen Kerns", sagt Claudius Senst, CEO von "Bild" und "Welt".
axelspringer.com (PDF zur Ankündigung), dwdl.de, meedia.de, soundcloud.com (4-Min-Pressemitteilung)

“Das Boot”-Kameramann Jost Vacano erhält 160.000 Euro Nachvergütung.

Finanziell angedockt: "Das Boot"-Kameramann Jost Vacano, 87, hat sich nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit den ARD-Anstalten über eine Nachvergütung geeignet. Vacano erhält nachträglich 160.000 Euro. Für den 80/81 produzierten Film hatte er Pauschalvergütung von 204.000 Mark erhalten und später für ein höheres Honorar gefordert.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

SPD ruft auf Mallorca zur Corona-Impfung auf.

Impf-Kapitän: Die SPD ruft per Plakatwerbung auf Mallorca zum Impfen auf. Die Partei wandelt u.a. den Ballermann-Hit von Mickie Krause ab und wirbt an der Playa De Palma mit dem Slogan "Schatzi, schenk mir ne Dosis". Die Kampagne stammt von der Hamburger Agentur Brinkert Lück.
mallorcazeitung.es via twitter.com

Urteil: Facebook muss Nutzerinnen nach dem Löschen ihrer Beiträge informieren.

Facebook darf laut Urteil des Bundesgerichtshofs unangebrachte Postings künftig nicht mehr kommentarlos löschen, sondern muss die Verfasserinnen anschließend darüber informieren. Zusätzlich müssen Nutzerinnen die Möglichkeit erhalten, eine Rechtfertigung für den Beitrag abgeben zu können. Geklagt hatten ein Mann und eine Frau, die sich rassistisch über Muslime und Zugewanderte geäußert haben. Der BGH begründet die Beiträge mit Meinungsfreiheit, Facebook muss die Beiträge jetzt wieder freischalten.
faz.net, handelsblatt.com

Armin Laschet sagt für ProSieben-Wahl-Show ab.

Ausgesiebt: ProSieben bekommt von Unions-Kanzler­kandidat Armin Laschet (Foto) einen Korb für die "ProSieben-Bundestagswahl-Show". "Wir haben angefragt und er hat abgesagt", erklärt eine Sender­sprecherin. Annalena Baerbock und Olaf Scholz dagegen nehmen teil und stellen sich am 1. und 15. September live zur Primetime den Fragen von Moderator Louis Klamroth sowie Bürgerinnen aus dem Publikum.
stuttgarter-nachrichten.de, presseportal.de

Sven Prange wird Nachrichtenchef beim “Handelsblatt”.

Handelsblatt verpflichtet Sven Prange (Foto) als CvD und Nachrichtenchef. Er war zuletzt selbst­ständiger Autor und journalistischer Entwickler, kennt den Verlag aus der Vergangenheit aber als "Handelsblatt"-Chefreporter, Mitglied der "Wiwo"-Chefredaktion und ada-Redaktionsleiter. Neu an Bord ist u.a. auch Tobias Böhnke, der von Ströers Watson.de kommt, und Traffic & Channel Strategist wird.
handelsblattgroup.com

Bundesgerichtshof stellt den Lindt-Schokohasen unter Markenschutz.

Häschen in der Markengrube: Der Lindt-Schokohase in Goldfolie genießt Markenschutz, urteilt der BGH Karlsruhe. Der Schweizer Hersteller hat gegen die schwäbische Confiserie Heileman geklagt, die ebenfalls Schokohasen in Goldfolie verkauft. Lindt konnte vor Gericht nachweisen, dass deutlich mehr von den erforderlichen 50 % der potenziellen Käuferinnen das Gold mit Lindt in Verbindung bringen. Jetzt prüft das Oberlandesgericht München, ob der Konkurrent dennoch Schokoladenprodukte mit Goldfolie verkaufen darf oder Verwechslungsgefahr bestehe.
tagesschau.de, businessinsider.de, turi2.de (Background)

Zitat: Michael Graeter sieht oberflächliche Berichterstattung, aber keinen Journalismus.

"Und wenn ich dann sehe, wie Kollegen sich am Roten Teppich 'akkreditieren' – wie Hündchen, die einen Platz zugewiesen bekommen, um dann oberflächliche Fragen und PR-Häppchen zu apportieren. Das ist kein Journalismus."

Klatschreporter Michael Graeter rät Journalistinnen im Interview der Abendzeitung München, nicht zu Veranstaltungen zu gehen, wenn man "nicht eingeladen" sei, "drinnen dabei zu sein".
abendzeitung-muenchen.de

Hör-Tipp: Wolfgang Büchner kann seiner Zeit beim “Spiegel” auch etwas Positives abgewinnen.

Hör-Tipp: Seine Zeit bei "Spiegel" war trotz Meinungsverschiedenheiten rückblickend keine "only-negative"-Erfahrung, sagt Wolfgang Büchner im "Be Your Brand"-Podcast mit Verena Bender über seine beruflichen Stationen. Es sei eine "spannende und aufreibende Zeit" mit einem "lohnenswerten Kampf" um ein neues Konzept gewesen. Dabei sei "ein ganz kleines Online-Pflänzchen" zur führenden Online-Medienmarke geworden, so Büchner.
soundcloud.com (44-Min-Audio)

Avantgarde gründet Nachhaltigkeitsagentur “Green Game” mit Felix Neureuther.

Avantgarde startet mit Ex-Ski-Profi Felix Neureuther (Foto) und Sportökonom Marc Socher die Agentur "Green Game", um Sponsoring nachhaltiger zu gestalten. Die Agentur richtet sich u.a. an Sportlerinnen und Musikerinnen und will die Schwerpunkte Gerechtigkeit und Inklusion berücksichtigen. Neureuther tritt als Partner auf, Socher als Geschäftsführer. Dazu kommt Regina Unterforsthuber, Group Account Direktorin bei Avantgarde, die das Team von Nachhaltigkeitsexpertinnen bei "Green Game" leitet.
horizont.net (Paid)

Der Deutsche Olympische Sportbund schickt Patrick Moster nach Rassismus-Eklat nach Hause.

Tschüss Tokio: Der Deutsche Olympische Sportbund schickt Sportdirektor Patrick Moster (Foto) nach seinen rassistischen Beleidigungen beim Zeitfahren vorzeitig nach Hause. Der Sportbund sei zwar überzeugt davon, dass Mosters Entschuldigung aufrichtig sei, dennoch habe er mit seiner "Entgleisung" gegen "olympische Werte" verstoßen, sagt DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Moster hatte am Mittwoch zwei Fahrer aus Algerien und Eritrea als "Kameltreiber" bezeichnet.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Meinung: “FAZ”-Chef Thomas Lindner wundert nicht über “Welt am Sonntag” am Samstag.

Samstag vs. Sonntag: "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner stichelt im "Horizont"-Interview gegen Springers späte Entscheidung, die "Welt am Sonntag" auf den Samstag vorzuziehen – wie auch die "FAS". Die gedruckte Wochentags-"Welt" spiele "publizistisch kaum noch eine Rolle", sagt er. Es sei daher "keine Überraschung", dass Springer ihnen auf den Samstag folge. "Im Gegenteil, es wundert uns eher, dass diese Entscheidung so lange gebraucht hat", sagt Lindner.
horizont.net (Paid)