Hör-Tipp: Ohne Socials funktioniert “Strive” nicht, sagt Katharina Wolff.

Hör-Tipp: Die Gründerin des Print-Wirtschafts­magazins "Strive" Katharina Wolff sagt im Podcast "Newsfluence", ohne Instagram und Linked-in würde sie kaum Umsatz machen. Jede Protagonistin erhalte Material für die Socials und sei Business-Influencerin. Dank der geschenkten Reichweite von Menschen wie Tina Müller habe das Magazin wachsen können.
open.spotify.com (34-Min-Audio)

Red Arrow Studios verkauft Joko-und-Klaas-Shows in fünf Länder.

International gefragt: Die ProSiebenSat.1-Tochter Red Arrow Studios verkauft die Show-Formate mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ins Ausland. "Wer stiehlt mir die Show?" geht in die Niederlande und nach Großbritannien, "Joko & Klaas gegen ProSieben" nach Spanien, Frankreich und Israel. International laufen die Sendungen unter dem Titel "Steal the Show" und "Beat the Channel".
dwdl.de

Hör-Tipp: Die Schufa will transparenter werden, sagt Tanja Birkholz.

Hör-Tipp: Die Schufa möchte transparenter werden, sagt Chefin Tanja Birkholz im Podcast "Finanz-Szene". Dazu wurde u.a. die Webseite überarbeitet, da die Auskunftei "noch sehr stark in einer juristischen Sprache" kommuniziere. Unternehmen sähen die Schufa vor allem als "Vermittler", für Privatmenschen habe das Unternehmen oft eine disziplinierende "elterliche Funktion".
podcast.podigee.io (35-Min-Audio)

Debatte: “Leipziger Volkszeitung” liegt mit Ausschluss eines rechten Aktivisten richtig, schreibt Sebastian Leber.

Keine Plattform: Die Entscheidung der "Leipziger Volkszeitung", den extrem-rechten Aktivisten Hagen Grell von ihrem Diskussions-Abend auszuladen, "war dringend nötig", schreibt Sebastian Leber (Foto) im "Tagesspiegel". Auch wenn es bei der Veranstaltung "bloß um lokale Verkehrspolitik" gehe, sei es ein Signal, "dass sich der Mann mit seinen Entgleisungen außerhalb des demokratischen Diskurses bewegt".
tagesspiegel.de

Schaden durch Hacker-Angriffe in Deutschland nimmt erheblich zu.

Teure Attacke: Der von Hackern verursachte Schaden für deutsche Unternehmen liegt 2021 im Schnitt bei fast 19.000 Euro, teilt der Spezialversicherer Hiscox mit. Damit liegt Deutschland deutlich über dem internationalen Mittelwert von rund 16.000 Euro. Die Zahl hat sich im Vergleich zu 2020 fast verdoppelt. Grund dafür ist u.a. die höhere Anzahl von Mitarbeitenden im Home-Office.
businessinsider.de

Zitat: Spotify hat Erfahrungen aus Deutschland für weltweites Geschäft übernommen, sagt Dawn Ostroff.

"Spotify in Deutschland war eine Art Experimentierfeld, in dem wir viel gelernt haben."

Dawn Ostroff, internationale Chef-Strategin für Content und Advertising bei Spotify, sagt der dpa, der Streaming-Dienst hat viele Podcast-Formate erstmals in Deutschland getestet und die Erfahrungen "in unsere globale Gesamtstrategie übernommen".
meedia.de

Lese-Tipp: Wie Sophie Burkhardt die ARD-Mediathek managt.

Lese-Tipp: Als Channel-Managerin kümmert sich Sophie Burkhardt um die ARD-Mediathek. Dabei findet sie es am schwierigsten "die Geschwindigkeit zu halten", sagt sie der "Süddeutschen Zeitung". Es herrsche eine "unheimliche Dynamik" in der Branche, daher braucht es "ständig neue Inhalte". Während sich Spielshows und journalistische Magazine im Streaming-Bereiche eher schwer tun, laufen Serien aufgrund der Fiktionalität laut Burkhardt besser.
sueddeutsche.de

Deniz Yücel: Pen verschwendet keine Steuergelder.

Pen: Der zurückgetretene Präsident Deniz Yücel will seine Aussage aus einem Interview mit der "Süddeutschen", wonach er dem Verband "sehr schlechte" Arbeit vorwirft, nicht als Verschwendung von Steuergeld verstanden wissen. Via Twitter schreibt er: "Im Übrigen rede ich über Effizienz, an keiner Stelle über Verschwendung." Im Interview hatte er gesagt: "Zudem wird auf intransparente Weise an den Gremien des Vereins vorbei über die Verwendung von Steuermitteln entschieden."
twitter.com, sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Kommentare: NRW-Wahl ist Niederlage für Olaf Scholz.

NRW: Den Sieg von CDU und Grünen bei der Landtagswahl deuten viele Medien als Niederlage für Olaf Scholz. "Der Kanzler zieht nicht als Krisenmanager", urteilt etwa Nico Fried in der "Süddeutschen". Die "Welt" kommentiert, dass Scholz nun in die undankbare Rolle des Moderators zwischen den Koalitionspartnern gedrängt werde. Die "taz" beurteilt die Niederlage als besonders schmerzhaft, da bei der SPD "eben keine Fehler erkennbar sind".
sueddeutsche.de, welt.de, taz.de

Die besten Newsletter: #Trending.

Newsletter-Tipp: Im Newsletter #Trending schreibt Jens Schröder immer freitags über die Aufreger, Aus- und Tiefschläge der Woche in sozialen Netzwerken und ordnet sie ein. Der Datenexperte des Mediendienstes "Meedia" liefert kompakte und unterhaltsame Analysen für Medienleute, die nicht jeden Tag selbst bei Facebook, Twitter & Co. nach dem Rechten sehen wollen.
meedia.de/newsletter/trending-newsletter

Übersicht: Die besten Newsletter für Journalismus, PR, Marketing, Wirtschaft und Politik.

Hör-Tipp: Medien machen sich meinungsarm, wenn sie auf weibliche Expertinnen verzichten.

Hör-Tipp: "Wenn die Medien sich nur auf Männer als Experten einschießen, machen sie sich meinungsärmer, als sie sein müssten", sagt Edith Heitkämper (Foto), Vorsitzende von ProQuote Medien im Podcast "Frau Doktor, übernehmen Sie" mit Julia Rotherbl. Heitkämper ermuntert Medizinerinnen und Ärztinnen dazu, sich medial mit "Spaß, Power und Risikobewusstsein" zu zeigen. Unter Wissenschaftlerinnen sei vereinzelt das Vorurteil verbreitet, dass Frauen, die die Öffentlichkeit suchen, "keine echte Wissenschaft" machen und sich "nur in die Medien drängen" wollten.
apotheken-umschau.de (24-Min-Audio)

Basta: Queen-Barbie ist nach drei Sekunden ausverkauft.

3, 2, 1 … weg: Zum Platinjubiläum hat Queen Elizabeth II. von Mattel eine eigene Barbie-Puppe spendiert bekommen. Die ist beim britischen Warenhausbetreiber John Lewis allerdings schon nach drei Sekunden vergriffen. Nun wittern einige Ebay-Verkäufer Moneten mit der Monarchin – und bieten die limitierte Puppe für bis zu 1.000 Pfund an. Der Kunde ist bei diesem Deal sicher keine Königin.
stern.de

Deniz Yücel wirft dem Pen “sehr schlechte” Arbeit vor.


Legt nach: Der zurückgetretene PEN-Präsident Deniz Yücel spart weiter nicht mit Kritik an der Schriftstellervereinigung und wirft den Mitgliedern im Interview mit der "Süddeutschen" u.a. vor, beim Programm zum Schutz bedrohter Autorinnen nicht effizient zu arbeiten. Der Verein erledige "sehr schlechte" Arbeit verglichen mit dem "vielen Geld, was er dafür bekommt" – derzeit jährlich rund 600.000 Euro. So würden etwa Lesungen organisiert, zu denen "eine Handvoll" Zuschauerinnen kämen, "was den Zuständigen aber egal ist, weil ihnen die Erfüllung der Planvorgabe reicht". Über die Verwendung von Steuermitteln werde zudem "auf intransparente Weise an den Gremien des Vereins vorbei" entschieden.

Das mit Steuermitteln geförderte Programm "Writers in Exil" würden die überwiegend "selbstgerechten, lächerlichen Möchtegernliteraten" nutzen, "um sich als Wohltäter zu fühlen", ohne sich für die verfolgten Autoren wirklich zu interessieren". Kulturstaatsministerin Claudia Roth und die Bundesregierung "wären gut beraten, dieses tolle Programm einem Träger zu übergeben, der es effektiver, professioneller und mit mehr Empathie macht".

Mobbing-Vorwürfe einer Frau weist Yücel indes zurück – und spricht von einer "Inszenierung von Leuten, die diese Mitarbeiterin wochenlang bearbeitet und instrumentalisiert" hätten: Er habe mit ihrem Arbeitsbereich "praktisch keinen Kontakt" gehabt, eine angeregte Aussprache habe sie abgelehnt. Yücel begrüßt derweil die Medienaufmerksamkeit für die Zustände beim Pen, der in der Realität "nicht die altehrwürdige Schriftstellervereinigung" sei: "Also, alt ja, ehrwürdig weniger."
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

In einer früheren Version dieser Meldung hatte turi2 geschrieben, dass Yücel PEN Verschwendung von Steuergeld vorwirft. Auf Twitter teilte er mit, dass er seine Aussage so nicht verstanden wissen will: twitter.com

Debatte: Der NDR sollte den ESC abgeben.

Fordert frischen Wind: Der NDR sollte nach den Desastern der letzten Jahre die Verantwortung für den Eurovision Song Contest an eine andere Landesanstalt abgeben, schreibt Simon Dallmeier in der "Bild". Jeder würde es derzeit besser machen, Sender wie ProSieben und RTL seien z.B. "viel näher dran am Zeitgeist der Gesellschaft". Mit der Strategie, einen "radiotauglichen" Song ins Rennen zu schicken, "gewinnt man eben auch keinen Blumentopf".
bild.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Joachim Huber feiert Arte als “Fernsehen für Nichtfernseher”.

arte logo_150Lese-Tipp: "Tagesspiegel"-Redakteur Joachim Huber gratuliert Arte schon einmal vorab zum 30. Geburtstag. Seit dem 30. Mai 1992 sei der deutsch-französische Kultursender "eine Inspiration, anders fernzusehen, ein Anstifter zum Anderssein". Unvergessen seien etwa die als hoppelnde Schafe verkleideten Menschen, die in den Anfangsjahren den Sendeschluss einläuteten.
tagesspiegel.de

“FAZ”-Tochter Fazit kümmert sich um Multimedia-Inhalte des Goethe-Instituts.

Goethe 2.0: Die "FAZ"-Tochter Fazit baut für das Goethe-Institut eine Multimedia-Redaktion auf. In den kommenden Jahren seien journalistische Inhalte für alle digitale Ausspielkanäle geplant, z.B. Multimedia-Reportagen, Live-Formate für soziale Medien und 360-Grad-Videos. Bereits umgesetzt seien eine Video-Serie zum Thema Postkolonialismus sowie ein Video-Projekt zum Thema Grundeinkommen.
fazit.de

Debatte: Amber Heard hat den Prozess schon längst verloren, meint Aline von Drateln.

Vorverurteilung: Schauspielerin Amber Heard hat den öffentlichen Prozess gegen Johnny Depp "schon verloren, bevor er überhaupt begann", schreibt Aline von Drateln (Foto) im "Tagesspiegel". Zuschauerinnen gehe es "weniger um Gewalt in der Ehe, als um die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau". Videos vom "besoffenen, taumelnden, randalierenden" Johnny Depp würde nicht so sehr schockieren, wie die Vorstellung, Heard könnte ihrem Mann "nüchtern ins Bett gemacht haben". Die eine Rolle des "wehrlosen Opfers" glaube man ihr nicht und die andere, "eine Frau mit Neigung zu emotionalen Ausbrüchen", werde nicht akzeptiert.
tagesspiegel.de (Paid)

Zitat: Fußball-Kommentator Jörg Dahlmann ist enttäuscht von seinem Ex-Arbeitgeber Sky.

"Ich war vielleicht flapsig, aber nie unter der Gürtellinie."

Der geschasste Fußball-Kommentator Jörg Dahlmann erzählt im Interview mit Hit Radio FFH, die Rassismus-Vorwürfe gegen ihn seien "übelste Nachrede" gewesen, sein Ex-Arbeitgeber Sky habe nach dem Vorfall nicht mehr mit ihm gesprochen: "Das wäre das Mindeste gewesen, was ich erwartet hätte."
per Mail, ffh.de, turi2.de (Background)

Italienische Polizei verhindert Hackerangriffe auf den ESC.

Russische Störer: Hacker aus Russland haben offenbar versucht, in die Systeme vom Eurovision Song Contest einzudringen, teilt die italienische Polizei mit. Während der Abstimmung habe es zudem DDoS-Attacken gegeben. Expertinnen glauben, dass die russische Hackergruppe Killnet hinter den Cyberangriffen steht. Mehr als 100 Spezialistinnen habe die Polizei eigenen Angaben zufolge zur Abwehr eingesetzt.
spiegel.de, rnd.de

Zahl des Tages: Zahl der Opfer häuslicher Gewalt liegt 2021 bei fast 161.000.

Zahl des Tages: Genau 160.921 polizeilich registrierte Opfer häuslicher Gewalt hat es im Pandemie-Jahr 2021 in Deutschland gegeben und damit 1,3 % mehr als 2020, recherchiert die "Welt am Sonntag". Zwei Drittel davon sind Frauen, die Dunkelziffer ist groß. Thüringen verzeichnet mit 24 % den größten Zuwachs, gefolgt von Niedersachsen mit 12,9 %.
welt.de

9-Euro-Ticketverkauf soll am 23. Mai starten, Bayern stellt sich quer.

Bayern streikt: Am 23. Mai soll der Verkauf des 9-Euro-Monatstickets als Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung starten, teilt die Deutsche Bahn mit. Bayern droht allerdings mit einer Blockade bei der Abstimmung im Bundesrat. Das Billigticket sei ein "Strohfeuer", sagt Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter der dpa. Er fordert eine "eine dauerhafte Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs durch mehr Bundesmittel für ein besseres Angebot".
faz.net

Twitter-Rechtsabteilung erhebt Vorwürfe gegen Elon Musk, sagt der Milliardär.

Übertwittert: Die Rechts­abteilung von Twitter beschuldigt den potentiellen Käufer des Dienstes Elon Musk, eine Vertraulichkeits­vereinbarung gebrochen zu haben, twittert der Milliardär eigen­händig. Grund sei, dass er offengelegt habe, dass Twitter für seine Analyse des Anteils an Bots auf der Plattform lediglich 100 Accounts untersuche.
twitter.com, rnd.de

Der Siegeszug der Morgen-Newsletter – Teil 20: The Pioneer Briefing.


17. Januar 2022: Steingart gibt seinen Newslettern und Podcasts Bezahl-Beiboote.

Gabor Steingart erweitert seine Newsletter- und Podcast-Flotte um einige Brutto­register­tonnen und kündigt an, in diesem Jahr 8 Mio Euro zusätzlich in sein Unternehmen zu investieren. Der Medien-Kapitän lässt den Bau eines weiteren Redaktions­schiffs ("Pioneer Two") prüfen und will in diesem Jahr 25 neue Mitarbeiterinnen an Bord holen. Zum 1. März tauft er seinen Newsletter "Gabor Steingarts Morning Briefing" in ThePioneer Briefing um. Das Briefing gibt es seitdem als kostenlose "Economy-Edition" und als Bezahl­variante "ThePioneer Business Class".

Die Chronik der Morgen-Newsletter erscheint im Rahmen der Newsletter-Wochen zum 15. Geburtstag des turi2-Morgen-Newsletters.

Die besten Newsletter: Noch Fragen?

Newsletter-Tipp: Wolf Lotter ist Essayist und Redakteur von "Brand Eins". Seit Ende 2021 schreibt er für das etwas andere Wirtschaftsmagazin einen monatlichen Newsletter, der sich mit der Transformation von der Industrie- zur Wissensgesellschaft beschäftigt. Einen schnellen Nachrichten-Überblick darf man nicht erwarten: Jede Ausgabe von Noch Fragen? besteht aus einem geistreichen Mini-Essay.
brandeins.de/newsletter

Übersicht: Die besten Newsletter für Journalismus, PR, Marketing, Wirtschaft und Politik.

Wir graturilieren: Yvette Gerner wird 55.

Wir graturilieren: Die Intendantin von Radio Bremen, Yvette Gerner, wird heute 55 Jahre alt. Im abgelaufenen Lebensjahr hat sie vor allem die Leistung der Kolleginnen während der Pandemie beeindruckt. Nur eine Sache bereitet ihr im Beruf noch Kopfschmerzen: Wie kann sie das Hundeverbot am besten auflösen? Im Gegensatz dazu war die Mitarbeitenden aus dem Home-Office zurückzuholen und Sendungen remote zu machen, "alles kein Problem".

Gerner hat gelernt, dass es sich lohnt, Dinge einfach auszuprobieren. Als erstes Highlight im neuen Lebensjahr wünscht sie sich heute den Aufstieg von Werder Bremen – das wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk. An ihrem Ehrentag feiert sie ihre Familie auf der Konfirmation ihrer Nichte "fröhlich mit". Über Glückwünsche in Form von witzigen Selfies, z.B. via Linked-in, freut sich Gerner heute.

ESC: Die Ukraine gewinnt, Deutschland landet auf dem letzten Platz.

Erster von hinten: Die Ukraine siegt beim diesjährigen Eurovision Song Contest mit insgesamt 631 Punkten. Für das Land ist die Band Kalusha Orchestra mit dem Lied Stefania angetreten. Lange Zeit war nicht klar, ob die Musiker wegen des Kriegs in der Ukraine überhaupt zum ESC nach Turin reisen können. Deutschland war mit dem deutsch-amerikanischer Rapper und Songwriter Malik Harris im Rennen und landet mit sechs Punkten auf dem letzten Platz.
rtl.de (Liveticker), t-online.de

Debatte: Stewart Brand sieht keinen Wechsel zu einer “dystopischen Phase” des Internets.

Bleibt positiv: Trotz "Hass und Spaltung in der Welt sozialer Medien" sieht der Autor Stewart Brand in der "Vernetzung der Welt" eine "positive Kraft". Noch immer "verbindet Facebook Familien und Freunde miteinander", nach wie vor tauge Twitter als "fantastisches Recherche­werkzeug". Brand sieht keinen "Wechsel von einer utopischen zu einer dystopischen Phase" des Internets.
zeit.de

Basta: Die “Vogue” fordert britischen Pub zur Namens­änderung auf.

Späte Einsicht: Die "Vogue" fordert den britischen Pub "Star Inn at Vogue" im Dorf Vogue zur Namens­änderung auf – wegen Verwechslungs-Gefahr. Als der Pub­besitzer einwendet, das Dorf sei wesentlich älter als die Mode­zeitschrift, zieht die "Vogue" ihre Forderung zurück. Die Kneipe wird sich über die Aufmerksamkeit vielleicht noch freuen – schließlich ist bad publicity better than no publicity.
spiegel.de

Debatte: Kremlsprecherin attackiert Annalena Baerbock auf Twitter.

Schuldzuweisungen: Die russische Außen­amts­sprecherin Maria Sacharowa kritisiert Annalena Baerbock scharf. Die deutsche Außen­ministerin hatte Sorgen wegen einer drohenden Hunger­krise aufgrund des Ukraine-Kriegs geäußert. Grund dafür seien laut Sacharowa jedoch westliche Sanktionen, nicht die Blockade ukrainischer Seehäfen. "Wenn man das nicht versteht, ist das entweder ein Zeichen von Dummheit oder für die bewusste Irreführung der Öffentlichkeit", tweetet sie an Baerbock gerichtet.
tagesspiegel.de

Klick-Tipp: Welche Partei in NRW hat welche Klima-Pläne?

Correctiv Ausrufezeichen ohne Schriftzug-150Klick-Tipp: Auf correcitv.org zeigt ein Quiz, wie es um die Klima-Pläne der sechs großen Parteien in NRW steht. Nutzerinnen können zehn Klima-Thematiken den richtigen Parteien in dem Bundesland zuordnen, in dem am Sonntag Wahlen stattfinden. In Themenblöcken wie Klimaneutralität oder Energie fragt das Quiz etwa, welche Partei überwiegend auf Technik und klimaneutrale Häuser mit Techniken wie 3D-Druck bauen.
correctiv.org

Prinz William besucht todkranke BBC-Moderatorin.

Adelsbesuch: Die im Endstadium an Krebs erkrankte BBC-Moderatorin Deborah James hat Besuch von Prinz William bekommen. Queen Elizabeth II. hatte die Radiojournalistin kürzlich für ihre Spendenaktion und ihren Kampf gegen Krebs geadelt – den Ritterorden bringt nun der Prinz höchstpersönlich vorbei.
t-online.de

Nach Yücel-Abgang: Das gesamte PEN-Präsidium tritt zurück.


Dominoeffekt: Nach dem Abgang des Journalisten Deniz Yücel als PEN-Präsident tritt am Samstagmorgen auch das verbliebene Präsidium inklusive Vizepräsident Ralf Nestmeyer und Beisitzer Christoph Links zurück. Der Schrift­steller Josef Haslinger wird bei der Mitglieder­versammlung in Gotha mit großer Mehrheit interimsweise an die Spitze gewählt. Er war von 2013 bis 2017 bereits PEN-Präsident und will nun "einen Neustart" vorbereiten. Der ist für viele Mitglieder Voraussetzung, weiterhin in der Vereinigung zu bleiben. Für die Schrift­stellerin Thea Dorn etwa mache der Verbleib nur Sinn, wenn sich PEN "radikal neu" aufstelle. Die Schriftstellerin Ursula Krechel kündigt an, ihre Ehren­präsidentschaft ruhen zu lassen und der Autor Daniel Kehlman sagt, es gebe "gottlob noch andere Organisationen, mit denen man verfolgten Schriftstellern helfen" könne.

Yücel ist am Freitag überraschend als PEN-Präsident zurück- und aus dem Verband ausgetreten. Er wolle nicht "Präsident dieser Bratwurstbude sein". Yücel galt in der Vereinigung als umstritten. Im April hatten ihm 36 Mitglieder einen "autoritären Führungsstil" vorgeworfen. Der Journalist war im Oktober 2021 zum Präsidenten ernannt worden.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Einen unpolitischen ESC gibt es nicht, sagt Lukas Heinser.

Hör-Tipp: "Ich finde die Legende vom unpolitischen ESC ist völliger Quatsch", sagt ESC-Experte Lukas Heinser im Podcast Holger ruft an. Natürlich werde es in diesem Jahr ein "großes Sympathie-Voting" vom Publikum für die Ukraine geben. Soweit er wisse, fahren die ukrainischen Teilnehmer am Sonntag wieder zurück "und warten auf ihre Einberufung, weil das alles Männer im wehrfähigen Alter sind".
uebermedien.de

Zitat: Russland muss wissen, “dass Lügen Konsequenzen haben”, sagt Christine Lambrecht.

"Man darf bei Putin nicht naiv sein, denn wir haben ja erlebt, wie wenig er davor zurückschreckt, Zusagen zu brechen."

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht sagt im "FAZ"-Interview, Russland müsse wissen, "dass Lügen Konsequenzen haben". Dass Putin sein Ziel, die Ukraine schnell zu überrollen, nicht erreichen kann, habe er mittlerweile gemerkt.
faz.net (Paid)