Basta: Ed Sheeran gibt Überraschungsauftritt auf dem Oktoberfest.

Musikalische Überraschung: Nach einem Konzert in Frankfurt gibt der britische Sänger Ed Sheeran unangekündigt ein Konzert auf dem Frankfurter Oktoberfest – stilecht mit Bierkrug in der Hand. Seine Ballade "Perfect" und der Backstreet-Boys-Hit "Everybody" bringen nicht nur etwas Abwechslung in die Layla-Dauerschleife – sie lösen auch mehr Begeisterung aus als so mancher Politiker, der das Oktoberfest auch gerne als Bühne nutzt.
faz.net

Lese-Tipp: Bei Bits and Pretzels gibt es Chinohosen und motivierende Sprüche.

Lese-Tipp: "So viele Gelfrisuren, Chinohosen und weiße Turnschuhe sieht man in München nicht einmal im P1", berichtet Clara Löffler von der Gründermesse Bits & Pretzels. Von der Bühne gebe es viele motivierende Sprüche, unter anderem auch von Arnold Schwarzenegger (Foto), der in Lederhosen an die Besuchenden appelliert: "Seid nützlich!" Die Gäste tummelten sich aber vor allem an den vielen Stehtischen oder auf den Sofas – "um noch ein bisschen mehr zu netzwerken".
sueddeutsche.de

Kulturpolitiker fordern Berücksichtigung Kulturgut bewahrender Einrichtungen bei Gasnotlage.

Kulturkritik: Die Kulturministerkonferenz, Kulturstaatsministerin Claudia Roth und die Kommunen kritisieren in einem 15-seitigen Papier, dass Kultureinrichtungen im Falle einer Gasnotlage nicht zu den "geschützten Kunden" gehören würden. Da sie vergleichsweise wenig Energie verbrauchen, seien Theater oder Konzertsäle ebenso dazu zu zählen wie kleinere Unternehmen, fordern die Politikerinnen. Eine Reduzierung des Gasverbrauchs könne vor allem bei empfindlichen Kulturgütern zu irreversiblen Schäden führen.
sueddeutsche.de

Debatte: Die Twitter-Logik stellt das Leben selbst dar, sagt Christian Geyer.

That's life: Die Debattenkultur auf Twitter zu pathologisieren, bringe nichts, schreibt Christian Geyer – sie gehöre zum Leben dazu. Die Plattform habe außerdem auch Stärken als "gedankliches Sondierungsinstrument", das die Selbstwahrnehmung "wacher, lebendiger, misstrauischer" mache. Eine Auflockerung der fixen Ideen verspreche dagegen das Podcast-Format, zitiert Geyer Ina Tenz aus dem turi2 Clubraum.
faz.net

“Welt”: FDP legt Reformvorschläge für öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor.


Billiger und bessser: Das FDP-Präsidium will in seiner Sitzung an diesem Montag fünf Forderungspakete für eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschließen, berichtet die "Welt". Der ÖRR solle sich etwa auf seinen Bildungs- und Informationsauftrag konzentrieren, Unterhaltung und Sport einen nachgeordneten Platz im Programm einnehmen. Außerdem wollen die Liberalen die Erhöhung des Rundfunkbeitrags aussetzen, Verwaltungsstrukturen verschlanken und die Kontrolle durch unabhängige Dritte stärken. Sie regen zudem eine Selbstverpflichtung zur Gehaltsdeckelung für die Führungskräfte der Rundfunkanstalten an.
"Welt", S. 4

Hör-Tipp: Philip Siefer nimmt sich Raum, um mit Krisen umzugehen.

Hör-Tipp: Was tun, wenn ein Produkt, dass man über Jahre entwickelt hat, nicht funktioniert? Philip Siefer erzählt im Podcast Hotel Matze, wie er mit seinem Startup Einhorn eine solche Krise gemeistert hat: "Ich nehme erst mal an, was da gerade ist", sagt er, "und dann nehme ich mir den Raum, darüber nachzudenken." Dieses "in Kontakt gehen" sei im Umgang mit Krisen eine Alternative zu Niedergeschlagenheit und wildem Aktionismus.
podcast.de (63-Min-Audio)

Zitat: Norman Wagner schaut abends auch mal zwei Stunden TikTok.

"Es kommt auch vor, dass ich abends zwei Stunden TikTok schaue, weil ich auf gar nichts Lust habe was Bigscreen ist."

Norman Wagner, Mediachef bei der Telekom, sagt im Video-Interview mit Horizont und turi2, der Algorithmus des Kurzvideo-Dienstes sei "extrem gut darin, das Interesse zu erkennen" und "stellt mir ein ganz gutes Programm zur Verfügung".
turi2.de (Textzusammenfassung), turi2.tv (10-Min-Video)

turi2 edition #19: Maria Lorenz-Bokelberg über Podcasts und Perspektiven.


Sport, Staubfang, Schaumbad: Maria Lorenz-Bokelberg setzt früh alles auf die Karte Podcast. “Es lief zwei Jahre scheiße. Und irgendwann lief es besser”, sagt sie im großen Interview für die turi2 edition #19. Heute ist sie mir ihrer Firma Pool Artists die erfolgreichste Produzentin Deutschlands – und sucht manchmal die Stille. Nur für das Fotoshooting mit turi2 hört sie Podcasts in allen Lebenslagen. Weiterlesen >>>

Meistgeklickter Kopf gestern war Philipp Jessen.

Meistgeklickter Kopf gestern war Philipp Jessen. Der Co-Gründer von Storymachine war gestern zu Gast bei Apokalypse und Filterkaffee und hat mit Micky Beisenherz u.a. über verletzte Gefühle in gesellschaftlichen Debatten gesprochen. Der Podcast-Host landet zugleich auf Platz 3 der meistgeklickten Köpfe, hinter Julian Reichelt.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 24.9.2022)

Iranische Medienschaffende fordern Freilassung inhaftierter Kolleginnen.

Presse­unfreiheit: Der iranische Journalisten­verband fordert die sofortige Freilassung mehrerer Medien­schaffender, die über die Demonstrationen im Land berichtet haben. Mindestens neun Reporterinnen seien entweder in Haft oder müssten sich demnächst bei den Behörden melden. Darunter ist die Journalistin Nilufar Hamedi von der Reform­zeitung "Shargh", die den Fall Amini als erste publik gemacht hatte.
zeit.de

Trigema-Chef Wolfgang Grupp sieht Amerika als Gewinner im Ukraine-Krieg.

Die Amis sind schuld? Trigema-Chef Wolfgang Grupp vertritt in einem Interview mit BW24 fragwürdige Aussagen zum Ukraine-Krieg. Er könne sich nicht vorstellen, dass Putin jetzt für alle plötzlich der "Todfeind" ist. Der Unternehmer vermutet mehr dahinter: "Ich behaupte, dass der Amerikaner im Hinter­grund alles steuert, damit er alleine eine Welt­macht bleibt." Amerika sei auch "der einzige Gewinner" dieses Krieges. Er spricht sich im Interview vehement gegen Waffen­lieferungen an die Ukraine aus.
bw24.de

Wladimir Klitschko bringt gemeinsam mit seiner Frau ein Kinderbuch heraus.

Zur Abwechslung was Schönes: Ex-Boxer Wladimir Klitschko und seine Frau Tatjana Kiel veröffentlichen gemeinsam ein Kinder­buch über Willens­stärke. Wil, der Wolkenstürmer, und der Traum vom Fliegen handelt von einem achtjährigen Jungen, der die Wolken von oben sehen möchte. Es erscheint im Hamburger Oetinger Verlag. Das Buch haben beide vor Beginn des Angriffs­kriegs auf die Ukraine begonnen und sich entschieden, es weiterzuführen.
rnd.de, oetinger.de

Scholz spricht Mohammed bin Salman auf Khashoggi-Mord an.

Mörderische Diplomatie: Bundes­kanzler Olaf Scholz hat bei seinem Besuch in Saudi-Arabien Kronprinz Mohammed bin Salman auf den Mord am Journalisten Jamal Khashoggi angesprochen. "Das gehört sich so", so der Kanzler. Er habe auch das Thema Meinungs­freiheit angerissen, nannte aber keine weiteren Details. Der US-Geheimdienst macht den Kron­prinzen für den brutalen Mord an dem saudischen Regierungs­kritiker verantwortlich.
zeit.de

BR will bestimmte Nebeneinkünfte von Angestellten auf 5.000 Euro jährlich deckeln.

Zubrot: Der BR will ab 2023 die Summe der Neben­einkünfte seiner Angestellten mit "ARD- oder BR-Bezug" auf 5.000 Euro jährlich deckeln. Die "Welt" berichtet in diesem Zusammen­hang von BR-Technik­direktorin Birgit Spanner-Ulmer, die seit April 2016 demnach insgesamt 440.000 Euro durch ein Aufsichts­rat­mandat bei der Salzgitter AG dazuverdient hat. Zudem habe sie als Vorsitzende des Aufsichts­rats beim BR-Dienst­leister Bavaria Studios & Production Services GmbH seit August 2019 rund 43.000 Euro bekommen. Nach Absprache mit Katja Wildermuth wolle Spanner-Ulmer die Neben­tätigkeit bei der Salzgitter AG im Mai 2023 beenden.
welt.de (€)

Video-Tipp: Sophie Passmann bringt Podcasts und erste Dates zusammen.

Video-Tipp: Wie laufen erste Dates mit Männern basierend auf deren Lieblings-Podcasts ab? Sophie Passmann glaubt: Hörer von "Apokalypse und Filterkaffee" mansplainen gerne die aktuelle Folge von "Hart aber fair", "Drinnies"-Fans haben lackierte Nägel und küssen gut und Hörer von "Lanz und Precht" fotografieren "natürlich" Landschaften in ihrer Freizeit.
instagram.com (1-Min-Video)

Hör-Tipp: Christian Kallenberg spricht im “Pop Rocky”-Podcast mit Musikgrößen.

Hör-Tipp: Vergangenes Jahr hat Christian Kallenberg das Jugend­magazin "Pop Rocky" wieder­aufleben lassen. Jetzt startet er den dazugehörigen Podcast "Pop Rocky" mit Musik­größen von früher. In der ersten Folge ist Marian Gold, Sänger der Band Alphaville, zu Gast. Dessen Verhältnis zur "Bravo" war damals "gestört", weil die Redaktion nichts von seiner Hochzeit erfahren hatte – "Pop Rocky" aber schon. Aber: Die Ehe war nach sechs Wochen eh schon wieder so gut wie vorbei.
spotify.com (54-Min-Audio) via clap-club.de, turi2.de (Background)

Debatte: Armin Wolff fordert eine Flut an gutem Journalismus auf Social Media.

Gezeiten-Wende: "Wir Medienmenschen sollten Social Media mit gutem Journalismus fluten", schreibt ORF-Anchor Armin Wolf im "Profil". Er könne sich "kaum vorstellen, wie tagesaktueller Journalismus heute noch funktionieren kann ohne Twitter als Nachrichten­agentur". Besonders öffentlich-rechtliche Medien stünden dabei in der Pflicht. Medien­schaffende müssten nicht persönlich präsent sein und diskutieren, aber ihre Arbeitgeber sollten dies schon.
profil.at

Zahl des Tages: Stuttgart ist die Job-Hauptstadt.

Zahl des Tages: Ganze 2 mal so viel Job-Inserate pro Einwohnerin weist Stuttgart im Vergleich zu Berlin auf, zeigt eine Auswertung des Job-Portals Heyjobs. Damit liegt die Hauptstadt des Ländles im deutschland­weiten Großstadt-Vergleich vorn. Schlusslicht ist Duisburg, wo es Anfang September nur 208 Inserate pro 100.000 Menschen gab – knapp ein Viertel der 802 Ausschreibungen Stuttgarts.
handelsblatt.com

“Ich genieße es manchmal, wenn jemand anderes die Programmplanung macht” – Norman Wagner über TikTok und TV.


Bleibt flexibel: Nach dem ersten Streaming-Boom und Binge-Watching von Serien sieht Norman Wagner mittlerweile wieder "differenzierter" fern, sagt er im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des AGF-Forums in Frankfurt. Der Mediachef bei der Deutschen Telekom und Vorstand der Organisation Werbungtreibender im Markenverband erzählt im Gespräch mit turi2-Verlegerin Heike Turi, dass er immer öfter wieder lineares TV einschaltet, weil er keine Lust hat, "20 Trailer anzugucken". Als "Flexiviewer" schaut er das, wonach ihm gerade ist: "Es kommt auch vor, dass ich abends zwei Stunden TikTok schaue, weil ich auf gar nichts Lust habe, was Bigscreen ist", sagt er und lobt den Algorithmus des Kurzvideo-Dienstes. Wagner genieße es manchmal, wenn "jemand anderes die Programm­planung macht".

Die größte Herausforderung in der digitalen Media­planung sieht Wagner heutzutage darin, dass sie "in Silos" funktioniere. TV sei ein großes Silo, "wo ich einen großen Daten­bestand über einzelne Sender habe". Gehe es darüber hinaus "wird's schon wieder schwieriger". Digital-Werbung ist gut darin, für vorhandene Bedürfnisse Angebote zu machen, analysiert Wagner. Eine "absolute Katastrophe" sei das digitale Ökosyste, wenn es darum gehe Bedürfnisse zu wecken. Anders als für TV gebe es im Digitalen kaum Reich­weiten-Forschung. "Deswegen brauchen wir crossmediale Planungs- und Reporting-Instrumente", sagt Wagner.
turi2.tv (10-Min-Video)

Hör-Tipp: “Das Thema” blickt auf den Kampf deutscher Digitalfirmen gegen ihre Belegschaft.

Hör-Tipp: Große deutsche Digital-Firmen wie Hellofresh oder Zalando funktionieren ohne eine "Massen an Arbeitenden" mit Niedrig-Löhnen gar nicht, erzählt Christina Kyriasoglou im Podcast "Das Thema" mit "Manager-Magazin"-Chefredakteur Sven Oliver Clausen. Sie finde es "schwer nachvollziehbar", dass die Unternehmen derart stark gegen Betriebs­rats­gründungen kämpfen. Bei den Liefer­diensten hätten migrantische Kräfte laut Quellen teils eine "ganz neue Abhängigkeit" und würden ihre Rechte gar nicht kennen.
manager-magazin.de (22-Min-Audio)

Lufthansa-Chef Carsten Spohr von IT-Lücke des eigenen Boarding-Passes betroffen.

Pass-Problem: Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist Opfer einer IT-Lücke geworden: Über den QR-Code seines Boarding-Passes haben Fremde Zugriff auf persönliche Daten, darunter E-Mail-Adresse und Telefon­nummer erhalten. Die Pässe enthalten neben Flugdaten auch sensible Infos, mit denen sich gegebenenfalls über die Lufthansa-Website weitere Infos auslesen lassen.
spiegel.de

Porsche baut vor Börsengang den Aufsichtsrat um.

Porsche baut vor dem geplanten Börsen­gang am kommenden Donnerstag seinen Aufsichts­rat um. Der VW-Aufsichts­rats­vorsitzende Hans Dieter Pötsch (Foto) sowie Hans Michel Piëch verlassen das Gremium. VW-Finanzchef Arno Antlitz und die VW-Vorständin Hauke Stars rücken auf. Daneben sitzen Wolfgang Porsche, Gewerkschafterin Jordana Vogiatzi und die Betriebsräte Harald Buck und Carsten Schumacher im Aufsichtsrat.
handelsblatt.com

US-IT-Firmen sollen Internetzugang in Iran verbessern.

Überland-Leitung: Amerikanische IT-Firmen dürfen ihre Geschäfts­tätigkeit in Iran ausweiten, um den Menschen vor Ort besseren Zugang zum Internet und zu unabhängigen Nachrichten zu ermöglichen, teilt US-Außenminister Antony Blinken mit. US-Sanktionen hatten seit 2014 verhindert, dass IT-Firmen Soziale Medien, Video­konferenz-Software und Cloud-Dienste voll umfänglich anbieten können. Die iranische Regierung hat wegen der aktuellen Proteste den Zugang zum Internet massiv eingeschränkt.
spiegel.de

Gericht untersagt Antisemitismus-Beauftragtem mehrere kritische Aussagen über “Achse des Guten”.


Anzeigen-Tabula-rasa: Das Verwaltungs­gericht Stuttgart untersagt dem baden-württem­bergischen Antisemitismus-Beauftragten Michael Blume einige kritische Äußerungen über den rechts­konservativen Blog "Achse des Guten" von Publizist Henryk M. Broder. Blume hatte im Juni bei Twitter dem Auto­bauer Audi dafür gedankt, keine Anzeigen mehr auf dem Blog schalten zu wollen. Der Satz "Die Finanzierung von Verschwörungs­mythen durch die Wirtschaft muss dringend ein Ende haben" im Tweet ziele laut Gericht darauf ab, Werbe­kundinnen zu verschrecken, womit Blume "unter spezifischer Inanspruch­nahme der Autorität seines Amts" dem Blog schade. Auch die Aussage "Viele Autoren vertreten rassistische & demokratie­feindliche Positionen" hält das Gericht für rechtswidrig. Gegen den Anzeigen-Medienpartner Taboola hat "Achse des Guten" ebenfalls rechtliche Schritte eingeleitet, da dieser offenbar auf Drängen Audis sämtliche Anzeigen auf der Seite storniert hatte. (Foto: Stefan Puchner / dpa / Picture Alliance)
welt.de, twitter.com

Zitat: Podcasts mit klarer Zielgruppe lassen sich gut vermarkten, sagt Ina Tenz.

"Gerade Nischen-Podcasts sind für die Werbe­industrie interessant."

Ina Tenz, Geschäfts­leiterin Audio, Strategie und Content bei ABC Communication, sagt im turi2 Clubraum, dass sich Themen mit einer klaren Zielgruppe gut vermarkten lassen: "Der Kunde weiß, er hat keine Streuverluste."
turi2.de (Textzusammenfassung), turi2.tv (47-Min-Podcast)

Debatte: Prechts und Welzers Medienkritik ist “weder neu noch arg falsch”, sagt Cornelius Pollmer.

Nichts Neues: Für die "Süd­deutsche Zeitung" hat Cornelius Pollmer das neue Medien­kritik-Buch "Die vierte Gewalt" von Richard David Precht und Harald Welzer vorab gelesen und findet: "Es nervt weniger, als man vorher erwartet hätte." Die Analysen "sind weder neu, noch arg falsch". Die Autoren lieferten leider keine Empfehlungen, um den Journalismus besser zu machen – und "könnten es vermutlich auch nicht".
sueddeutsche.de (€)

Türkische Zeitung “Sabah” veröffentlicht deutsche Adresse des Exil-Journalisten Cevheri Güven.

Gefährlicher Druck: Das türkische Regierungs­blatt "Sabah" hat ein Bild des Hauses im hessischen Baben­hausen abgedruckt, in dem der Exil-Journalist Cevheri Güven mit seiner Familie lebt. Güven steht unter Polizei­schutz und tauchte bereits mehrfach in sogenannten Todes­listen des türkischen Staates auf. Der Journalist vermutet, dass ihn die Veröffentlichung "eindeutig abschrecken" soll.
dtj-online.de

Zahl des Tages: In den 2080er-Jahren sollen 10,4 Mrd Menschen auf der Erde leben.

Zahl des Tages: Um die 10,4 Mrd Menschen könnten in den 2080er-Jahren auf der Welt leben, prognostiziert ein Uno-Bericht. Damit wäre laut Forschung der Höhepunkt des Bevölkerungs­standes erreicht und "Toten­gräber bekommen danach mehr Kundschaft als Hebammen". Die Vereinten Nationen rechnen am 15. November mit der Geburt des derzeit acht­milliardsten Menschen.
spiegel.de (€)

Basta: Die CIA will sich per Podcast “entmystifizieren”.

Gangster-Anleitung: Die CIA startet mit "The Langley Files" einen Podcast, mit dem sich der US-Geheim­dienst ein wenig "entmystifizieren" möchte. Beamte und Expertinnen erzählen Geschichten aus 75 Jahre CIA und sollen damit vor allem potenzielle Bewerberinnen anlocken. Ganz nebenbei ist der Podcast auch interessant für den ein oder anderen Ganoven, der sicherlich auch etwas für seine "Arbeit" lernen kann.
spotify.com, mcclatchydc.com

Hör-Tipp: Negative Nachrichten können für Medienschaffende zur Sucht werden.

Hör-Tipp: Das BR-Medien­magazin beschäftigt sich mit der Frage, was dauerhaft negative Nachrichten mit Medien­schaffenden machen. Jeannette Winter (Foto) aus der BR24-Nachrichten­redaktion sieht sich und ihre Kolleginnen als "Nachrichten-Junkies", die genauso professionell mit verstörenden Nachrichten umgehen wie wie ein Arzt, der auch nicht darüber nachdenkt, "wer da gerade auf dem Tisch liegt". Das kann durchaus zu einer Art "Sucht-Verhalten führen", warnt Medien­psychologin Maren Urner. Diese "erlernte Hilflosigkeit" bedeutet nicht nur Stress, sondern wirkt sich auch auf die Inhalte der verbreiteten Nachrichten aus.
br.de (30-Min-Audio)

Bayerischer Rechnungshof rügt Finanzen des BR.

Sender-Rüffel: Der oberste bayerische Rechnungshof rügt die Finanzen des BR. Bei 50 % der Kosten sei nicht erkennbar, wofür das Geld ausgegeben worden sei. Auch der BR hat laut Prüfung ein Problem mit Beraterverträgen, die oft auf "Empfehlungen der Geschäftsführung" basieren und als "alternativlos" gelten. Eine eher fragwürdige, sendereigene Schneeraupe hat der BR laut eigenen Angaben mittlerweile verkauft.
bild.de

Business Insider: RBB-Geschäftsleitung debattierte die Beugung des Vergaberechts in der Berater-Affäre.

Schlecht beraten: Die RBB-Geschäftsleitung debattierte offenbar die Beugung des Vergaberechts in der Berater-Affäre um Martin Lepper (Foto), berichtet "Business Insider". Lepper, der in einer Ausschreibung für eine "übergeordnete Immobilienstrategie" das teuerste Angebot abgegeben hatte und deshalb nicht zum Zug kam, sollte demnach trotzdem weiter für den RBB arbeiten – angedacht gewesen sei etwa, seine Stundenanzahl "auf dem Papier" zu reduzieren. Empfohlen hatte Lepper der ehemalige RBB-Verwaltungsratschef Wolf-Dieter Wolf.
businessinsider.de, turi2.de (Background)

“Süddeutsche” startet Podcast-Reihe über Kunstdiebstähle.

True Art Crime: Die "Süddeutsche" erzählt in der neuen Podcast-Reihe "Die Kunst zu stehlen" von Kunst­diebstählen. In den insgesamt fünf Folgen geht es u.a. um den Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden und den Raub einer riesigen Gold­münze aus dem Bode-Museum in Berlin. Die erste Folge ist gratis, alle weiteren sind Teil des SZ-Abos.
sueddeutsche.de

Willkommen im Club: Marc Schmitz.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Marc Schmitz steht seit 2016 an der Spitze der Ströer Content Group. Im Google-Podcast "Media Stories" erzählt der CEO, dass die Wieder­belebung von T-Online die "wahrscheinlich größte Heraus­forderung im deutsch­sprachigen Internet" war. Schmitz ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Schmitz)

Thomas Gottschalk und Karl-Theodor zu Guttenberg moderieren RTL-Jahresrückblick.

G & G: Show-Urgestein Thomas Gottschalk und Ex-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg (Archivfoto von 2010) moderieren gemeinsam den RTL-Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen". Sie beerben Günther Jauch, der die Sendung von 1996 bis vergangenes Jahr präsentiert hatte. Zu Guttenberg steht schon länger bei RTL unter Vertrag: Für RTL+ führt er durch zwei Docutainment-Formate – die erste Sendung über Wladimir Putin wird im November ausgestrahlt.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Juan Moreno rekapituliert die Relotius-Affäre.

Video-Tipp: "Mir wurde mehr oder weniger klar gemacht, dass ich jemanden anschwärze, der einen sehr, sehr guten Stand beim 'Spiegel' hat", erinnert sich Reporter Juan Moreno (Foto) an seine ersten Versuche, mit der Ressortleitung über seinen Betrugsverdacht in Sachen Claas Relotius zu sprechen. Er habe zeitweise Angst gehabt, durch seine Kritik seine Existenz zu zerstören. Erst als "der Groschen fiel", sei die Stimmung ihm gegenüber "deutlich besser" geworden.
spiegel.de (7-Min-Video)