Der “Spiegel” berichtet über eine undichte Stellen in der ARD-Doping-Redaktion.

Operation Aderlass: Vertrauliche Informationen aus einem Interview von ARD-Dopingreporter Hajo Seppelt sind offenbar auch an die österreichischen Kriminalermittler gelangt, schreiben Udo Ludwig und Antje Windmann im "Spiegel". Im Fall des deutschen Eisschnellläufers Robert Lehmann-Dolle seien Informationen zumindest schnell von den Ermittlern zum Reporter gelangt, wodurch Indizien schnell zu "vermeintlichen Wahrheiten" geworden seien.
"Spiegel" 23/2020, S. 96 (Paid)

Die Berliner Beauftrage für Datenschutz prüft Zalando.

Zalando muss sich einer Prüfung seiner Systeme Zalos und Zafeto stellen, mit denen der Konzern die Abläufe in seinen Logistikzentren steuert. Die Berliner Beauftragte für Datenschutz leitet ein Prüfverfahren ein, weil die Systeme womöglich zu viele Daten über die Belegschaft erfassen, u.a. wie viele Artikel Mitarbeiter*innen abarbeiten. Business Insider berichtet über zahlreiche Arbeitskräfte, die sich durch die Systeme stark kontrolliert fühlen.
businessinsider.de

Die Bundeszentrale für politische Bildung will junge Leute auf YouTube erreichen.

Bildungsauftrag: Die Bundeszentrale für politische Bildung will nicht mehr nur mit Heften für den Schulunterricht Wissen vermitteln, sondern die junge Zielgruppe auch aktiv in den sozialen Medien erreichen, schreibt Volkan Agar. Eine neue Video-Reihe mit Comedian Abdelkarim sei zwar gut gemacht, konnte bisher aber nur ein überschaubares Publikum erreichen. Nach zehn Folgen will die BPB ihr Konzept auswerten.
taz.de

Lese-Tipp: Den olympischen Sport verunsichert die Angst vor einem doppelten Olympia-Aus.

Lese-Tipp: Im olympischen Sport herrscht weiter große Unsicherheit, schreiben Thomas Hahn, Thomas Kistner und Johannes Knuth, weil die Zukunft der Spiele in Tokio weiter ungewiss ist. Mehr noch: Konservativ gerechnet müsse das IOC davon ausgehen, dass nicht nur die auf 2021 verschobenen Sommerspiele ausfallen, sondern auch die Winterspiele 2022 in Peking. Damit droht dem olympischen Sport Abstinenz bis 2024 - was das IOC vor finanzielle Probleme stellen wird und einer ganzen Generation von Sportler*innen womöglich die Motivation für den Leistungssport nimmt, mit Folgen bis in den Nachwuchssport.
sueddeutsche.de

Carsten Maschmeyer investiert Millionen in das ID-Startup Nect.

Löwen-Anteil: Carsten Maschmeyer beteiligt sich mit einem höheren siebenstelligen Betrag am Hamburger Startup Nect. Nect produziert eine Software, mit der Kund*innen von Banken oder Versicherungen ihre Identität über eine Videoaufnahme am Smartphone bestätigen können. Auch Holtzbrinck ist über seine Beteiligungsgesellschaft bereits an Nect beteiligt und legt nun frisches Geld nach.
gruenderszene.de

Meinung: Trumps Social-Media-Dekret ist vor allem Show.

Mehr Schein als Sein: Donald Trumps jüngst erlassenes Social-Media-Dekret glänzt mehr durch Inszenierung als Inhalt, urteilt Autor und Philosoph Jan Skudlarek. Der US-Präsident wolle zeigen, dass er sich nicht "von Faktencheckern auf der Nase herumtanzen lässt" - selbst wenn die Öffentlichkeit sehe, dass "die Nase eine Pinocchio-Nase ist". Trump wüte wie ein Vierjähriger, ein Verhalten, das Skudlarek als "würdelos" bezeichnet. Soziale Medien sollten öfter Informationen zu irreführenden Aussagen Trumps ergänzen.
volksverpetzer.de, turi2.de (Background)

Bild des Tages: Eskalation in Minneapolis.

Nicht nur die Luft brennt: In Minneapolis setzen Protestanten Geschäfte, Restaurants und eine Polizei-Station in Brand; Grund ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd, der am Montag durch Polizeigewalt starb. Mittlerweile sind 500 Nationalgardisten in der Stadt eingetroffen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Behörden gehen u.a. mit Tränengas gegen gewaltbereite Demonstranten vor.
(Foto: John Minchillo / AP / Picture Alliance)

Springer steigt aus Bieterrennen um Ebay-Kleinanzeigen aus.

Springer steigt aus dem Bieterrennen um Ebay-Kleinanzeigen aus, berichet Ulrike Simon. Die Preisvorstellung von mindestens 8 Mrd Euro habe dem Konzern zu wenig Spielraum für andere Akquisitionen gelassen. Auch eine strategische Partnerschaft oder eine Teilinvestition sind vom Tisch - Springer hält lieber nach Übernahmekandidaten im Bereich News Media Ausschau.
horizont.net, turi2.de (Background)

Basta: Mit Windel zur Wahl.

Kinder Babys an die Macht: Hermann Otto Solms, FDP-Politiker und Ex-Bundestagsvizepräsident, fordert die Herabsetzung des Wahlalters auf null Jahre. Derzeit bereitet er einen entsprechenden Antrag vor, den er nach der Sommerpause in die Parlaments-Wiege legen will. Wie Pampersträger aktiv wählen sollen, lässt Solms offen - ebenso wie die Frage, ob diese Playmobil spannender finden als Politik.
"Spiegel" 23/2020, S. 21 (Paid)

Italien: Buchhandlungen verkaufen im Vergleich zum Vorjahr acht Mio Bücher weniger.

Buchhandel: In Italien verkaufen Buchgeschäfte in den ersten vier Monaten des Jahres acht Mio Bücher weniger, analysieren der italienische Verlegerverband AIE und Nielsen. Der Umsatz bricht im Vergleich zum Vorjahr um 90,3 Mio Euro netto ein. Am stärksten betroffen sind die Sparten Sachbuch (minus 23,4 %) und Belletristik (minus 22,9 %); am glimpflichsten kommen Kinderbücher davon (minus 16,2 %).
boersenblatt.net

Polizei von Minneapolis nimmt CNN-Team fest.

CNN Logo 150USA: Die Polizei von Minneapolis hat ein CNN-Team festgenommen, das von den Ausschreitungen dort berichtet hat. Zuerst sei der schwarze Journalist Omar Jimenez ohne Angabe von Gründen verhaftet worden, anschließend seine drei Kollegen. Mittlerweile sind die Journalisten wieder auf freiem Fuß, nachdem CNN massiv protestiert hatte. Ein weiterer CNN-Reporter vor Ort, der Weiße Josh Campbell, sei nach Angaben des Senders von der Polizei "respektvoll behandelt" und nicht festgenommen worden.
edition.cnn.com, rnd.de

“Bild”-Chef Julian Reichelt bestreitet Anti-Drosten-Kampagne.

"Quatsch und frei erfunden": So wertet "Bild"-Chef Julian Reichelt den Vorwurf, sein Blatt fahre eine Kampagne gegen den Virologen Christian Drosten. Die Berichterstattung der "Bild" sei "vollkommen legitim"; seine Zeitung sei deshalb nun selbst Opfer einer üblen Kampagne - u.a. durch "FAZ" und "Spiegel". Mit Blick auf Drosten befindet Reichelt, er habe nicht gedacht, "dass wir beim Thema Heiligenverehrung in den Medien so weit gekommen sind".
"Spiegel" 23/2020, S. 18 (Paid), turi2.de (Background)

Grüne fordern Gesetz zur Corona-App.

Grüne im Bundestag fordern, die Einführung der Corona-Warn-App per Gesetz zu begleiten, das deren Missbrauch ausschließt sowie ihren Einsatz befristet. Die Bundesregierung hält ein Gesetz nicht für nötig, da der Download der App freiwillig sei und und ihre Anwendung sich an "geltendes Recht" halten müsse. Andere Länder haben bereits Begleitgesetze verabschiedet, z.B. Australien.
"Spiegel" 23/2020, S. 41 (Paid)

“Spiegel”: Christian Drosten spricht über seine Rolle als “neue Berühmtheit” und erklärt sein Verhältnis zur “Bild”.

Nichts Besseres zu tun: Virologe Christian Drosten gibt dem "Spiegel" ein Interview, in dem er unter anderem auf seinen Streit mit der "Bild" eingeht. Drosten sagt, "Bild" habe er letztmals "zu Zeiten von Bumm-Bumm-Boris" gelesen; Chefredakteur Julian Reichelt kenne er erst seit der in seinen Augen tendenziösen Presseanfrage des Blatts vergangenen Montag. Dass Reichelt ihn "zum Duell" gefordert habe, käme ihm vor wie "tiefstes 19. Jahrhundert". Insgesamt habe er sich auf der "Bühne der Nation" ein dickeres Fell zugelegt, obwohl er "eigentlich nicht der Typ sei, der sich gut vor persönlichen Anfeindungen schützen kann". Drosten betont, er habe sich vor allem an die Öffentlichkeit begeben, um rechtzeitig vor den Folgen von Corona warnen zu können.

Anfeindungen und Hassbotschaften gegen Drosten analysiert das Landeskriminalamt Berlin. Insbesondere hofft Drosten auf die Ermittlung des Täters, der ein Plakat veröffentlicht hat, das ihn neben KZ-Arzt Josef Mengele zeigt. Seine Rolle als Berater der Politik nimmt Drosten weniger gewichtig wahr als die Medien: Er glaubt maximal, dass sein Podcast "in minesterialen Abteilungen genau gehört wird". Außerdem hat Drosten noch eine gute Nachricht: Er verlässt sich darauf, dass es im Frühjahr 2021 mehrere Impfstoffe gegen das Corona-Virus gibt. "Wir sind auf einem extrem guten Weg bei der Impfung."
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background "Bild" vs. Drosten)

Bayerischer Rundfunk startet ersten True-Crime-Podcast.

Bayerischer Rundfunk knapst sich ein Stück vom True-Crime-Kuchen ab und veröffentlicht ab 14. Juni den ersten sendereigenen Verbrechens-Podcast. "Der Mörder und meine Cousine" befasst sich mit einer 2013 begangenen Beziehungstat. Die siebenteilige Serie soll auf BR-Podcast, in der ARD-Audiothek und "allen gängigen Podcast-Formaten" abrufbar sein. Zusätzlich laufen gekürzte Folgen sonntags in der Bayern2-Sendung "radioDoku".
infosat.de

Twitter kennzeichnet Trump-Tweet als “gewaltverherrlichend”.

Gewaltiges Ge(t)witter: Twitter kennzeichnet zum ersten Mal einen Tweet von US-Präsident Donald Trump als "gewaltverherrlichend". Der Tweet ist dennoch weiter abrufbar. Die Twitter-Kommunikationsabteilung begründet dies u.a. mit dessen Wichtigkeit für die Öffentlichkeit. Trump hatte sich in dem beanstandeten Tweet zur Situation in Minneapolis geäußert, wo nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz Unruhen ausgebrochen sind. Trump twitterte sinngemäß: "Wenn die Plünderungen beginnen, beginnt auch das Schießen."

In einem Tweet zuvor hatte er bereits angekündigt, die Nationalgarde einzusetzen, sollte die Situation in der Stadt nicht unter Kontrolle gebracht werden. Minnesotas Gouverneur Tim Walz hat bereits den Notstand ausgerufen, nachdem Protestanten u.a. eine Polizeiwache angezündet haben.
twitter.com (beanstandeter Tweet), twitter.com (Statement Twitter), zeit.de via Reuters (1:16-Min-Video Proteste Minneapolis)

VW investiert rund 2 Mrd Euro in E-Mobilität in China.

VW will rund 2 Mrd Euro in E-Mobilität in China investieren. Rund die Hälfte fließt in das Joint-Venture JAC Volkswagen. Dafür erhält VW 50 % an JAC-Mutter JAG und stockt die Beteiligung an JAC Volkswagen von 50 auf 75 % auf. Die zweite Milliarde fließt in den Batteriehersteller Gotion High-Tech, bei dem VW dann 26 % hält und zum größten Anteilseigner aufsteigt.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Ex-“Handelsblatt”-Vize Oliver Stock wird Chef von Weimers “Wirtschaftskurier”.

Weimer Media Group verpflichtet Oliver Stock als Print- und Online-Chefredakteur des Wirtschaftkuriers. Stock war bis 2016 "Vize-Chef vom "Handelsblatt", danach "Wiwo"-Vize und Kommunikationschefs der Versicherungsgruppe Ergo. Seit September 2019 war Stock als Sprecher der Management-Beratung Kienbaum tätig.
turi2 - eigene Infos

Lese-Tipp: Ex-Artenschmuggler sieht Behörden als die unfreiwillig besten Helfer.

Lese-Tipp: Der illegale Verkauf von Wildtieren aus Südamerika nach Europa und in die USA ist ein Milliardengeschäft mit Gewinn-Margen oft höher als im Drogenhandel. Denise Hruby erzählt im "SZ-Magazin" die Geschichte des ehemaligen Arten­schmugglers Johann Zillinger, der nach 30 Jahren im Geschäft bei Interpol ausgepackt hat. Die effektivsten Helfer der Schmuggler seien unfreiwillig oft die Artenschutz-Behörden selbst, sagt er.
"SZ-Magazin" 22/2020, S. 10 - 19 (Paid)

Netflix-Talkshow ist die letzte Sendung von Frank Elstner.

Letzter Auftritt: TV-Legende Frank Elstner verabschiedet sich bei Netflix vom Bildschirm. Ab dem 12. Juni läuft die zweite Staffel seiner Talkshow "Wetten, das war’s?", danach ist Schluss: "Diese Sendung ist meine letzte", sagt Elster zu "Bild". Gäste in den fünf Episoden sind Klaas Heufer-Umlauf, Joko Winterscheidt, Lena Meyer-Landrut, Charlotte Roche und Daniel Brühl. Die erste Staffel der Sendung lief bei YouTube.
"Bild", S. 4, bunte.de, turi2 edition #9 (großes Interview)

Zitat: Rudi Völler ruft Jung-Kicker zur Vernunft.

"Ich habe als junger Profi auch Fehler gemacht. Nur sind die nie rausgekommen. Mich wundert, dass die Spieler heute nicht cleverer sind."

Rudi Völler, Ex-Nationaltrainer und Sportdirektor von Bayer Leverkusen, appelliert im "Focus"-Interview an die Vorbild-Rolle junger Profi-Kicker. Öffentlich zelebrierte Goldsteaks und eingeflogene Promi-Frisöre - "das geht nicht", sagt Völler.
focus.de (Vorabmeldung)

Basta: Elon Musk versteht was von Rundum-Vermarktung.

Produktverquickung: NBC-Latenight-Veteran Jay Leno macht zusammen mit Elon Musk in dessen Elektro-SUV Cybertruck eine Spritztour durch Los Angeles. Scheinbar spontan fahren sie durch den Test-Tunnel der Musk-Firma The Boring Company. Zur perfekten Musk-Markting-Show fehlt eigentlich nur noch eine SpaceX-Rakete, die ihnen im Tunnel entgegen kommt.
youtube.com (6--Min-Video) via mashable.com, theverge.com

Renner: Friede Springer soll sich beim Vorstand über Julian Reichelt beschwert haben.

Unfriede: Die nicht gerade diplomatische Art von "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt stößt bei Verlegerin Friede Springer offenbar übel auf. Sie habe sich vor ein paar Wochen beim Springer-Vorstand "sehr emotional" über Reichelts "aggressiven Kampagnen­journalismus" beschwert, hört Kai-Hinrich Renner von mehreren, voneinander unabhängigen Quellen im Verlag. Ein Sprecher will den Vorfall nicht kommentieren, betont aber das "Chefredakteursprinzip" und die "offene Streitkultur" im Haus, bei der die Redaktionen "nicht versuchen zu schreiben, was Vorstand und Eigentümer für richtig halten".
berliner-zeitung.de

Social-Media-Dekret: Trump droht Twitter & Co mit Klagen.

Persönliche Fehde: US-Präsident Donald Trump sagt seinem Lieblings-Sprachrohr Twitter den Kampf an. Am Abend hat Trump ein Dekret unterzeichnet, mit dem er soziale Netzwerke stärker regulieren will. Die US-Telekommunikations­aufsicht FCC soll die bisherige Regelung prüfen und überarbeiten, dass Online-Dienste nicht für von Nutzern veröffentlichte Inhalte wie Kommentare und Videos haftbar gemacht werden können. Die als "Section 230" bekannte Regelung erlaubt den Plattformen zudem, gegen bestimmte Inhalte oder Nutzer*innen vorzugehen, etwa sie zu löschen. Diese Privilegien könnten durch Trumps Vorstoß kippen. Auch eine mögliche Zerschlagung der Konzerne bringt Trump ins Gespräch.

Offiziell begründet Trump seinen Schritt mit dem Schutz der Meinungsfreiheit: Die Plattformen seien nicht länger neutral, sondern betrieben politischen Aktivismus. Konkreter Auslöser dürfte sein, dass Twitter zwei Tweets von ihm als irreführend markiert hat. Rechtsexpert*innen bezweifeln, dass Trumps Vorgehen juristisch stichfest ist. (Foto: Evan Vucci / AP Photo / Picture Alliance)
tagesspiegel.de, handelsblatt.com, spiegel.de, cnn.com, turi2.de (Background)

Berlin lockert Corona-Regeln und hebt Höchstgrenze für Demos auf.

Corona-Beschränkungen: Der Berliner Senat beschließt weitreichende Lockerungen, u.a. fällt bei Demonstrationen bereits ab Samstag die Höchstgrenze von 100 Teilnehmer*innen. Allein fürs Pfingstwochenende sind mehr als 60 Demos angemeldet. Private Treffen sind ab Samstag mit bis zu fünf Personen erlaubt, Kinos dürfen ab dem 30. Juni wieder öffnen.
tagesspiegel.de, rbb24.de (Lockerungen), rbb24.de (Demos)

Rolf Grummel wechselt von Madsack zum Allgäuer Zeitungsverlag.

Allgäuer Zeitung wirbt Rolf Grummel, 50, als Geschäftsführer bei Madsack ab. Er wechselt zum 1. Dezember zum Allgäuer Zeitungsverlag nach Kempten und folgt auf Markus Brehm, der in den Ruhestand geht. Grummel ist seit 2015 für Madsack tätig, aktuell als Geschäftsführer der Töchter Mediastore, Medienagentur und Digitalathleten.
all-in.de via augsburger-allgemeine.de

Englische Premier League plant Wiederanpfiff am 17. Juni.

Premier League nimmt am 17. Juni den Spielbetrieb wieder auf - unter strengen Hygiene­vorschriften, mit regelmäßigen Corona-Tests und ohne Zuschauer. Für die 92 noch ausstehenden Partien setzt die englische Fußball-Liga am Wochenende zehn verschiedene Anstoßzeiten an, unter der Woche laufen Spiele am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag um 19 und 21 Uhr.
kicker.de, sueddeutsche.de

IG Metall wirft VW-Chef Diess Versagen in der Krise vor und fordert Erklärung.

Volkswagen: Vorstandschef Herbert Diess (Foto) musste sich am Abend vor dem Aufsichtsrat verantworten und die Produktionsprobleme beim Golf 8 erklären. Eine von manchen erwartete Eskalation blieb aus. Zuvor hatte die IG Metall Diess in einem offenen Brief Versagen in der Krisenbewältigung und der öffentlichen Darstellung des Konzerns vorgeworfen, zuletzt bei der Reaktion auf die rassistische VW-Werbung. Die ganze Belegschaft leide "jeden Tag unter dem Verlust des Ansehens" von VW, manche würde ihren Arbeitgeber inzwischen sogar verleugnen.
handelsblatt.com (Brief), handelsblatt.com (Aufsichtsrat), waz-online.de (Paid)

Zahl des Tages: Bahn fordert Schadenersatz von LKW-Herstellern.

Zahl des Tages: Auf 385 Mio Euro Schaden­erssatz verklagt die Deutsche Bahn die größten europäischen LKW-Hersteller wegen angeblich überhöhter Preise infolge eines Kartells. Die Bahn hat extra eine Inkasso-Tochter gegründet und sich die Ansprüche der anderen Kläger, u.a. die Bundeswehr und rund 200 Speditions­firmen, abtreten lassen. Das Landgericht München hat Bedenken, ob die Klage begründet ist.
wiwo.de

Hockenheimring fehlt im Formel-1-Kalender vorerst.

Formel 1 fährt vorerst einen Bogen um Deutschland, berichtet "Auto Motor und Sport". Im Notentwurf des Rennkalenders steht der Hockenheimring nicht drin. Die Rennstrecke in Nordbaden könnte aber nachrücken, wenn eines der Rennen in Übersee ausfällt. Zuvor geht es ab dem 5. Juli bis Anfang September an fast jedem Wochenende durch Europa - ohne Zuschauer. In welchem Umfang Journalisten zugelassen werden, ist noch unklar.
auto-motor-und-sport.de via digitalfernsehen.de

Zitat: “Tagesthemen”-Moderatorin Caren Miosga über die Konkurrenz zum “heute-journal”.

"Klar macht mir das was aus. Die Kollegen senden nicht nur früher, da sind halt noch mehr Menschen wach, sie senden auch pünktlicher."

"Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga ärgert sich manchmal, dass ihre ZDF-Kollegen Claus Kleber und Marietta Slomka mehr Zuschauer*innen erreichen. Dafür bekommen Miosga und ihr Team künftig fünf Minuten mehr Sendezeit.
tagesspiegel.de

Basta: Gerhard Schröder wird zum Instagram-Star.

Haarige Sache: Altkanzler Gerhard Schröder macht nicht nur als aufstrebender Podcaster Furore, sondern erlaubt via Instagram-Kanal seiner Frau Soyeon Schröder-Kim auch Einblicke in seine persönliche Mähnenpflege. Zur Erinnerung: Schröder zog 2002 gegen die Nachrichtenagentur ddp vor Gericht, um Berichte über sein gefärbtes Haupthaar zu unterbinden. Jetzt geht sogar eine Grimasse vor dem Badezimmer-Spiegel klar; immerhin: Wahlweise gibt es Schröder auch in Insta-Varianten mit Blumenstrauß oder Bratpfanne.
instagram.com (Kanal Soyeon Schröder-Kim), spiegel.de, faz.net, turi2.de (Background Schröder-Podcast)

Lese-Tipp: Roland Pimpl interviewt Carina Laudage und Frank Thomsen zur Zukunft des “stern”.

Lese-Tipp: Carina Laudage, Geschäftsführerin der G+J-Digitalmedien und Verlagsleiter Frank Thomsen stellen sich im Doppel-Interview Roland Pimpls Fragen zur Zukunft des "stern". Über die genaue Zahl der bisher abgeschlossenen "stern"-Digitalabos schweigen sich beide aus; dafür wollen sie "stern plus" werbefrei halten. Printtechnisch ist im Herbst wohl ein Heft-Relaunch geplant; auch die engere Verzahnung des "stern" mit RTL- oder n-tv-Personal scheint möglich.
horizont.net

Parship-CEO Tim Schiffers über unfreiwilliges Home Office und Werbung im Lockdown.


Liebesdienst mit Abstandsregeln: "Wir waren keine Firma, die für New Work an vorderster Front stand." Im Video-Interview mit turi2.tv spricht Parship-CEO Tim Schiffers über die anfangs eher unfreiwillige Nachhilfe in Sachen Home Office, die sein Unternehmen durch die Corona-Krise erhalten hat. Seit Mitte März arbeiteten alle Mitarbeiter*innen von zuhause aus, gerade werde diskutiert, wie und wann zumindest Teile der Belegschaft in die Büros zurückkehren sollen. Auch wenn er von der Produktivität seines Teams in der Situation "extrem positiv überrascht" sei, kann sich Schiffers mit einer dauerhaften Home-Office-Lösung für alle, wie es sich etwa Facebook für seine Beschäftigten wünscht, nicht anfreunden.

Genug zu tun hatten Schiffers Mitarbeiter*innen in den letzten Monaten offenbar: Die Registrierungen und Aktivitäten auf den Parship-Angeboten hätten sich nach einem kurzen Rückgang zu Beginn der Pandemie "ganz eindeutig positiv" entwickelt, so der Geschäftsführer. Das Unternehmen, bekannt für seine Werbeplakate mit schönen Menschen auf rotem Grund, die sich angeblich alle elf Minuten ineinander verlieben, sei "weiterhin sehr stark werblich aktiv". Vom kleineren Wettbewerbsumfeld habe Parship profitiert und etwa im Fernsehen günstige Werbeplätze eingekauft.

Im März wurde bekannt, dass die Parship-Gruppe durch die Übernahme des US-Entertainment-Anbieters The Meet Group u.a. den Konkurrenz-Dienst Lovoo aus Dresden unter das eigene Dach holen möchte. Schiffers spricht auch darüber, wie sich das Geschäft mit kurz- und langfristigen Liebes-Absichten in dieser Konstellation künftig nebeneinander entwickeln könnte. Er hoffe, dass aus den Lovoo-Nutzer*innen von heute die Parship-Nutzer*innen von morgen werden.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Background), turi2.de (Dating in der Corona-Krise)

Presserat verteilt sechs öffentliche Rügen – davon fünf für “Bild”.

Presserat verteilt sechs öffentliche Rügen, wovon "Bild" und bild.de allein fünf kassieren: Der Springer-Titel hat mehrmals Fotos von Unfall- oder Verbrechensopfern gezeigt sowie deren vollständige Namen und persönliche Lebensumstände veröffentlicht - ohne Zustimmung der Angehörigen. Die sechste Rüge geht an die "Volksstimme" in Sachsen-Anhalt, die "eine strafbare Handlung als Kavaliersdelikt dargestellt habe".
dwdl.de