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“Die Content-Strategie ist das A und O” – Studio71-Chef Alexander Krawczyk über Sichtbarkeit und Monetarisierung von Sport-Content auf YouTube & Co.

29. Oktober 2025

“Gerade auf algorithmusgetriebenen Plattformen ist die Formatidee entscheidender als die eigentliche produktionelle Umsetzung”, sagt Alexander Krawczyk. Der Chef von Studio71 erklärt im Interview mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow, wie Sportmarken ihre Sichtbarkeit und Reichweite auf Plattformen ausbauen können. Dabei komme es u.a. auf Geduld und einen langen Atem an. Sein Studio71 ist einst als Influencer-Netzwerk gestartet, hat sich inzwischen aber auch ein Sport-Portfolio mit Partnern wie Sport1, “Kicker”, Baller League, Sportdigital oder Dyn aufgebaut. Krawczyk erklärt auch, warum neben Livesport Archivrechte immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Studio71 steht für mich vor allem für Influencer Marketing, YouTube-Stars und die Creator Economy. Seit einiger Zeit sind Sie aber auch mit einem großen Portfolio an renommierten Sport-Publishern im Sportmarketing aktiv. Welche Bedeutung hat das Segment für Sie inzwischen, verglichen mit Ihren anderen Standbeinen?
Das Segment Sportreichweite hat sich mittlerweile neben unserem Creator-Business zu einer weiteren tragenden Säule in unserem Leistungsportfolio entwickelt – und das aus gutem Grund: Sport liefert nicht nur hochrelevanten Content, sondern vereint auch Reichweite, Emotionen und Glaubwürdigkeit auf einzigartige Weise. Diese Mischung macht Sportumfelder zu einem besonders attraktiven Werbeplatz mit hoher Brand Safety für Marken. Wir bei Studio71 haben dieses Potenzial schon früh erkannt und über die Zeit mit unseren namhaften Partnern ran, Sport1, Kicker, Baller League, Sportdigital, 1. FC Union Berlin und Dyn ein vielfältiges Sportportfolio aufgebaut, das unseren reichweitenstarken Creator- und Publisher-Content perfekt ergänzt.

Sport-Events wie Olympia und Fußball gelten ja gemeinhin als letztes verlässliches Lagerfeuer im TV. Ändert sich das gerade und welche Sportarten betrifft das?Sportklassiker wie Olympia und Fußball sind nach wie vor unangefochtene TV-Hits. Doch parallel wächst die digitale Nutzung von Sport-Content rasant, und eröffnet neue Chancen, auch kleinere Sportarten stärker ins Rampenlicht zu rücken. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist die Darts-WM bei unserem Partner SPORT1, die sowohl im klassischen Fernsehen als auch digital zu einem echten Highlight avanciert.

Welche Rolle spielt YouTube bei dieser Verschiebung?
Die Präsenz bestimmter Sport-Themen auf YouTube steigert deren öffentliche Wahrnehmung und kann beispielsweise durch die Zusammenarbeit mit passenden Creators zusätzlich weiter angekurbelt werden. Außerdem können Content-Publisher auf YouTube neue Zielgruppen erschließen, die sie über ihre klassischen Kanäle wie TV oder Websites nicht erreichen. Das bedeutet noch mehr Sichtbarkeit und Reichweite – und neue Möglichkeiten, Content effektiv zu monetisieren.

Wie helfen Sie Sportarten und Content-Kanälen Reichweite auf YouTube aufzubauen?
Die Content-Strategie ist das A und O. Dabei fragen wir uns: Wie viel Content steht zur Verfügung? Welche Rechte hält unser Partner? Und vor allem: Wo steckt das größte Potenzial? Ein Paradebeispiel ist Sportdigital: Vor unserer Zusammenarbeit verzeichnete ihr YouTube-Kanal, auf dem sie Fußball-Highlights von verschiedenen europäischen Top-Ligen veröffentlichten, rund 30.000 Abonnenten. Doch wir haben schnell erkannt, dass es algorithmisch viel mehr Sinn machen würde, für jede Liga einen eigenen Kanal zu starten. Das Ergebnis? Wir konnten dadurch den Content-Output sowohl qualitativ als auch quantitativ deutlich steigern. Kürzlich hat Sportdigital mit seinem Hauptkanal die magische 100.000-Abonnenten-Grenze überschritten, während die Sub-Channel mittlerweile zusammen fast 40.000 Abonnenten verzeichnen – ein klarer Beweis für den Erfolg unseres Ansatzes!


Sport ist Business: Das sportliche Portfolio von Studio71.

Können Sie konkrete Tipps geben, wie Sportmarken ihre Sichtbarkeit ausbauen können?
Gerade auf algorithmusgetriebenen Plattformen ist die Formatidee entscheidender als die eigentliche produktionelle Umsetzung. Angesichts der Vielzahl an bereits bestehenden Inhalten auf dem Markt muss man heute gezielt nach Nischen suchen und herausfinden, wie man diese kreativ und optimal bedienen kann. Dabei ist Geduld gefragt, denn eine gute Formatidee sollte eine lange Lebensdauer haben und das Potenzial, über lange Zeit frischen, relevanten Mehrwert für Zuschauer, Nutzer oder Follower zu liefern.

Wie läuft generell die Monetarisierung von Sport-Inhalten?
Wir sind mit der Nachfrage im Markt sehr zufrieden. Natürlich ist sie in Jahren mit großen Events wie der Fußball-EM, WM oder den Olympischen Spielen besonders hoch, aber auch in “Nicht-Sportjahren” können sich die Ergebnisse sehen lassen – ein klares Zeichen dafür, dass die Relevanz von Sport-Inhalten dauerhaft gegeben ist.

Wie blicken Sie lang- und mittelfristig auf die Entwicklung des Marktes?
In den nächsten Jahren sehen wir neben den Live-Rechten besonders großes Potenzial im Bereich Archiv- und Katalogrechte. Archivrechte von zeitlos relevantem Content bieten enorme Möglichkeiten, vor allem im Doku-Bereich. Ein gutes Beispiel ist die Serie “FC Hollywood” der ZDF-Kollegen. Hier steckt noch viel ungenutztes Potenzial!

Studio71 gilt als eine der führenden Digital-Media- und Entertainment-Firmen weltweit. Das Unternehmen vereint mehr als 500 YouTube-Kanäle und erreicht monatlich über 4 Mrd Minuten Wiedergabedauer auf YouTube. Die ProSiebenSat.1-Tochter ist spezialisiert auf Influencer-Marketing, Branded Content, Originalproduktionen und die digitale Distribution von Videoinhalten. Die Plattform vermarktet Inhalte auf eigenen Kanälen und auf Drittplattformen wie YouTube, Facebook und Instagram.

Welche Trends machen Sie in der Content- und Channel-Entwicklung aus?
Sport-Lizenzcontent im AVOD-Bereich ist heute meist schon direkt nach Abpfiff verfügbar – ein Szenario, das vor zehn Jahren noch unvorstellbar war. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch den Einstieg von Playern wie Dazn und Prime Video ins Sportrechtegeschäft vorangetrieben. Für Content-Publisher heißt das: Schnelle Veröffentlichungen sollten zum Standard werden, und auch Verträge sollten Klauseln enthalten, die das ermöglichen. Gleichzeitig erlebt das Genre der Sport-Dokumentationen einen stetigen Bedeutungszuwachs – ein Trend, der mit dem phänomenalen Erfolg von “Deutschland – Ein Sommermärchen” begann und seither immer weiter Fahrt aufnimmt.

2026 wird ein großes Sportjahr: Es geht schon im Februar mit den Olympischen Spielen in Italien los, im Sommer steht die Fußball-WM der Männer an. Was erwarten Sie sich von 2026 für Ihr Sportgeschäft?
Wir blicken voller Zuversicht auf das kommende Sportjahr und die hochkarätigen Sport-Events, die es bereithält. Für 2026 erwarten wir eine spürbar steigende Nachfrage nach digitalen, brandsafen Werbeumfeldern im Sportbereich. Und diese Prognose bestätigt sich bereits in den ersten Werbebuchungen, die wir erfolgreich unter Dach und Fach gebracht haben. Unser Portfolio ist optimal aufgestellt, um den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden.

Dieses Interview ist Teil der Themenwoche Sport bei turi2. Alle Beiträge der Reihe lesen >>>

(Foto: ProSiebenSat.1/Studio71)

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