artcount
  • News
  • Zukunft
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Jobs
  • Termine
  • edition
  • podcast
  • werben bei turi2
  • suchen auf turi2
  • FAQ
  • werben bei turi2
  • Team
  • Newsletter
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Firmen
  • Termine
  • Edition
  • podcast
  • turi2.tv
  • turi2 folgen
  • Partner
  • RSS-Feed
  • Datenschutz
  • Impressum

Es graswurzelt was: Wie das Jahr 2026 die Zuversicht in Medien, Wirtschaft und Politik zurückbringen könnte.

29. Januar 2026

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sieht schwarz für das Land. Diese ernüchternde Bilanz steht ganz am Anfang einer repräsentativen und tiefenpsychologischen Studie, hinter der die Initiative 18, #UseTheNews und die Marktforschungsagentur Rheingold Salon stehen. Mitte Mai 2025 kam die Studie heraus – als Startschuss für das “Projekt Zuversicht”. Sein Ziel: Zuversicht verbreiten, und Kontrapunkte gegen Fake News und gesellschaftliche Spaltung setzen. Nicht mal ein Jahr später zeigt das Projekt erste Ergebnisse. Also kein Grund mehr, schwarzzusehen? Markus Trantow fragt im Rahmen der Themenwoche Zukunft bei turi2 nach dem Stand des Projekts.

von Markus Trantow

Schon die Liste der Medienfirmen, die sich am “Projekt Zuversicht” beteiligen, liest sich wie das Who-is-Who der Medienbranche. Da kommen etwa das gemeinnützige Medienhaus Correctiv, Funke, “Die Zeit”, RTL und ProSiebenSat.1 zusammen. Auch die Vermarkter Weischer, RMS und ARD Media können sich auf den gemeinsamen Nenner “Zuversicht” einigen und machen mit. Genauso wie die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung und die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung, sowie zahlreiche Firmen und weitere Verbände. Darauf, dass es in Deutschland mehr Zuversicht braucht, können sich offensichtlich alle einigen.

Für die Macherinnen und Macher des “Projekts Zuversicht” standen am Anfang eher besorgniserregende Umfrageergebnisse. “Wir fahren das Land vor die Wand, wenn wir weiter so machen wie bisher”, dieser Aussage stimmten Anfang 2025 immerhin 78 % der Befragten einer Studie des Rheingold Salons zu. Ganze 67 % fühlten sich von Gesellschaft und Politik alleingelassen. Einher ging diese Einschätzung mit einem Vertrauensverlust in Institutionen – und das, obwohl eine Mehrzahl der Befragten eigentlich konstatiert, dass es ihnen und ihren Familien im Prinzip gut geht.

Als Problem identifizierten die Studienmacher damals u.a. fehlende Selbstwirksamkeit. Nur 10 % der Befragten glaubten, selbst etwas bewirken zu können. 50 % waren dagegen der Meinung, nichts bewirken zu können. Auch die Medien bekamen ihr Fett weg: Ihnen wurde Panikmache vorgeworfen und zwei Drittel der Befragten gaben an, selbst zuversichtlicher sein zu können, würden die Medien nicht immer alles “so negativ berichten”.

“Die Studie ist die bislang wichtigste in meiner beruflichen Karriere und ein Herzensprojekt, da sie die Grundlagen unseres Zusammenlebens betrifft”, kommentiert Jens Lönneker, Gründer und Geschäftsführer von Rheingold Salon – wohl auch, weil es bei der reinen Zustandsbeschreibung nicht bleiben sollte.

Die Studie war der Auftakt für das “Projekt Zuversicht”. Die Idee: Nachwuchskräfte aus der Kreativwirtschaft, Journalismus und Politik sollen Konzepte entwickeln und Projekte aufsetzen, die das Ziel haben, das verloren gegangene gesellschaftliche Gemeinschaftsgefühl und Selbstwirksamkeit zurückzuholen. Heute, ein knappes Jahr später, haben drei Hackathons stattgefunden. Herausgekommen sind neun Projekte aus den Bereichen Kreation, Journalismus und Politik – Mitte Januar wurden sie vorgestellt.

Die Ideen der jungen Menschen für Journalismus, Politik und Marketing sind vielfältig, sie haben aber eines gemeinsam: Sie sind inklusiv statt exklusiv – und viele von ihnen bürsten gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten radikal gegen den Strich.

Etwa bei “Reversed Politics”. Hier gehört der Jugend die Bühne und die Politik soll zuhören – und anschließend mit den jungen Menschen diskutieren. Das Projekt “Media Buddies” will Bürgerinnen und Bürger mit Medienschaffenden zusammenbringen: Das Matching-Format kann zu Dialog und Perspektiv-Austausch führen – oder sogar zu gemeinsamen Recherchen. Ein anderes Projekt will Händler dazu bewegen, 5 % der Werbeflächen in ihren Märkten für Zuversichts- und Gemeinschaftsinhalte zur Verfügung zu stellen: Die Wortschöpfung der jungen Kreativen dafür lautet “Zuvertising” – eine Mischung aus “Zuversicht” und “Advertising”. Und das sind erst drei von insgesamt neun Ideen.


Weiterführende Links zu “Projekt Zuversicht”:
Pressemitteilung zu Studie und Projektstart:
presseportal.de

Pressemitteilung mit allen Gewinner-Projekten:
rheingold-salon.de

Aufruf für Kreativ-Wettbewerb:
weischer.net

Die Initiatoren zeigen sich begeistert: “Alle drei Ideathons haben gezeigt, wie viel Energie und positiver Spirit entsteht, wenn man jungen Talenten den Raum gibt, im Dienste der Gesellschaft konkrete Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten”, sagt etwa Lönneker. Welche Projekte es in die Realisierung schaffen, soll sich im April entscheiden. Dann lädt das Projekt Zuversicht zu einem “Megathon” ein. Ziel werde es sein, “die Siegerkonzepte der Ideathons zu durchdachten und umsetzungsfähigen Projekten weiterzuentwickeln”, erklärt Meinolf Ellers, Geschäftsführer von #UseTheNews. Er hofft nach den Erfahrungen der Ideathons auf “einen echten Aufbruch”.

Und auch die öffentliche Aufmerksamkeit für das Projekt Zuversicht soll bis dahin noch wachsen: Der Agenturen-Verband GWA und das Medienunternehmen Weischer schreiben aktuell einen Kreativ-Wettbewerb für das Projekt aus. Gesucht werden neue Kampagnen-Ideen, mit denen junge Zielgruppen für verlässliche Nachrichten begeistert werden können.

Dieser Text ist Teil der Themenwoche Zukunft bei turi2. Alle Beiträge der Reihe >>>
Du willst Input für unsere Themenwochen liefern oder als Werbepartner oder Sponsor dabei sein? Mehr Infos hier >>>

(Foto: Lena-Marie Haring / UseTheNews gGmbH)

    • “Zeit für eine neue Zeitung” – So sehen die neue Marken-Identität und Kampagne der noz/shz aus.

      Die Zeitungsgruppe noz/shz in Osnabrück und Flensburg präsentiert sich mit einer neuen Marken-Identität – flankiert mit einer Werbekampagne mit dem Claim “Zeit für eine neue Zeitung”. Der erste Flight, der ab heute in Niedersachsen und Schleswig-Holstein läuft, zeigt Wortspiele wie &...
      weiterlesen
    • Social-Media-Verbot für Kinder in Australien – und in Europa? Diese Länder diskutieren Verbote von Tiktok, Youtube & Co.

      Zu jung für Social Media? Immer mehr Staaten wollen Australiens Beispiel folgen und die Jüngsten von bestimmten Apps fernhalten. Nicola Trenz hat sich in unserer Rubrik NewsKNAcker, die wir zusammen mit der KNA veröffentlichen, einen Überblick verschafft, welche Verbote diskutiert werden und wie...
      weiterlesen
    • “Bullying ist wieder salonfähig” – ARD-Korrespondentin Gudrun Engel über Beleidigungen von Journalisten.

      In seiner zweiten Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump den Medien den Kampf angesagt. Er drohte zahlreichen Redaktionen mit juristischen Schritten und strengte eine Klage gegen die BBC an. Das Heimatschutzministerium plant, die Visa für ausländische Korrespondenten drastisch zu verkürzen. Für ...
      weiterlesen
    • Kurz und KNAckig: Jana Ballweber kritisiert Arbeitsverweigerung der Medienpolitik.

      Wenn es um den Umgang mit Instagram, TikTok & Co geht, ist aktuell Australien das große Vorbild der Medienpolitiker: Dort ist es Unter-16-Jährigen nun gesetzlich verboten, Social Media zu nutzen. Wenn es nach einigen deutschen Politik-Promis geht, könnten junge Menschen auch hierzulande bald...
      weiterlesen
    • Blick in die Glaskugel: Wie Gerald Hensel Markenverantwortliche zukunftsfest machen will.

      “Brand Future Scenarios” sollen mit KI die Zukunft erlebbar machen, um Markenverantwortliche in der Strategiearbeit zu unterstützen. Gerald Hensel von der Marketingberatung Superspring erzählt im Rahmen der Themenwoche Zukunft bei turi2, welcher Mehrwert entsteht, wenn aus Zielgruppe...
      weiterlesen
    • Premiere für die Flimmerkiste: Vor 100 Jahren lief der erste Fernseher.

      Viereckige Augen vom Glotzen: Als 1926 der erste mechanische Fernseher lief, war dessen Siegeszug kaum abzusehen. Ob Castingshows oder Wettspiel-Abend und “Tagesschau” oder Tier-Doku – was als Technikexperiment begann, endete als Massenmedium im Wohnzimmer, beschreibt Daniel Zander i...
      weiterlesen
    • Ist das ein Trend, oder kann das weg? Von Trends, Hypes und allem dazwischen.

      Trends sind leise Verhaltensänderungen, Hypes dagegen laute Versprechen ohne Belege, finden Christian Simon und Johannes Klingebiel. Die Hosts des Podcasts “Hype Institut” sortieren in ihrem Gastbeitrag für die Themenwoche Zukunft das aktuelle Buzzword-Bingo und loten die Grenzen der...
      weiterlesen
    • “Die Menschen entwickeln nicht mehr automatisch Freude, nur weil etwas ‘nachhaltig’ ist.” Sebastian Ackermann über die Kommunikation von erneuerbaren Energien und sein TikTok-“Dilemma”.

      Hat der Begriff “Energiewende” ausgedient? Sebastian Ackermann, Leiter Kommunikation und Marke bei EnBW, spricht im Interview mit turi2 lieber von der “Transformation der Energieinfrastruktur”, auch weil der Begriff “Energiewende” sich zunehmend abnutze und au...
      weiterlesen
    • Mut zur Schnecke: Warum Philosophin Rebekka Reinhard der “Raketen-Geschwindigkeit” der KI mit Langsamkeit begegnet.

      Ausgerechnet ein Magazin über KI setzt auf gedrucktes Papier als “Artefakt”, das zur Langsamkeit zwingt. “human”-Chefredakteurin Rebekka Reinhard erklärt im Auftakt-Interview zur Themenwoche Zukunft bei turi2, warum sie Haptik gegen die “Raketen-Geschwindigkeit̶...
      weiterlesen

    Artikel-Navigation

    ← turi2 am Abend: Emotion, Investitionsverpflichtung, Paul Ronzheimer. turi2 am Morgen: Themenwoche Zukunft, Correctiv, Wolfram Weimer. →

Werktags um 7 und 17 Uhr die wichtigsten News aus Medien, Marketing und PR als Newsletter. Jetzt abonnieren!

Loading...

Suchen auf turi2.de

Banner turi2 Themenwoche
Impressum, Datenschutz, Mediadaten, FAQ, RSS-Feed, Termine
Dieses Blog läuft mit WordPress