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Für welche Anwendungsgebiete und Jobs spielt KI künftig eine zentrale Rolle, Ralf Herbrich?

31. März 2023

KI for Future? “KI kann und wird uns unter­stützen, nachhaltiger zu leben”, glaubt Ralf Herbrich. Seine These untermauert er mit Beispielen wie der Optimierung von Batterie­speichern, der Text­erkennung im medizinischen Alltag oder der automatisierten Reife­grad­erkennung von Obst und Gemüse. Der Geschäfts­führer des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam teilt Ängste vor dem Weg­fall etlicher Jobs nicht und sieht KI als “wert­volles Werkzeug, das uns Leben und Arbeit erleichtern kann, wenn wir es intelligent einsetzen”. Weil KI weder Welt­verständnis noch Gefühlen folge, bleibe der Mensch “absolut notwendig”.
 

 
Von Ralf Herbrich
 
Neue Technologien verändern die Art, wie wir leben und arbeiten. Das gilt im besonderen Maße für Schlüsseltechnologien, die nicht auf einen Bereich beschränkt sind, sondern uns in sehr vielen Lebensbereichen begegnen. Dazu zählt auch die Künstliche Intelligenz. KI unterstützt uns schon heute im Alltag: Ob bei der Suche im Internet oder in Onlineproduktkatalogen, bei der digitalen Fotografie oder in Übersetzungsprogrammen – überall profitieren wir bereits täglich von KI, aber ihr Potenzial ist viel größer. Branchenübergreifend verändert sie bereits Berufe und Geschäftsfelder. Im Gesundheitswesen werden heute schon Ärzte mit Methoden der KI dabei unterstützt, medizinische Daten automatisiert auszuwerten und Krankheiten schneller und zuverlässiger zu diagnostizieren. Behandlungen können dadurch besser auf das Individuum zugeschnitten werden. Aufwändige medizinische Dokumentationspflichten, die bisher die knappe Zeit von medizinischem Fachpersonal in Anspruch nehmen, werden dank KI-basierter Spracherkennung oder Texterstellung viel effizienter erledigt. Im Onlinehandel wird KI nicht nur benutzt, um schneller Produkte zu finden, sondern auch um diese nachhaltig zu lagern. Es wird heute begonnen, automatisierte Reifegraderkennung von Obst und Gemüse mit Hilfe von speziellen Sensoren und KI-Methoden vorzunehmen, um den Verlust in den Lieferketten zu minimieren. Das kommt nicht nur der gesamten Lieferkette zugute, sondern auch der Umwelt.

Großes Potenzial für zukünftige KI-Anwendungen sehe ich im Bereich der Energiewirtschaft: KI kann und wird uns unterstützen, nachhaltiger zu leben. Das beginnt beim intelligenten Steuern von Wärme- und Lichtreglern im Haushalt, bis hin zur nachhaltigeren Nutzung von Batteriespeichern, deren Lebensdauer durch eine adaptive Steuerung erheblich verlängert werden kann: nur Batterien, die lange halten, sind wirklich nachhaltig.

Angst vor Jobverlusten teile ich nicht, denn ich betrachte KI vielmehr als wertvolles Werkzeug, das uns Leben und Arbeit erleichtern kann, wenn wir es intelligent einsetzen. Sie kann uns bei der Arbeit und Entscheidungsfindung unterstützen, etwa Routineaufgaben übernehmen oder uns inspirieren. Es ist einfacher, einen Text zu korrigieren, als diesen selbst zu schreiben. Chatbots wie Chat GPT sind dafür eine große Hilfe: sie schreiben den ersten Entwurf eines Textes mit Vorgabe weniger Stichpunkte aber die finale Korrektur wird weiterhin bei den Menschen liegen. Diese Arbeit kann KI uns bereits abnehmen, aber den letzten Schritt der inhaltlichen Prüfung nicht. KI-Methoden beruhen auf der Auswertung riesiger Datenmengen und Wahrscheinlichkeiten aber keinem Weltverständnis und Gefühlen; eine Korrektur durch uns Menschen ist daher noch absolut notwendig – das gilt sowohl für Texte, als auch für Bilder, Filme oder Ton. Die Erfahrung zeigt aber auch: Die Arbeitswelt wird sich mit neuen KI-Anwendungen dahingehend wandeln, dass auch neue Jobs entstehen werden.

Mich freut, dass sich viele junge Menschen für KI interessieren und eine breite Debatte angestoßen wurde, wie wir KI produktiv in allen Bereichen des Lebens nutzen können. Blind vertrauen dürfen wir der KI und ihren Ergebnissen nicht – aber wir sollten offen an die Technologie herangehen, mit ihr experimentieren und die vielen Chancen, die sie für die Gesellschaft und Jobs bietet, ergreifen.

Dieser Text ist Teil der Themenwoche Digitalisierung & KI – bis 2. April fragen wir auf turi2.de, wie der technologische Fortschritt Medien, Wirtschaft und Gesellschaft verändert.

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