artcount
  • News
  • Zukunft
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Jobs
  • Termine
  • edition
  • podcast
  • werben bei turi2
  • suchen auf turi2
  • FAQ
  • werben bei turi2
  • Team
  • Newsletter
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Firmen
  • Termine
  • Edition
  • podcast
  • turi2.tv
  • turi2 folgen
  • Partner
  • RSS-Feed
  • Datenschutz
  • Impressum

Ein Meisterwerk der Freiwilligkeit – Wikipedia feiert 25. Geburtstag.

15. Januar 2026

Täglich schlagen Millionen Menschen Informationen bei Wikipedia nach. Dahinter stecken wiederum Millionen Menschen, die in ihrer Freizeit Artikel verfassen. Ein System, das in 25 Jahren unersetzlich geworden ist, beschreibt Anna Mertens in unserer Rubrik NewsKNAcker, die wir zusammen mit der KNA veröffentlichen. KI macht es dem Lexikon-Giganten aber derzeit schwer – und auch manch ein Staat verschließt seinen Bewohnern den Zugang zum Online-Wissensschatz.

Von Anna Mertens (KNA)

Wikipedia ist weltweit ein Begriff. Die Online-Enzyklopädie ist zu einem festen Bestandteil nahezu aller Gesellschaften und Sprachgruppen geworden. Millionen Menschen nutzen die Plattform täglich, stündlich, ja minütlich. Statistiken zufolge zählt Wikipedia weltweit zu den am häufigsten frequentierten Internetseiten. Letzter Stand lag die Plattform auf Platz sieben, auch wenn die Klickzahlen in der Tendenz etwas gesunken sind. Mittlerweile haben KI-Seiten wie ChatGPT die Enzyklopädie überholt. Vor 25 Jahren, am 15. Januar 2001, wurde der Grundstein für das gemeinnützige Projekt gelegt.

Im Angebot sind etwa 60 Millionen Artikel in rund 330 Sprachen und auch Dialekten. Die größte Plattform ist die englischsprachige Wikipedia mit rund sieben Millionen. Die deutsche Wikipedia ist mit etwa drei Millionen Artikeln nach Englisch und Cebuano, einer Sprache der Philippinen, die drittgrößte weltweit. Cebuano, die auch als Visayan oder Bisayan bekannte Sprache, wird von etwa 18 Millionen Menschen auf den Philippinen gesprochen. Wobei es hier viele automatisiert erstellte Artikel gibt. Würde man indes alle deutschen Artikel in Bücher drucken, ergäbe dies laut Wikipedia aktuell 1.795 Lexikonbände.

Schnelle Information

Der Name Wikipedia setzt sich zusammen aus Wiki, dem hawaiianischen Wort für schnell, und encyclopedia, dem englischen Wort für Enzyklopädie. Ein Wiki ist übersetzt ein Webangebot, dessen Seiten jeder leicht und ohne technische Vorkenntnisse direkt im Webbrowser bearbeiten und nutzen kann. Laut Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales ist das Ziel der Plattform, “eine frei lizenzierte und hochwertige Enzyklopädie zu schaffen und damit lexikalisches Wissen zu verbreiten”.

Wikipedia war und ist weiterhin eine frei zugängliche Online-Enzyklopädie. Betrieben wird die Enzyklopädie von der Wikimedia Foundation, einer gemeinnützigen und Spendensammelnden Organisation mit Sitz im amerikanischen San Francisco. In vielen Ländern arbeiten darüber hinaus unabhängige Wikimedia-Vereine mit der Stiftung zusammen.

Viele Ehrenamtliche

Im Regelfall verfassen ehrenamtliche “Wikipedianer” die Artikel. Jeder kann mitmachen. Allein für das deutsche Wikipedia gibt es mehrere Millionen angemeldete Nutzer. Wirklich aktiv Beiträge verfassen aber rund 37.000 Nutzer. Etwa 18.000 sind auf der deutschsprachigen Seite wenigstens einmal im Monat tätig.

Diese hohe Zahl macht die Plattform besser, aber auch angreifbarer und beeinflussbarer. Entsprechend wurde das Kontrollverfahren der Artikel mit der Zeit stetig weiterentwickelt. So wurde im Laufe der Jahre eingeführt, dass Artikeländerungen von erfahrenen Autoren und Editoren geprüft werden, bevor ein Besucher der Website sie sehen kann. Anonym agierende Lobbyisten oder Adressen von diffamierenden Nutzern können gesperrt werden.

Die Regeln sind streng. Die für die deutschsprachige Community gelten sogar als besonders strikt. Artikel müssen stets als Fließtexte von einem neutralen Standpunkt aus verfasst werden, und alle Quellen müssen vertrauenswürdig sein. Die Zahlen der Neueinsteiger bei Wikipedia sind, wohl auch aufgrund der Strenge anderer Nutzer, zuletzt gesunken. Die Qualität der Enzyklopädie wird immer wieder als gut bewertet.

Wiki für Kinder

Ein Projekt von Google, eine Alternative zu Wikipedia aufzubauen, scheiterte. Dennoch bleibt die Suchmaschine Google in KI-Zeiten die meistgenutzte Internetseite weltweit. Mit der Zunahme von KI-generierten Kurzartikeln spart sich mittlerweile der ein oder andere ganz den Weg zu Wikipedia, auch wenn KI-Inhalte fehleranfällig sind.

Über die Jahre entwickelten sich aber auch zahlreiche Rand- und Ergänzungsprojekte zur klassischen Wikipedia-Enzyklopädie. So entstand etwa Marjorie-Wiki. Hier werden Artikel gesammelt, die in der deutschsprachigen Wikipedia auf Grund ihrer fragwürdigen Relevanz gelöscht wurden. Oder Klexikon und Miniklexikon, ein Wiki-Angebot für Kinder, mit insgesamt rund 5.000 Artikeln.

Sperrungen und Proteste

Nicht jeder ist mit allen Wikipedia-Artikeln einverstanden; immer wieder kommt es zu Sperrungen. In China war die Plattform immer wieder auch über längere Zeiträume nicht zugänglich, in der Türkei gab es eine drei Jahre andauernde Sperrung, und auch die usbekische Version war eine Zeit lang nicht aufrufbar. Gegen die Türkei-Sperrung legte die Wikimedia Foundation sowohl beim Verfassungsgericht als auch beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde ein.

Auch gegen einzelne Artikel wird immer wieder protestiert. Jüngst ging die Beschwerde so weit, dass Gründer Wales laut Berichten selbst eingriff und die weitere Bearbeitung eines umstrittenen Artikels zu Gaza sperrte. Er begründete das mit dem Neutralitätsprinzip der Plattform.

(Foto: Harald Oppitz/KNA)

Dieser Text ist Teil unserer neuen Lese-Reihe “NewsKNAcker”: Alle 14 Tage veröffentlicht turi2 ein Lese-Stück aus dem Ticker der Nachrichten-Agentur KNA – im Wechsel mit der Medienkolumne Kurz und KNAckig.
weitere Beiträge

    • “Zeit für eine neue Zeitung” – So sehen die neue Marken-Identität und Kampagne der noz/shz aus.

      Die Zeitungsgruppe noz/shz in Osnabrück und Flensburg präsentiert sich mit einer neuen Marken-Identität – flankiert mit einer Werbekampagne mit dem Claim “Zeit für eine neue Zeitung”. Der erste Flight, der ab heute in Niedersachsen und Schleswig-Holstein läuft, zeigt Wortspiele wie &...
      weiterlesen
    • Social-Media-Verbot für Kinder in Australien – und in Europa? Diese Länder diskutieren Verbote von Tiktok, Youtube & Co.

      Zu jung für Social Media? Immer mehr Staaten wollen Australiens Beispiel folgen und die Jüngsten von bestimmten Apps fernhalten. Nicola Trenz hat sich in unserer Rubrik NewsKNAcker, die wir zusammen mit der KNA veröffentlichen, einen Überblick verschafft, welche Verbote diskutiert werden und wie...
      weiterlesen
    • “Bullying ist wieder salonfähig” – ARD-Korrespondentin Gudrun Engel über Beleidigungen von Journalisten.

      In seiner zweiten Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump den Medien den Kampf angesagt. Er drohte zahlreichen Redaktionen mit juristischen Schritten und strengte eine Klage gegen die BBC an. Das Heimatschutzministerium plant, die Visa für ausländische Korrespondenten drastisch zu verkürzen. Für ...
      weiterlesen
    • Kurz und KNAckig: Jana Ballweber kritisiert Arbeitsverweigerung der Medienpolitik.

      Wenn es um den Umgang mit Instagram, TikTok & Co geht, ist aktuell Australien das große Vorbild der Medienpolitiker: Dort ist es Unter-16-Jährigen nun gesetzlich verboten, Social Media zu nutzen. Wenn es nach einigen deutschen Politik-Promis geht, könnten junge Menschen auch hierzulande bald...
      weiterlesen
    • Blick in die Glaskugel: Wie Gerald Hensel Markenverantwortliche zukunftsfest machen will.

      “Brand Future Scenarios” sollen mit KI die Zukunft erlebbar machen, um Markenverantwortliche in der Strategiearbeit zu unterstützen. Gerald Hensel von der Marketingberatung Superspring erzählt im Rahmen der Themenwoche Zukunft bei turi2, welcher Mehrwert entsteht, wenn aus Zielgruppe...
      weiterlesen
    • Es graswurzelt was: Wie das Jahr 2026 die Zuversicht in Medien, Wirtschaft und Politik zurückbringen könnte.

      Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sieht schwarz für das Land. Diese ernüchternde Bilanz steht ganz am Anfang einer repräsentativen und tiefenpsychologischen Studie, hinter der die Initiative 18, #UseTheNews und die Marktforschungsagentur Rheingold Salon stehen. Mitte Mai 2025 kam die Stud...
      weiterlesen
    • Premiere für die Flimmerkiste: Vor 100 Jahren lief der erste Fernseher.

      Viereckige Augen vom Glotzen: Als 1926 der erste mechanische Fernseher lief, war dessen Siegeszug kaum abzusehen. Ob Castingshows oder Wettspiel-Abend und “Tagesschau” oder Tier-Doku – was als Technikexperiment begann, endete als Massenmedium im Wohnzimmer, beschreibt Daniel Zander i...
      weiterlesen
    • Ist das ein Trend, oder kann das weg? Von Trends, Hypes und allem dazwischen.

      Trends sind leise Verhaltensänderungen, Hypes dagegen laute Versprechen ohne Belege, finden Christian Simon und Johannes Klingebiel. Die Hosts des Podcasts “Hype Institut” sortieren in ihrem Gastbeitrag für die Themenwoche Zukunft das aktuelle Buzzword-Bingo und loten die Grenzen der...
      weiterlesen
    • “Die Menschen entwickeln nicht mehr automatisch Freude, nur weil etwas ‘nachhaltig’ ist.” Sebastian Ackermann über die Kommunikation von erneuerbaren Energien und sein TikTok-“Dilemma”.

      Hat der Begriff “Energiewende” ausgedient? Sebastian Ackermann, Leiter Kommunikation und Marke bei EnBW, spricht im Interview mit turi2 lieber von der “Transformation der Energieinfrastruktur”, auch weil der Begriff “Energiewende” sich zunehmend abnutze und au...
      weiterlesen
    • Mut zur Schnecke: Warum Philosophin Rebekka Reinhard der “Raketen-Geschwindigkeit” der KI mit Langsamkeit begegnet.

      Ausgerechnet ein Magazin über KI setzt auf gedrucktes Papier als “Artefakt”, das zur Langsamkeit zwingt. “human”-Chefredakteurin Rebekka Reinhard erklärt im Auftakt-Interview zur Themenwoche Zukunft bei turi2, warum sie Haptik gegen die “Raketen-Geschwindigkeit̶...
      weiterlesen

    Artikel-Navigation

    ← turi2 am Abend: Emotion, Investitionsverpflichtung, Paul Ronzheimer. turi2 am Morgen: Themenwoche Zukunft, Correctiv, Wolfram Weimer. →

Werktags um 7 und 17 Uhr die wichtigsten News aus Medien, Marketing und PR als Newsletter. Jetzt abonnieren!

Loading...

Suchen auf turi2.de

Banner turi2 Themenwoche
Impressum, Datenschutz, Mediadaten, FAQ, RSS-Feed, Termine
Dieses Blog läuft mit WordPress