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Kurz und KNAckig: Was Patricia Schlesinger von der Politik lernen kann.

24. Juli 2025

Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger berät jetzt Führungskräfte in Kommunikationskrisen – auch wenn sie sich mit ihrer eigenen Kommunikations­krise nach dem Auffliegen des RBB-Skandals “nicht wirklich für den Job empfohlen hat”, schreibt KNA-Mediendienst-Redakteurin Jana Ballweber in unserer Kolumne Kurz und KNAckig. Verglichen mit den Beträgen, die Andreas Scheuer oder Jens Spahn durch Maut und Masken­deals versenkt haben, kam Schlesinger “rein image­technisch noch mit einem blauen Auge davon”. Bei der nächsten Kommunikations­­krise könnte sich Spahn also direkt von Schlesinger beraten lassen, schlägt Ballweber vor.

Die Kolumne “Kurz und KNAckig” vom KNA Mediendienst erscheint alle 14 Tage donnerstags bei turi2.
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Von Jana Ballweber (KNA)

Die meisten Menschen werden es in ihren Betrieben merken: Mit dem Älterwerden der Generation der Babyboomer steht eine Rentenwelle ungeahnten Ausmaßes an. Viele sehen das System als solches in Gefahr; das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung nimmt in seinem Vorschlag zum Boomer-Soli sogar das böse Wort “Umverteilung” in den Mund.

Aber nicht alle machen da mit. Einige rüstige Boomer trauen sich auch kurz vor der Rente noch, ganz neue Karrierewege einzuschlagen. Zum Beispiel Patricia Schlesinger. Die Ex-RBB-Intendantin hat nach dem Ende eines der zahlreichen Gerichtsprozesse gegen sie oder mit ihr nun offenbar etwas Tagesfreizeit übrig und berät künftig für eine Berliner Agentur Führungskräfte in Kommunikationskrisen.

Nun könnte man gehässig anmerken, dass Schlesinger sich in ihrer ganz eigenen Kommunikations­krise nach dem Auffliegen des RBB-Skandals nicht wirklich für den Job empfohlen hat. Und doch muss man das öffentliche Ansehen einer Person ja immer in Relation zu den versenkten Millionen (oder gar Milliarden) sehen. Nimmt man die Schadens­ersatz­forderungen zum Maßstab, die der RBB weiter gegen Schlesinger erhebt – 1,7 Millionen Euro wegen unrecht­mäßiger Boni, 88.000 wegen der ARD-Zulage, 13,6 Millionen wegen des Digitalen Medienhauses –, kam Schlesinger rein image­technisch noch mit einem blauen Auge davon.

Lernen kann sie allerdings von der Politik. 243 Millionen Euro setzte Andreas Scheuer (CSU) mit der geplatzten Pkw-Maut in den Sand, 2,3 Milliarden fordern Maskenlieferanten vom Bund wegen der ihrer Aufklärung harrenden Maskendeals von Jens Spahn (CDU) – Verfahrenskosten noch nicht mitgerechnet. Beide waren nach ihrem Fauxpas noch länger politisch aktiv, Scheuer bis 2024 im Passauer Stadtrat, und Spahn ist bekanntlich Fraktionschef der Union im Bundestag.

Ein wenig aufholen kann Schlesinger diesen Gender-Verant­wortungs­losigkeits-Gap aber noch. Bei einem monatlichen Ruhegeld von 18.300 Euro könnte sie in den kommenden 20 Jahren 4,4 Millionen Euro erhalten, falls das Gericht ihr den Anspruch nicht nur für Januar 2023, sondern bis zum Lebens­ende zusprechen sollte. Für manche Unions­männer immer noch Peanuts, aber Schlesingers Lapsus geht ja auch nicht auf den vergleichs­weise üppigen Bundes­haushalt, sondern auf das schmale Budget des beitrags­finanzierten RBB.

Vielleicht könnte Jens Spahn sich ja bei der kommenden Kommunikations­krise direkt von Schlesinger beraten lassen. Diese Woche startete Correctiv eine “Enthüllungs­serie” über Spahn und dessen Verflechtungen mit Wirtschaft und Medien, die den Steuer­zahler Millionen gekostet haben sollen. Denn bis zur Rente sind es für den 1980 geborenen Spahn ja noch ein paar Jährchen.

(Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa / picturedesk.com)

Dieser Text ist Teil der Kolumnen-Reihe “Kurz und KNAckig”, die alle 14 Tage erscheint.
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