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Macht New Work aus der Deutschen Welle eine neue Welle, Felix Kaiser?

3. März 2023

Krönt das neue Arbeiten: New Work darf kein Selbstzweck sein, glaubt Felix Kaiser. Bei Veränderungs­prozessen “gehören Bedenken der Mitarbeitenden dazu”, weshalb deren “frühzeitige und umfassende” Information und Einbindung wichtig sei. Der Brand Manger ist Teil des New-Work-Teams der Deutschen Welle und beobachtet, dass die Vielfalt im deutschen Auslandssender eine gewisse Komplexität bei der Umsetzung neuer Prozesse mit sich bringt. Entsprechernd “variiert auch die Veränderungs­geschwindigkeit” schreibt er in seinem Gastbeitrag.
 
Von Felix Kaiser
 

 
Veränderung ist kein Selbstzweck, und neu ist nicht immer besser. Es gäbe also nichts Schädlicheres, als New Work als Selbstzweck zur Veränderung anzusehen. Das Wachstum der DW über die letzten Jahrzehnte auf mittlerweile 32 Sprachen und etwa 4.000 Mitarbeitende weltweit birgt große Herausforderungen, darf aber nicht als lähmend verstanden werden.

Die DW ist für die sich ständig verändernde Medienlandschaft für die Zukunft gut aufgestellt – mit einer klaren Mission, Vision und Strategie. Und sie braucht (unter anderem) New Work, um in ihrem globalen Wettbewerbsumfeld bestehen zu können.

Unsere New-Work-Initiativen unterstützen die im Unternehmen erfreulicherweise vorhandene Veränderungsbereitschaft.

Wie in jedem Unternehmen galt es bereits in der Grundlagenarbeit zu New Work, klare Kriterien zu definieren, um später klare Handlungsrahmen ableiten zu können. Die drei zentralen Handlungsfelder, innerhalb derer alle Maßnahmen einzuordnen sind, lauten Digital Leadership & Collaboration, die Veränderung zum Digital Workplace sowie die Entstehung neuer Begegnungsorte, physisch wie virtuell.

Ein Beispiel für den Beitrag des New-Work-Projektteams zur Transformation: Für die Digitalisierung der DW-Programmangebote liefert es Methoden, um Workflows zu modernisieren und das Mindset, um Teams Prozesse mutig angehen zu lassen. Klassisches Change-Management, könnte man meinen, aber die Aspekte von New Work in der DW decken in ihrer Breite viel mehr ab, als nur die vorliegende Herausforderung zu betrachten. Langfristig sät New Work ein Denken, das der DW hilft, sich immer wieder und immer weiter zu verändern.

Nachhaltige Veränderungen im Arbeitsumfeld sind schwierig, und Bedenken der Mitarbeitenden gehören dazu. In einem öffentlichen Unternehmen scheinen diese noch stärker ausgeprägt zu sein. Daher ist es wichtig, die Mitarbeitenden frühzeitig und umfassend zu informieren und in die Veränderungsprozesse aktiv einzubinden, z.B. durch interne Umfragen und Mitbestimmung.

New Work ermöglicht Dinge, die früher nicht möglich waren. „Die DW-Standorte Bonn und Berlin sind mehr zusammengewachsen als in den knapp 30 Jahren vorher“, sagen viele langjährige Mitarbeitende. Und auch global bewegt sich viel. Eine Redakteurin in einem Auslandsstudio ist heute nicht weiter entfernt von der Redaktionskonferenz als ein Kollege, der sich aus dem Homeoffice in der Eifel zuschaltet.

Aber natürlich ist nicht alles so einfach. Diversität und Internationalität sind die großen Stärken der DW. Vielfalt ermöglicht wichtige Perspektivwechsel, doch der Mix aus vielen Nationalitäten, Sprachen und (Arbeits-)Kulturen erfordert auch Flexibilität und einem unternehmensweiten Kulturwandel. Diese Komplexität unterscheidet uns sicherlich von anderen Organisationen.

Entsprechend variiert auch die Veränderungsgeschwindigkeit. Während beispielsweise die Indonesisch-Redaktion in Siebenmeilenstiefeln unterwegs zu sein scheint, tun sich andere Abteilungen schwerer. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie die handelnden Personen selbst. Diesem Umstand soll die Zusammenstellung des New Work-Teams Rechnung tragen. Bei uns treibt ein direktionsübergreifendes, diverses Team aus den Bereichen Journalismus, Projektleitung, Kommunikation und der Organisationsentwicklung den Wandel gemeinsam voran.

New Work ist für die DW also keinesfalls nur ein „Feigenblatt“, das auf der Karriere-Website nicht fehlen darf. Jedoch strahlt die sinnstiftende Mission „Wir informieren Menschen weltweit, damit sie sich frei entscheiden können“ heller, als es New Work jemals könnte.

Mein Fazit? Wer im New-Work-Kontext nur Buzzwords hört und leere Worthüllen vermutet, wird bei uns eines Besseren belehrt werden. Denn seit ihrer Gründung vor 70 Jahren verändern nicht neue Methoden oder flexible Arbeitszeiten und wechselnde Gebäude die DW, sondern die Menschen, die hier arbeiten. Diejenigen, die New Work aktiv leben, werden in Zukunft einen besonders großen Beitrag dazu leisten, diese Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Mit frischen Ideen und Mindsets. Für freie Informationen und freie Entscheidungen.

Dieser Beitrag erscheint in der Themen-Woche Future of Work bei turi2, in der wir auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen der Arbeitswelt schauen.

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