Es ist Ende Januar, sämtliche Festtagsbeleuchtung ist abgebaut – und? Wer kann noch kaum erwarten, dass es wieder heller und Frühling wird? turi2 schaut in der zumindest gefühlt dunkelsten Zeit des Jahres eine Woche lang in die Zukunft von Medien, Marketing und PR. Wie erreichen Nachrichten und Werbung künftig ihr Publikum? Wie beeinflusst KI, was wir wahrnehmen? Wie verdienen Medien abseits der großen Plattformen künftig ihr Geld – und wo kommt die ganze Energie dafür her?
Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns – gemeinsam mit unserem Themenwochenpartner EnBW – vom 26. Januar bis 1. Februar. Wir suchen bewusst einen konstruktiven Blick auf die Kommunikationsgesellschaft mit mutigen Ideen und weitreichenden Visionen.
Hier erscheinen bis 30.1. die Beiträge der Themenwoche Zukunft.
In Gundelsheim in der Nähe von Heilbronn entsteht die Energie der Zukunft: Der zweitgrößte Solarpark in Baden-Württemberg erzeugt schon jetzt Strom für rund 22.000 Haushalte pro Jahr. Bis Ende 2027 wächst die Anlage um Batteriespeicher und zwei Windkraftanlagen und bringt so drei wichtige Gewerke der erneuerbaren Stromerzeugung zusammen. turi2 besucht die Anlage von Versorger EnBW mit Kamera und Mikrofon und blickt im Rahmen der Themenwoche Zukunft hinter die Kulissen der Stromproduktion und der Kommunikation solcher Großprojekte: In welchen Medien und mit welchen Mitteln kommuniziert EnBW? Wie begegnet der Konzern Ängsten und Befürchtungen von Anwohnern? Und inwieweit ist es möglich, echte Gegner der Erneuerbaren ins Boot zu holen? Über diese und andere Fragen sprechen Miriam Teige, Pressesprecherin erneuerbare Energien, und Tim Morath, Leiter PV-Entwicklung Süd bei EnBW, mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow. turi2.de/tv (8-Min-Video auf YouTube)
Mut zur Schnecke: Ausgerechnet ein Magazin über KI setzt auf gedrucktes Papier als “Artefakt”, das zur Langsamkeit zwingt. “human”-Chefredakteurin Rebekka Reinhard erklärt im Auftakt-Interview zur Themenwoche Zukunft bei turi2, warum sie Haptik gegen die “Raketen-Geschwindigkeit” der Tech-Welt stellt – und warum das unserem Hirn guttut. Sie warnt davor, das “Selbstdenken” Algorithmen zu überlassen, die uns zur unkritischen Bequemlichkeit erziehen. “Wenn wir das Denken auslagern, werden wir faul. Es ist wie im Sport: Muskeln, die man nicht trainiert, verkümmern.” weiterlesen…
Hat der Begriff “Energiewende” ausgedient?Sebastian Ackermann, Leiter Kommunikation und Marke bei EnBW, spricht im Interview mit turi2 lieber von der “Transformation der Energieinfrastruktur”, auch weil der Begriff “Energiewende” sich zunehmend abnutze und auf viele Menschen bedrohlich oder belehrend wirke. Mittel- und langfristig sind die Erneuerbaren für ihn allerdings der einzige Weg, um günstig zu wirtschaften. Auf welchen Wegen der Energieversorger seine Botschaft an Kunden und Mitarbeitende bringt und warum die Video-Plattform TikTok ihm “Kopfschmerzen” bereitet, erklärt Ackermann im Gespräch mit Markus Trantow. weiterlesen…
Trends sind leise Verhaltensänderungen, Hypes dagegen laute Versprechen ohne Belege, finden Christian Simon und Johannes Klingebiel. Die Hosts des Podcasts “Hype Institut” sortieren in ihrem Gastbeitrag für die Themenwoche Zukunft das aktuelle Buzzword-Bingo und loten die Grenzen der Vorhersagbarkeit aus. Sie stellen u.a. fest: Wenn es heißt, Firmen würden wegen KI Leute feuern, ist das oft nur “PR-Laminat auf wirtschaftlich motivierten Entlassungen”, die in Wahrheit nichts mit der Technologie zu tun haben. weiterlesen…
Es graswurzelt was: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sieht schwarz für das Land. Diese ernüchternde Bilanz steht ganz am Anfang einer repräsentativen und tiefenpsychologischen Studie, hinter der die Initiative 18, #UseTheNews und die Marktforschungsagentur Rheingold Salon stehen. Mitte Mai 2025 kam die Studie heraus – als Startschuss für das “Projekt Zuversicht”. Sein Ziel: Zuversicht verbreiten, und Kontrapunkte gegen Fake News und gesellschaftliche Spaltung setzen. Nicht mal ein Jahr später zeigt das Projekt erste Ergebnisse. Also kein Grund mehr, schwarzzusehen? Markus Trantow fragt im Rahmen der Themenwoche Zukunft bei turi2 nach dem Stand des Projekts. weiterlesen…
“Brand Future Scenarios” sollen mit KI die Zukunft erlebbar machen, um Markenverantwortliche in der Strategiearbeit zu unterstützen. Gerald Hensel von der Marketingberatung Superspring erzählt im Rahmen der Themenwoche Zukunft bei turi2, welcher Mehrwert entsteht, wenn aus Zielgruppenclustern konkrete Personen werden, mit denen sich interagieren lässt. Die Szenarien wollen “keine Sicherheit liefern und keine Vorhersagen treffen”, sagt er. Weshalb sich ein Blick in die fiktive Zukunft trotzdem lohnen soll, hat Tim Gieselmann aufgeschrieben. weiterlesen…
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