DW-Mitarbeiter demonstrieren für die deutschen Programme.

DW-Logo zerstört (Bild: Gewerkschaftliches Aktionskomitee der Deutschen Welle)

DW-Mitarbeiter fürchten, dass ohne deutsche Sendungen das “Herz des Programms zerstört wird”. (Bild: Gewerkschaftliches Aktionskomitee der Deutschen Welle)

German Wave statt Deutscher Welle? Der Unmut der Mitarbeiter der Deutschen Welle gegen Intendant Peter Limbourg wird lauter. Mit einem offenen Brief protestieren sie gegen Limbourgs Pläne, die deutschsprachigen Programme einzustellen, sollte die Bundesregierung dem Auslandssender nicht deutlich mehr Geld zur Verfügung stellen. Sprache sei “zentral für die Identität eines Landes”, heißt es. Mit dem Verlust der deutschen Sprache im Programm würde die Deutsche Welle “auch ihre Blickwinkel und Themen verlieren”.

 

Die “chronische Unterfinanzierung” der Deutschen Welle dürfe nicht dazu führen, dass das “Herz des Programms zerstört wird”, warnen die Mitarbeiter in ihrem Brief. Diesen haben mehr als 100 Prominente aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft unterzeichnet, darunter Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller, Schriftsteller Martin Walser sowie die Regisseure Volker Schlöndorff und Fatih Akin. Neben dem deutschen Programm stehen auch die spanischen und arabischen Programme auf der Kippe. Intendant Limbourg will sich aufs Englische konzentrieren, um in einer Liga mit CNN und BBC zu spielen. Am Montagnachmittag wollen die DW-Mitarbeiter dagegen mit einem Protestzug in Berlin demonstrieren.
netzpolitik.org, taz.de