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Können wir per Twitter das Klima retten, Nick Heubeck?

23. April 2021

Temperaturfühler: Fridays-for-Future-Aktivist Nick Heubeck meint, dass soziale Medien die politische Selbstwirksamkeit stärken. Im Kampf gegen die Klimakrise sind sie wichtige Schauplätze, Lokalzeitungen und die Bäckerei um die Ecke aber auch, schreibt Heubeck in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #14. Das Buch mit allen Beiträgen und Interviews erscheint am 6. Mai.

Für mich ist die gesellschaftliche Wirkung der Bewegungen zur Klimagerechtigkeit in den letzten Jahren nur mit Social Media vorstellbar. Wir setzen ganz zentral auf digitale Plattformen. Damit wollen wir vorrangig drei Ziele erreichen: Wir bewegen Menschen zur Teilnahme an unseren Aktionen, zum Streiken, zum Spenden oder zum Werben. Wir verstärken darüber die Aufmerksamkeit für unsere Proteste, erreichen durch die Nutzung unterschiedlicher Plattformen einen Großteil der Bürgerinnen – fast komplett ohne Werbebudget. Und wir teilen täglich Informationen über die Klimakrise mit Hunderttausenden.

Sichtbarkeit für unsere Aktionen zu schaffen, funktioniert auf Twitter besser als auf jeder an- deren Plattform, weil die Dichte an Journalistinnen, Meinungsmacherinnen und Politikerinnen hier am höchsten ist. Mit unseren Tweets erreichen wir also genau die Menschen, die entweder die Reichweite unserer Botschaften verstärken können oder die wir mit unseren Forderungen erreichen wollen. Die Absenderinnen dieser Nachrichten brauchen dadurch selbst keine 100.000 Follower, um gehört zu werden: Wie sonst könnten Bilder eines Klimastreiks aus Bad Nenndorf weltweit für Millionen sichtbar sein?

Zusätzlich baut Twitter gesellschaftliche Hierarchien ab. Dass einzelne Nutzerinnen dort mit hochrangigen Politikerinnen sprechen können, wurde auf Clubhouse wochenlang gefeiert. Auf Twitter ist das seit Jahren Realität. Hier können etwa Schülerinnen die Peter Altmaiers dieser Welt und andere Menschen kritisieren, die für die Missstände in der Klimapolitik verantwortlich sind. Und weil sie wissen, dass ein Großteil der Politikerinnen selbst tweetet, können sie auch mit Antworten rechnen. Das stärkt die politische Selbstwirksamkeit. Die Klimakrise werden wir mit Twitter deswegen trotzdem nicht aufhalten. Wir müssen die Plattform als Werkzeug verstehen und die Reichweite als Ansporn, immer wieder von Neuem aktiv zu werden.

Um den notwendigen Wandel im Klimaschutz umzusetzen, ist Twitter nur eines von unzähligen Mitteln. Die Likes und Impressionen dürfen uns aber nicht von einer Sache ablenken: Die Debatten über die Klimakrise müssen in allen Teilen der Gesellschaft geführt werden. Die Twitter-Community gehört da natürlich dazu, es hört bei ihr aber nicht auf. Deswegen streiken wir in Fußgängerzonen, schreiben Kommentare für Lokalzeitungen, veranstalten Podiumsdiskussionen, legen Flyer für Klimastreiks in der Bäckerei aus und sprechen beim Abendessen mit unseren Eltern über das Versagen unserer Regierungen.

Darüber hinaus müssen wir uns gesellschaftlich vernetzen, um Veränderungen zu erkämpfen. Das Ziel: Jede muss ihren Platz im Kampf für ein klimagerechtes Land finden können. Die 1,4 Millionen Menschen vom September 2019 waren dabei ein guter Anfang. Aufhören dürfen wir hier aber nicht.

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