Markenchefin Wortmann will BMW-Werbung mutiger und kontroverser machen.

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Marketingchefin Hildegard Wortmann sucht für BMW neue, mutige Wege in der Kommunikation (Foto: BMW)

Freude am Umparken: Hildegard Wortmann, 50, im Sommer 2016 zur Marketing- und Marken-Chefin von BMW aufgestiegen, fordert in einem ersten großen Interview (mit Bernd Ziesemer für “Bilanz”) einen Spurwechsel für die BMW-Werbung. Wortmann sieht einen “tiefgreifenden technischen Wandel” in der Automobilindustrie und fordert eine “revolutionäre Veränderung im Marketing”. Die BMW-Werbung, die bisher als sehr clean gilt, dürfe dabei “ruhig etwas mutiger werden” und auch “ein kleines bisschen kontroverser sein”. Vielleicht stehe irgendwann beim BMW-Claim “Freude am Fahren” nicht mehr “der satte Motorsound” in Vordergrund, sondern “die perfekte Ausstattung des digitalen Arbeitsplatzes im Auto”.

Wortmann will “Social Media noch stärker nutzen” und mit Hilfe von Big Data die Kommunikation “in Echtzeit” auch “individuell auf den einzelnen Kunden ausrichten”. Sie fordert dafür “einen kompletten Umbau des aktuellen Marketing-Ansatzes”. Auch bei BMW soll die Werbung redaktioneller werden: Wortmann sieht die Marketing-Abteilung als “Content Factory”, sie baut ein “zentrales elektronisches Media Board” auf zur Steuerung aller Kommunikationskanäle. Ihrer Mitarbeiter sollen “schnell und crossmedial” arbeiten, sogenannte “Liquid Teams” sollen als Arbeitsgruppen bestimmte Projekte betreuen und sich “danach wieder auflösen”.

Bei aller “digitalen Begeisterung”, die sie prinzipiell teile, will Wortmann die persönliche Beziehung, “die ein Händler zu einem Kunden aufbaut”, nicht missen. “Empathie und Beziehung” werden, so Wortmann, “sogar ein spezifisches Merkmann von Premium werden”.
“Bilanz” 2/2017, S. 56-59 (Print), bilanz.de (Vorabmeldung)

Ein Gedanke zu „Markenchefin Wortmann will BMW-Werbung mutiger und kontroverser machen.

  1. Axel Erler, Uhlandstr. 2, 88316 Isny

    Ihre Werbung vom “Weg”
    Mein Eindruck ist, daß die Leistunfsfähigkeit des ” Q ” damit nicht zwingend dargestellt wird.
    Was halten Sie von meinem Vorschlag:
    “Wo ein Weg ist, schafft ihn ein ” Q ” !

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