Mein größter Misserfolg – und was ich daraus gelernt habe (3): Ulf Poschardt.


Ulf Poschardt, 2007, damals Chefredakteur von “Vanity Fair” (Foto: Rainer Jensen / dpa / Picture Alliance).

Verliebt in Lernkurven: Ulf Poschardt, Chefredakteur der “Welt”-Gruppe, sieht Scheitern als Chance. Ohne Misserfolge keine Entwicklung, so sein Credo. Er und viele andere Medien-, Marken- und Meinungsmacher schreiben bei turi2, was sie aus schmerzhaften Niederlagen gelernt haben. Erzählen auch Sie uns Ihre Geschichte: post@turi2.de.

Ulf Poschardt, Chefredakteur der “Welt”-Gruppe, erzählt seine Miss-Erfolgsgeschichte:

Je länger ich über die Frage nachdenke, umso weniger kann ich sie klar beantworten.

Wer viel macht, macht auch Fehler. Aus Fehlern können Misserfolge werden, aber ohne Misserfolge, aus denen ohne Traumatisierung wertvolle Lehren gezogen werden können, gibt es keine realen Entwicklungen. Wer aus Angst vor Misserfolgen das Wagnis scheut, scheitert grundsätzlich.

Am Ende ist es wie im Spitzensport: In jeder Saison kann man ein paar Spiele verlieren, solange man am Ende in einem hochkompetitiven Umfeld die Nase vorne hat.

“Jeder Tag ist Tag Null”, wie Jeff Bezos so richtig sagt. Und da gibt es gute Tage und jene, an denen man die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht.

In der Regel ist die Fehleranalyse hilfreich – im Team betreiben wir sie ebenso entspannt wie akribisch: im Print, digital und im Fernsehen. Wir sind verliebt in Lernkurven.

Mehr Geschichten von schmerzhaften Lernschritten unter turi2.de/misserfolg und ab 9. Mai in der turi2 edition #8 Erfolg.

Aus dem Archiv von turi2.tv: “Strengere Maßstäbe für freie Mitarbeiter”: “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt im Gespräch.