“Rhein-Zeitung” lässt nur noch zahlende Leser rein.

Rhein-Zeitung Paywall (Foto: Rhein-Zeitung / Marcus Schwarze)

Die Rhein-Zeitung hat nichts mehr zu verschenken (Foto: Rhein-Zeitung / Marcus Schwarze)

Wolle mer se nimma roilosse? Die Koblenzer “Rhein-Zeitung” macht die Schotten dicht, das Blatt verabschiedet sich vom Metered Model, bei dem bisher zwei Beiträge pro Monat gratis waren. Lesestoff bekommt nur noch, wer dafür löhnt: Etwa 90 Cent für einen Tagespass oder einen Monats-Zugang für 6,90 Euro. Damit verzichtet Chefredakteur Christian Lindner bewusst auf Reichweite, die für ihn ohnehin nur ein “sinnloser Wettbewerb um das möglichst erfolgreiche Verschenken von hart erarbeitetem Content” ist. “Das jahrzehntelange Experiment im Web, mit stets kostenlos angebotenen Inhalten ein neues Medium finanzieren zu wollen”, sei gescheitert, erklärt Digital-Chef Marcus Schwarze. Werbung allein könne den Journalismus im Netz nicht mehr finanzieren. Die “Rhein-Zeitung” hat seit August eine Paywall, dennoch ist die Zahl der Visits auf rhein-zeitung.de relativ stabil geblieben, zuweilen sogar gestiegen. Für Dezember meldet die Zeitung 28.795 zahlende Digitalnutzer.
per Mail, rhein-zeitung.de, rhein-zeitung.de (Schwarze), blog.rhein-zeitung.de (Zahlen)

Ein Gedanke zu „“Rhein-Zeitung” lässt nur noch zahlende Leser rein.

  1. Kurt Mueller

    Das kann im Lokalen grundsätzlich funktionieren – aber bei der Rhein-Zeitung habe ich da so meine Bedenken…

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28921798.html
    “Nur noch Billigjournalismus

    Journalisten werden entlassen, Außenstellen geschlossen: Mit rigorosen Sparmethoden kämpfen Regionalblätter wie die Koblenzer “Rhein-Zeitung” gegen die Finanzkrise – auf Kosten der Qualität: Die kritische Berichterstattung droht zu verschwinden.”

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