Sri Lanka verweigert ARD-Reporterin die Einreise.

Sandra P etersmann (Foto: NDR/DW/Christel Becker-Rau)

Sandra Petersmann (Foto: NDR/DW/Christel Becker-Rau)

Kritik unerwünscht: ARD-Korrespontin Sandra Petersmann darf nicht über die vorgezogene Wahl des Präsidenten in Sri Lanka berichten, auch anderen Journalisten wird die Einreise verweigert. Das südasiatische Land verweigert ihr die Einreise mit der Begründung, ihre Berichte seien in der Vergangenheit “oft zu negativ ausgefallen”. Petersmann ist seit 2012 Korrespondentin im ARD-Hörfunkstudio Südasien in Neu Delhi, zu dessen Berichtsgebiet Sri Lanka gehört.
 
Claudia Spiewak, Hörfunk-Chefredakteurin des NDR, protestiert in einem Brief an das Außenministerium des Inselstaats gegen die Einreiseverweigerung. Sri Lanka sei laut Verfassung eine demokratische Republik, Journalisten an ihrer Arbeit zu hindern sei “ein Verstoß gegen die Pressefreiheit”. Um die steht es in Sri Lanka tatsächlich nicht gut: Auf der Rangliste der Organisation Reporter ohne Grenzen rangiert das Land auf Platz 165 von 180.
presseportal.de

3 Gedanken zu „Sri Lanka verweigert ARD-Reporterin die Einreise.

  1. Pasqal Lefèvfre

    Auf der ARD Seite zum Thema wird behauptet, daß die Wahlbeobachtergruppe “Kampagne für freie und faire Wahlen” (CaFFE) mehr als tausend Beschwerden wegen Gewalttaten erhielt.

    Auf der Startseite von CaFFE dagegen werden 193 Beschwerden (was sicher immer noch zu viel ist) angegeben. Die Zahl, die größer als 1000 ist, bezieht sich auf Beschwerden über Wahlrechtsverletzungen. Hier die Quellen zum Vergleichen:

    http://www.tagesschau.de/ausland/petersmann-srilanka-101.html

    http://www.caffesrilanka.org/

    Entweder ist die CaFFE Seite veraltet, oder die Mitarbeiter der ARD haben die paar Zahlen in den 10 Zeilen nicht richtig verstanden. Oder aber die Personenkreise, die der ARD Reporterin keinen Zugang mehr gewähren wollen, haben schlicht recht. Denn aus 193 Beschwerden über 1000 zu machen wäre tatsächlich zu negativ. Hoffen wir, daß das ein Versehen war.

    Kritk unerwünscht? Der obige Hinweis wurde bei der ARD nicht freigegeben. Wo ist Kritik unerwünscht? Bei der ARD definitiv. Ob das in Sri Lanka auch so ist, bleibt zu prüfen.

  2. Meier Judith Elisabeth

    Mir ist dasselbe passiert im october 2014 obwohl ich seit 10 Jahren immer 6 Monate auf Sri Lanka lebe ich habe dort sehr viel geholfen und mit Sponsoren aus Österreich auch im Tempel geholfen Sich in diesem Land Politisch zu äußern kann einen sogar in das Gefängnis bringen.

  3. Willy Mitsche

    Ein solches Verhalten gegenüber einer Journalistin ist eines demokratischen Staates absolut unakzeptabel, Sri Lanka ist in Wahrheit doch nur eine “Bananenrepublik”. Die demokratische Gesellschaft in der internationalen Staatengemeinschaft sollte einen “cordon sanitaire” um Sri Lanka bilden und kein Tourist mehr dieses Land besuchen sowie alle wirtschaftlichen Beziehungen aussetzen, damit die Regenten es auch finanziell zu spüren bekommen, die Schurken müssen von allen demokratischen Kräften geächtet werden, vielleicht werden sie dann zum Nachdenken angeregt. Solidarität ist jetzt angesagt!!!

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