
P7S1: Daniel Rosemann ist raus, ProSieben und Sat.1 bekommen eigene Senderchefs.
Sender-Karussell: Daniel Rosemann (links), Senderchef von ProSieben und Sat.1, verlässt das Unternehmen nach 15 Jahren “im besten Einvernehmen”, heißt es aus Unterföhring. Kabel-1-Chef Marc Rasmus (Mitte) übernimmt Sat.1 und Hannes Hiller (rechts), SVP Content Development, übernimmt ProSieben. Der bisherige Joyn-CEO Tassilo Raesig sowie René Sahm, bisher CFO und COO, verlassen P7S1 aufgrund “unterschiedlicher Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung der Plattform”. Katharina Frömsdorf wird neue Chefin von Joyn. ProSiebenSat.1-CEO Bert Habets wird zum 1. November ebenfalls Chef der Seven.One Entertainment Group. Neben ihm sind außerdem Chief Content Officer Henrik Pabst und Chief Financial Officer Stefan Endriß Teil der Geschäftsführung. Sixx-Chefin Ellen Koch verantwortet künftig zusätzlich Sat.1 Gold, ProSieben Maxx und Kabel 1 Doku. Das Personal-Karussell begründet Habets im DWDL-Interview mit der Vereinfachung von “Arbeitsprozessen und Reportlinien”. Sat.1 soll sein Profil als Sender für Frauen zwischen 40 und 65 stärken, während ProSieben “von Innovation” lebt. Habets verspricht sich einen “internen Wettbewerb”, der die Kreativität fördert.
presseportal.de (P7S1), presseportal.de (Joyn), dwdl.de (Habets)
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– NEWS –
Weltreise: Im “Meedia”-Interview zeichnet “Welt”-CEO Carolin Hulshoff Pol den Weg der Medienmarke zu “Digital Only” in den “nächsten Jahren”. Wie bei einer Fahrt mit dem Navi müsse man die Strecke immer wieder wegen “äußerer Einflüsse” anpassen. Faktoren seien etwa Papierpreise und Werbemarkt. Das Thema Presseförderung sei wegen der Digital-Strategie für “Welt” eher von “untergeordneter Bedeutung”. Man sei aber “solidarisch”. Der Abschied von Servus TV aus Deutschland bedeute kommendes Jahr einen Stellenabbau, da hierfür “extra Strukturen aufgebaut” wurden. Welt TV solle künftig auch ohne neuen Produktionsauftrag wirtschaftlich laufen.
meedia.de (€)
Lecko mio: Die künftige ARD-Sonntagstalkerin Caren Miosga gründet die Produktionsfirma MIO Media, berichtet epd Medien. Sie produziert laut Vertrag mit dem NDR 2024 und 2025 je 30 Ausgaben des Polittalks, die 60 Min dauern. Die Gesamtkosten liegen bei 13 Mio Euro, der Minutenpreis bei 3.650 Euro. Miosga hält 75 % an MIO Media, der Rest liegt bei Co-Geschäftsführer Marcus Foag.
epd medien Nr. 42/23 (€)
Sweet dreams: Branchenverbände und Vermarkter machen mit der Initiative “Bitte zu Ende denken” gegen das geplante Kinder-Werbeverbot von Landwirtschaftsminister Cem Özdemir mobil. Entsprechende Motive sollen ab heute gedruckt und online erscheinen. Das Gesetz bedeute den Initiatoren zufolge einen Bruttowerbeverlust von 3 Mrd Euro und belaste private Medienunternehmen wie Lebensmittelproduzenten.
presseportal.de
Causa Lindemann: Die Anwälte von Till Lindemann erreichen vor dem Landgericht Hamburg die Bestätigung einer Einstweiligen Verfügung, die der “Süddeutschen” eine Berichterstattung über einen mutmaßlichen Vorfall im Jahr 1996 untersagt. Im Fall der “Spiegel”-Berichterstattung von Mitte Juli sowie gegen die Aussagen der YouTuberin Kayla Shyx erhebt die Kanzlei nun Hauptklage.
weiterlesen auf turi2.de, presseportal.de
PR-Anstoß: Der DFB erwägt offenbar, auch die Heim-EM 2024 mit einer Doku begleiten zu lassen, berichtet Sport1. Für die Amazon-Doku zur WM in Katar soll der Verband bis zu 6 Mio Euro erhalten haben. Bei einer Neuauflage würde der DFB wohl mehr mitsprechen wollen. Die Funktionäre sollen über die Stimmung der Doku und den Veröffentlichungszeitpunkt nicht erfreut gewesen sein.
sport1.de
Fake-Partei: Unbekannte nutzen die Ankündigung über die neue Partei von Sahra Wagenknecht offenbar, um mit einer Website “Spenden” zu sammeln. Wie der “Spiegel” berichtet, gibt die offiziell wirkende Seite Wagenknechts Bundestagsbüro als Urheber an. Die Politikerin erstatte nun Anzeige. Ihre echte Seite soll am Montag online gehen.
spiegel.de, turi2.de (Background)
Brückenbauer: Die Stadt Bonn benennt eine Brücke nach dem 2016 verstorbenen FDP-Politiker Guido Westerwelle. Er wuchs in Bonn auf und habe sich auch als Außenminister und Vizekanzler immer für die Stadt eingesetzt, heißt es. Die Brücke trägt bisher den Namen von Prinzessin Victoria von Großbritannien und Irland.
ga.de
Rede und Antwort: EU-Kommissar Thierry Breton setzt Meta und TikTok beim Thema Fake News im Nahostkonflikt unter Druck. Sie müssen dazu bis zum 25. Oktober einen Fragenkatalog beantworten. Auch sollen die Konzerne beschreiben, wie sie Wahlmanipulation verhindern und Minderjährige schützen.
handelsblatt.com (€)
Disconnecting People: Der finnische Telekom-Ausrüster Nokia streicht bis zu 14.000 Jobs. Konzernchef Pekka Lundmark will so bis Ende 2026 zwischen 800 Mio und 1,2 Mrd Euro sparen. Nokia beschäftigt aktuell 86.000 Mitarbeitende. Der Nettoerlös des Unternehmens brach im 3. Quartal um ein Fünftel auf knapp 5 Mrd Euro ein.
sueddeutsche.de
News-Ticker: Die “Welt” bietet als erste deutsche Medienmarke Paid-Content bei Apple Podcasts. axelspringer.com +++ Taliban lassen Arte-Reporter Mortaza Behboudi frei. sueddeutsche.de (€) +++ Netflix streicht Basis-Abo für Neukundinnen. spiegel.de +++ YouTube führt neue Seite für Nachrichten ein. derstandart.at +++ Elon Musk dementiert Rückzugsgerüchte von X aus der EU. faz.net +++
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Wer die Zukunft gestalten will, braucht jede Menge gute Ideen. Und Inhalte. Die RTL+ All Inclusive Entertainment App. Ein Meilenstein, mit dem wir zeigen, was digitale Innovation und Mut möglich machen. Extrem viel. Zum Sehen. Hören. Lesen. Fühlen. Kostprobe?
“Es war im Gespräch, den RBB aufzusplitten. Es war im Gespräch, den Berliner Teil dem NDR zuzuordnen, den Brandenburger Teil dem MDR.”
Petra Budke, medienpolitische Sprecherin der Grünen im Brandenburger Landtag und Vorsitzende des dortigen RBB-Untersuchungsausschusses, kontert bei einer Podiumsdiskussion Vorwürfe, die Politik würde sich zu sehr in den neuen RBB-Staatsvertrag einmischen. Es gebe einiges, das die Politik nicht getan habe.
sueddeutsche.de (€)
– COMMUNITY –

Mein Podcast-Tipp: Anne Boschan über “Intrinsify”.
Führend im Hören: Anne Boschan, Redaktionsleitung Programmkommunikation und -marketing beim Deutschlandradio, empfiehlt Intrinsify – Wirksamer führen, Bullshitfrei arbeiten. Der Podcast liefert ihr Theorie und Praxis zu Führungsfragen und Organisationsentwicklung. Sie hört ihn meist beim Joggen. Blöd nur, dass sie sich dabei so schwer Notizen machen kann. Besonders ans Herz legen möchte Boschan der turi2-Community auch den Lauf-Podcast Runner’s World.
weiterlesen auf turi2.de
“Jedes Mal, wenn etwas Neues passiert, bekomme ich ein ‘Pling!’ oder ein Lichtsignal auf meinen Bildschirm, das zusätzlich verstärkend ist und meine Aufmerksamkeit lenkt, ich muss da hingucken. Deshalb fällt es mir auch leichter, meine Navigator-App zu deinstallieren als TikTok.”
Psychologin Julia Brailovskaia erklärt im Interview für die turi2 edition #22, warum Social-Media-Apps süchtig machen können. Die Betreiber der Plattformen würden die Mechanismen sehr gut kennen – und sie nutzen, “um die User am Ball zu halten”.
turi2.de, issuu.com (im kostenlosen E-Paper lesen), turi2.de/bestellen (E-Paper abonnieren)
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Meistgeklickter Link heute Morgen: Nach 25 Jahren gehen Stefan Raab und die Banijay-Tochter Brainpool getrennte Wege, meldet DWDL.
dwdl.de
Video-Tipp: Satiriker Sebastian Hotz fabuliert bei Twitter über den neuen Weihnachtsspot von Edeka. Er stellt sich eine Tafel vor, an der u.a. eine junge Frau mit bunten Haaren und ein lächelnder Opa Platz nehmen, dazu der Spruch: “Politik ist Politik. Genuss ist Genuss.” Der Supermarkt nimmt die Spaß-Anleitung wörtlich und setzt sie direkt in einem Spot um.
tiktok.com (31-Sek-Video) via rp-online.de
Hör-Tipp: Paul Ronzheimer war “erstaunt bis erschüttert” darüber, wie schnell die “allergrößten Medien der Welt” die Explosion in einem Krankenhaus in Gaza dem israelischen Militär zugeschrieben haben, sagt er in seinem Podcast. “Wütend” sei er auch ob der eigentlich “tollen Kollegen” beim Deutschlandfunk, die Hamas-Angaben behandelt hätten, als sei die Terrororganisation “eine ganz normale Regierung”.
open.spotify.com (22-Min-Audio)
– BASTA –
Rahm-Bedingungen: Werbe-Ikone Verona Pooth bewirbt sich per “Gala”-Interview um den nächsten Karriere-Schritt. Als Frauenrechtlerin würde sie gerne eine politische Talkshow namens “Pooths Polittalk” starten. Für den Namen hätten wir noch einen anderen Vorschlag: Wie wärs – in Anlehnung an Olaf Scholz‘ “Doppel-Wumms” – mit Verona Pooths “Doppel-Blubb”?
presseportal.de
Redaktion: Nancy Riegel und Tim Gieselmann
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