turi2 am Morgen: Investitionsverpflichtung, Thomas Gottschalk, Michael Freitag.

Versprochene Streaming-Investitionen sind Produktionsallianz zu wenig +++ Gemischte Kritiken für Gottschalk-Abschied bei RTL +++ "Manager Magazin"-Vize Michael Freitag ist "Wirtschaftsjournalist des Jahres" +++

07. Dezember 2025

Zu wenig Strom? Erste Zahlen zu Streaming-Investitionen sind für die Produktionsallianz eine “Mogelpackung”.

Die Selbstverpflichtungs-Investitionen globaler Streamingdienste in Deutschland sollen sich laut einem internen BKM-Papier auf 1,83 Mrd Euro zwischen 2026 und 2030 belaufen, berichtet “The Spot”. Das wären etwa 366 Mio Euro pro Jahr und aus Sicht des BKM im Bereich dessen, was auch eine gesetzliche Investitionsverpflichtung gebracht hätte, gegen die sich Minister Wolfram Weimer positioniert hat. Die Produktionsallianz sieht allerdings eine “Mogelpackung” und macht auf Basis ihrer Zahlen einen Korridor zwischen 2,58 und 3,88 Mrd Euro bis 2030 auf, die möglich wären…
weiterlesen auf turi2.de, the-spot-mediafilm.com via dwdl.de

Zahl des Tages: Durchschnittlich 2,42 Mio Menschen haben sich am Samstag den TV-Abschied von Thomas Gottschalk bei RTL angeschaut. Unter den 14- bis 49-Jährigen kommt “Denn sie wissen nicht, was passiert” auf 16,7 % und holt den Tagessieg, im Gesamtpublikum erreicht der Sender 14 % der Menschen. Den Primetime-Sieg holte sich hier Das Erste mit dem Krimi “Spurlos in Venedig”.
dwdl.de (Gottschalk), dwdl.de (Tagessieg)

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– NEWS –

Gemischte Gefühle: Für den TV-Abschied von Thomas Gottschalk bei RTL finden die Kritiker lobende und tadelnde Worte. Im Spiegel sieht Janko Tietz einen “Abschied auf Kik-Discounter-Niveau”. Johanna Ewald schreibt für die Funke Medien von “Humor, der an alte Gottschalk-Abende erinnert – allerdings an jene, über die man später diskutiert hat”. Marlene Knobloch beurteilt den TV-Abend in der “Zeit” als “unkitschig” und “historisch”. Wie “Bild”, “Welt” und “Tagesspiegel” die letzte Ausgabe von “Denn sie wissen nicht, was passiert” in Stammbesetzung kommentieren…
weiterlesen auf turi2.de

Gut gewirtschaftet: Michael Freitag gewinnt die Wahl zum “Wirtschaftsjournalisten des Jahres” 2025. Der stellvertretende Chefredakteur des “Manager Magazins” überzeugt die Jury des Fachblatts “Wirtschaftsjournalist:in”, das wie turi2 im Medienfachverlag Oberauer erscheint. Die Juroren loben ihn als bestvernetzten Beobachter der Automobilindustrie. Im Ranking folgen Larissa Holzki vom “Handelsblatt” und Horst von Buttlar von der “Wirtschaftswoche”. Marc Beise von der “Süddeutschen Zeitung” erhält den Preis für sein Lebenswerk.
wirtschaftsjournalistin.com, shop.oberauer.com (€)

Klartext? Der NDR-Intendant Hendrik Lünenborg sieht bei der Causa “Klar” vor allem ein Kommunikationsproblem, sagt er “epd medien”. Für ihn “waren bestimmte Zuständigkeiten zu Beginn nicht eindeutig festgelegt”, weshalb “keine stringente Kommunikation” folgen konnte. Angesprochen auf Interna, die zu “Welt” gelangt sind, sagt Lünenborg, er wolle für “psychologische Sicherheit sorgen, damit der Drang, Probleme nach außen zu tragen, geringer wird”. Er verneint zudem, dass das Tischtuch zwischen NDR und BR wie vom “Spiegel” beschrieben “zerschnitten” sei…
weiterlesen auf turi2.de, medien.epd.de (€)

Verteidigt sich: Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wehrt sich mit Medienanwalt Christian Schertz gegen einen “Spiegel”-Bericht. Dieser vermittle den Eindruck eines Interessenkonflikts bei der Förderung des Startups GovRadar durch das Wirtschaftsministerium, der “jeglicher Grundlage entbehrt”. Ministerin Katherina Reiche und zu Guttenberg, “passiver Anteilseigner von weniger als 1 %” bei GovRadar, sind liiert. Er habe von der Förderung nichts gewusst, zudem sei sie schon vor Reiches Amtszeit entschieden worden.
presseportal.de, spiegel.de (Original-Bericht)

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Am Geld scheitert’s nicht: Der Boykott des ESC durch vier Länder, darunter mit Spanien ein großer Geldgeber, bedeutet für den SWR “keine wesentliche Mehrbelastung”, sagt Programmdirektor Clemens Bratzler. Problematisch wäre ein noch größerer Exodus, mit dem ein zweites Halbfinale wegfiele, doch “darauf deutet momentan nichts hin”. Auch Intendant Kai Gniffke teilt dem Rundfunkrat mit, dass “es uns nicht aus der Bahn werfen” wird.
medien.epd.de (€), turi2.de (Background)

Bildet sich weiter: Für Axel Springer hat Künstler Noma Bar die Konzerngrundsätze in Piktogramme übersetzt, die seit Dezember an den globalen Standorten präsent sind. Bar betrachtet sie als “eine tägliche Erinnerung daran, dass wir für universelle Werte einstehen”. CEO Mathias Döpfner sieht in den regelmäßig aktualisierten “Essentials”, “Transparenz”, die “aufrichtiger als jede behauptete Neutralität” sei.
axelspringer.com

Cartoony-Score: Discounter Lidl holt Comic-Figuren zurück auf Teile seiner Müsli-Verpackungen. Die Kinderwerbung prangt nur auf Produkten, die die WHO-Anforderungen für gesunde Lebensmittel erfüllen. So liegen etwa die neuen Zerealien “Choco Buddies” und “Choco Treats” knapp unter der WHO-Obergrenze. 2023 hatte Lidl sich ein Kinderwerbeverbot für Ungesundes auferlegt.
horizont.net (€)

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– COMMUNITY –

Wir graturilieren den Geburtstagskindern des Tages:

Helmut Markwort, Politker, Medienmanager und Journalist, wird 89.

Hans-Ulrich Jörges, Journalist, wird 74.

Richard David Precht, Philosoph, wird 61.

Golineh Atai, Journalistin, wird 51.

– TERMINE –

Netzwerken, weiter­bilden, feiern – hier trifft sich die Kommunikations­­branche in dieser Woche:

Konferenzen & Talks
8.-9.12.: Projekt Zuversicht: Ideathon Unternehmen & Marken, Köln
11.12.: “stern”-Stunde mit Angela Merkel, Berlin

Seminare & Webinare
8.-9.12.: deep dive – Zukunft der PR, Webinar
8.-10.12.: Intensivtraining Konzeptions-Expert*in, Webinar
10.-12.12.: Datenjournalismus, Webinar
11.12.: Fokus-Session “Rechtssicher durch die KI-Welt”, Webinar
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– TOP-JOBS –

Täglich die neusten Job-Angebote aus Medien, Marketing und PR.

Abteilungsleitung (m/w/d) Redaktion & Programm-Management
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Meistgeklicktes Thema am Freitagabend: Die Kollegen von “Horizont” sammeln zum TV-Abschied von Thomas Gottschalk legendäre Haribo-Spots mit dem Entertainer.
horizont.net

Hör-Tipp: Der ÖRR-Reformstaatsvertrag macht “gute Vorschläge”, seine Leerstelle ist aber die Finanzierung, sagt Rundfunkexperte Leonhard Dobusch bei “Holger ruft an”. Er spekuliert schon, wie die Sender das von ihm kritisierte Verbot der Presseähnlichkeit, z.B. per Social-Media-Livestream, umgehen könnten. Dobusch findet es gut, dass es weiter getrennte Mediatheken gibt, weil diese “auch eine redaktionelle Aufgabe” seien.
uebermedien.de (29-Min-Audio)

– BASTA –

Sold out: Die “Süddeutsche” liefert eine “literarische Verbraucherschutzrecherche” zur “Spiegel Bestseller”-Auszeichnung. Dabei trifft das Blatt u.a. auf einen Verlag, der aufgrund seiner Vertriebsmechanik eine “Spiegel-Bestseller-Garantie” ausspricht, und sieht so den “Verfall eines kulturellen Statussymbols” bestätigt. Da mag was dran sein, vielleicht liegt in Zeiten von Bot-Streams und KI-Mauscheleien allenthalben auch einfach der Verfall des Konzepts ehrlicher Erfolgsmetrik vor.
sueddeutsche.de

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