turi2 am Morgen: Sebastian Ackermann, Zeitverlag, Digitalabgabe.

Warum TikTok EnBW-Kommunikator Sebastian Ackermann Kopfschmerzen bereitet +++ Galerist Johann König fordert 1,2 Mio Euro von der "Zeit" +++ Ministerpräsident Alexander Schweitzer wirbt auch für Digitalabgabe +++

27. Januar 2026

“Die Menschen entwickeln nicht mehr automatisch Freude, nur weil etwas ‘nachhaltig’ ist.” Sebastian Ackermann über die Kommunikation von erneuerbaren Energien und sein TikTok-“Dilemma”.

Hat der Begriff “Energiewende” ausgedient? Sebastian Ackermann, Leiter Kommunikation und Marke bei EnBW, spricht im Interview mit turi2 lieber von der “Transformation der Energieinfrastruktur”, auch weil der Begriff “Energiewende” sich zunehmend abnutze und auf viele Menschen bedrohlich oder belehrend wirke. Mittel- und langfristig sind die Erneuerbaren für ihn allerdings der einzige Weg, um günstig zu wirtschaften. Auf welchen Wegen der Energieversorger seine Botschaft an Kunden und Mitarbeitende bringt und warum die Video-Plattform TikTok ihm “Kopfschmerzen” bereitet, erklärt Ackermann im Gespräch mit Markus Trantow im Rahmen unserer Themenwoche Zukunft.
weiterlesen auf turi2.de, turi2.de (alle Beiträge der Themenwoche)

Zahl des Tages: Bisher unerreichte 6,33 Mrd Euro setzen die 1. und 2. Bundesliga in der Saison 24/25 um, teilt die DFL mit. Der Anstieg von 7,9 % geht auf steigende Einnahmen in beiden Männerfußball-Ligen zurück. Die mediale Verwertung mit 33 % sowie Werbung mit 22 % tragen in der obersten Spielklasse prozentual mehr zu den Einkünften bei als in der 2. Liga, wo die Ticketverkäufe etwas relevanter sind.
report.dfl.de

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– NEWS –

Neue Gerichts-Runde: Galerist Johann König verklagt den Zeitverlag auf Zahlung von 1,2 Mio Euro Schadenersatz und Entschädigung. Es geht um einen Artikel von 2022, der ihm übergriffiges Verhalten vorwirft und ihm laut Klage wirtschaftlich geschadet habe. Das Verfahren ist seit Ende 2025 anhängig, teilt das Landgericht Hamburg der “FAZ” mit. Ein Termin steht noch aus. König hat beim OLG Hamburg bereits die Streichung einzelner Passagen erwirkt, die Verdachtsberichterstattung an sich wurde aber gebilligt. Die “Zeit” schaut laut einer Sprecherin “gelassen” auf das Verfahren zu dem Artikel, der “im Kern von mehreren gerichtlichen Instanzen bestätigt worden” sei.
faz.net (€)

Schnell soll’s gehen: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer fordert eine Digitalabgabe für Tech-Konzerne zum Schutz der Medienvielfalt. Er kritisiert in der “Rheinischen Post”, dass KI-Systeme redaktionelle Inhalte kostenfrei nutzten und so Geschäftsmodelle privater Medienanbieter “ins Wanken” brächten. Noch 2026 soll die Ministerpräsidentenkonferenz seinem Willen nach einen entsprechenden Vorschlag machen.
rp-online.de via medien.epd.de (€), waz.de (€)

Vierte Gewalt schützen: Nach dem Willen von Saarlands Justizministerin Petra Berg soll Paragraf 188 des Strafgesetzbuches künftig auch Medienschaffende absichern. Er regelt bisher den Umgang mit Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gegen Politiker. Beim Presserechtsforum des dfv sagt Berg, dass sie mit dem Paragrafen den “Demokratieschutz”, nicht den Schutz Einzelner verbinde. Der Staat habe eine Pflicht, unabhängige Berichterstattung zu sichern.
medien.epd.de (€)

Jugend erforscht: Auch Jugendliche wollen soziale Medien stärker regulieren, lehnen ein Verbot für unter 16-Jährige aber ab, sagt eine qualitative Studie für die Awo. Die meisten der 30 Befragten zwischen 14 und 18 Jahren plädieren für ein Mindestalter von 14 Jahren. Sie begründen dies mit der ab dann vorhandenen Reife und Medienkompetenz. Plattformen wie YouTube, WhatsApp oder TikTok sollten zudem gezielter gegen Desinformation vorgehen.
evangelisch.de

Moin, Hauptstadt: Kreativagentur KNSK übernimmt per Asset-Deal das Kernteam der Agentur Noga und eröffnet damit einen Berliner Standort. Noga-Mitgründer Stefan Amtmann leitet das Büro als Executive Creative Director. Co-Gründerin Lindsay Jönsson steigt dagegen aus, sie habe “entschieden, neue berufliche Wege zu gehen”. KNSK-Chefin Kim Notz freut sich über den “großen Unternehmergeist” der Neuzugänge.
turi2.de

DIY mal anders: Baumarkt-Kette Toom wirbt mit Irmela Mensah-Schramm und dem Claim “Respekt, wer’s selber macht” für Haltung und Produkt. Die 80-Jährige ist dafür bekannt, rassistische und antisemitische Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu entfernen. Der Clip zeigt sie bei ihrer Arbeit an einer Bushaltestelle und zollt ihr “Respekt”, zeigt aber auch, welche Toom-Bürste ihr dabei hilft.
youtube.com (20-Sek-Video), campaigngermany.de (frei nach Anmeldung)

Freibier: Getränkemarke Paulaner und Thjnk bewerben mit der Kampagne “Wir sind mal so frei” erstmals das gesamte alkoholfreie Sortiment der Brauerei. Die Werbeoffensive läuft bis Anfang März vor allem digital sowie auf Plakaten am Point of Sale. Marketing-Chef Henner Köpper bezeichnet die Produkte als “konsequente Erweiterung” des Portfolios.
horizont.net (€)

– TICKER –

WDR bringt am 30. Januar eine Doku zu IOC-Chefin Kirsty Coventry. presseportal.de

TankTank wird Leadagentur der Eat Happy Group. campaigngermany.de (frei nach Anmeldung)

Ströer aktualisiert seinen Trendatlas “Crossroads”. stroeer.de

– ZITAT –

“Das zerstört unsere Meinungsvielfalt – gezielt. Und viele junge Menschen kennen gar nicht mehr den Unterschied zwischen Werbung und redaktionellem Inhalt – auf YouTube, TikTok und Co. verschwimmt das völlig.”

Moderator Eckart von Hirschhausen beklagt im KNA-Interview schwindende Medienvielfalt, auch weil die Anzeigenmärkte “heute alle ins Netz abgewandert sind”.
evangelische-zeitung.de

– COMMUNITY –

Wir graturilieren den Geburtstagskindern des Tages:

Klaus Brinkbäumer, Journalist und Autor, wird 59.

Froben Homburger, Nachrichten­chef der dpa, wird 60.

Moritz Neumeier, Standup-Comedian, wird 38.

– TOP-JOBS –

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Meistgeklicktes Thema gestern Abend war die Landingpage unserer Themenwoche Zukunft, auf der bis Freitag alle Beiträge erscheinen.
turi2.de

Hör-Tipp: Der Podcast “Wissen Weekly” fragt, ob wir wieder lernen müssen, Stille auszuhalten. Psychologe Sven Lindberg weist u.a. auf die Gewöhnung an eine Dauerbeschallung und die Vorliebe des Gehirns für neue Reize hin. Wenn unser von der digitalen Realität trainiertes Wesen dann einfach nur ein Buch liest, wirke das wie “ein totaler Rückschritt”. Multi-Tasking könne Menschen anstrengen, ohne dass sie es merken.
open.spotify.com (36-Min-Audio)

– BASTA –

Ganz unzynisch: Komiker Lutz van der Horst teilt seiner Gefolgschaft auf Instagram mit, zu Schulzeiten am liebsten “Die Schwarzwaldklinik” geschaut zu haben. Er sei damit “nicht der Coolste auf dem Schulhof” gewesen, deutet er an. Coolness hin oder her: Bei seiner ZDF-Heimat ist eine hohe Meinung von der “Schwarzwaldklinik” zumindest kein Karriere-Stolperstein.
instagram.com via t-online.de

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