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“Handelsblatt”-Chefredakteur Sebastian Matthes warnt mit Blick auf die kurzzeitige Absetzung von US-Entertainer Jimmy Kimmel vor schrumpfender Meinungsvielfalt und kritisiert auch die eigene Branche. “Diversität im Meinungsspektrum” habe zuletzt “viel zu selten eine Rolle gespielt”. Viele Redaktionen großer Medienhäuser hätten “zwar intensiv um Vielfalt gerungen, sich dabei aber oft auf die – zweifellos wichtigen – Fragen nach Geschlecht und Herkunft ihrer Redakteurinnen und Redakteure beschränkt”. In diesem Zusammenhang sorgt er sich auch um die Debattenkultur und erinnert an das durch Demonstrierende gestörte Sommerinterview der ARD mit AfD-Chefin Alice Weidel. weiterlesen auf turi2.de, handelsblatt.com (€)
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Zahl des Tages: Auf 2026 verschiebt sich die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Beschwerde von ARD und ZDF gegen die ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Ursprünglich sollte das Urteil noch in diesem Jahr fallen. Auch die Finanzierungs-Reform des ÖRR stockt dadurch: Bayern, Sachsen-Anhalt und Sachsen wollen erst dann grünes Licht dafür geben, wenn die Sender ihre Verfassungsklage zurückziehen. medien.epd.de (€), faz.net
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Selbstkritik: NDR-Intendant Hendrik Lünenborg kritisiert die Vorgänge rund um “Klar”-Moderatorin Julia Ruhs. Vor dem Rundfunkrat sagt er mit Blick auf eine interne Revolte: “Unsere Debattenkultur ist im Moment nicht im allerbesten Zustand.” Man wolle einen Prozess aufsetzen, der die “Debattenkultur nachhaltig verbessert”. Fehler gesteht Lünenborg in drei Bereichen ein: im “Programm-Management”, in der “Überführung von ‘Klar’ in den Regelbetrieb und anschließend in der Kommunikation”. Der Rundfunkrat weist eine Programmbeschwerde zur Migrations-Ausgabe von “Klar” ab. zeit.de, presseportal.de, mit Material des “KNA”-Mediendienstes, turi2.de (Background)
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Antisemitismus-Vorwurf: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kritisiert einen geplanten Auftritt des Rappers Chefket bei der Ausstellung Die Möglichkeit der Unvernunft von Jan Böhmermann. Weimer wirft dem Musiker vor, auf Instagram “ein Foto von sich in einem T-Shirt” veröffentlicht zu haben, “das das Existenzrecht Israels infrage stellt”. Böhmermann entgegnet: “Wenn hier das Existenzrecht Israels geleugnet wird oder der Holocaust, dann schnappe ich mir Wolfram Weimer, hake mich ein und boxe die von der Bühne.” tagesschau.de
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Georg Stefan Troller, 103, ist tot. Der Dokumentarfilmer begann seine TV-Karriere 1962 beim WDR mit der Doku-Serie “Pariser Journal”. Von 1972 bis zu seiner Pensionierung 1993 produzierte er die ZDF-Reihe “Personenbeschreibung”. ZDF-Intendant Norbert Himmler sagt, das Format habe “Fernseh- und Zeitgeschichte mitgeprägt”. WDR-Intendantin Katrin Vernau würdigt Troller für sein “großes Einfühlvermögen”. presseportal.de (WDR), presseportal.de (ZDF)
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Pausen- oder Stopp-Taste? Der Funk-Podcast “Brave Mädchen” legt nach nur vier Folgen eine “Veröffentlichungspause” ein. In einem Statement heißt es, man reflektiere, “wie wir im Format noch besser einen respektvollen und zugleich offenen Diskurs ermöglichen”. Die Host Suki und Henna hatten u.a. mit Aussagen über das Gehalt von Männern, die sie daten würden, Empörung ausgelöst. watson.de, bild.de, open.spotify.com
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Demaskiert: Der SWR wird den Jugendmaskenzug aus Mainz ab 2026 nicht mehr übertragen. Der Sender begründet das Aus mit der überregional geringen Reichweite – auch online seien die Abrufzahlen überschaubar gewesen. Dem gegenüber habe ein “relevanter Produktionsaufwand” gestanden. Der Karnevalsumzug lief seit Ende der 70er-Jahre im TV. allgemeine-zeitung.de (€)
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Komplett-Comeback: Die Late-Night-Show von Jimmy Kimmel ist seit Freitag wieder auf den Lokal-Sendern von Nexstar und Sinclair zu sehen – und somit in den gesamten USA. Sinclair sagt, die Absetzung sei “ohne jeglichen Eingriff” der Regierung passiert. Nexstar betont Disneys “konstruktiven Ansatz, auf unsere Bedenken einzugehen”. welt.de, deadline.com, turi2.de (Background)
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Katzenjammer: Na, steckt das (Wiesn-)Wochenende noch in den Knochen? Was gegen einen miesen Kater hilft, verraten diese 6 Tipps der Apotheken Umschau.
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“Es sollte uns eine Warnung sein. Ohne informierte, mündige Bürgerinnen und Bürger kann ein demokratisches Gemeinwesen auf Dauer nicht funktionieren.”
In einem Gastbeitrag zum 80. Geburtstag des “Tagesspiegel” warnt Verleger Dieter von Holtzbrinck vor Desinformation, Fake News und dem Erstarken von Autokraten, wenn Menschen keinen Zugang mehr zu unabhängigem Qualitätsjournalismus haben. tagesspiegel.de
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“In Deutschland verkauft sich Marketing zu schlecht und wird unterschätzt. Viele Vorstände in deutschen Unternehmen degradieren Marketing noch immer zum Beiwerk und sehen es als ein Nice-to-have an.”
Serviceplan-Chef Florian Haller sagt im “Handelsblatt”-Interview, dass Kommunikation “relevanter denn je” sei – u.a. weil man Kunden “über den gesamten Kaufprozess begleiten” kann.handelsblatt.com (€)
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Wir graturilieren den Geburtstagskindern des Tages:
Myriam Karsch, Verlegerin von “Playboy” und “Sports Illustrated”, wird 47.
Tom Buhrow, Journalist und Medienmanager, wird 67.
Dieter von Holtzbrinck, Verleger von “Zeit”, “Handelsblatt” und “Tagesspiegel”, wird 84.
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Meistgeklickter Kopf gestern war Carsten Dorn. Der Chef des Zeitungs-Vermarkters Score Media erläutert im turi2-Interview, warum einige Werbekunden ungern über die Verantwortung von Werbegeld sprechen. Silke Bannick, Pressesprecherin des 1. FSV Mainz 05, sowie “LVZ”-Chefredakteurin Hannah Suppa folgen im Ranking. turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 28.9.2025)
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Meistgeklicktes Thema gestern Abend: Andreas Struck, bisher Verlagsmanager der Weimer Media Group und Mehrheitseigner von “Business Punk”, übernimmt die Zeitschrift komplett. turi2.de
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Video-Tipp: Als eine “Mischung aus Kultur-Dokumentation und True-Crime” kündigt die ARD die Doku “Der talentierte Mr. F. – Die Jagd auf einen Filmdieb” an. Zwei Berliner Filmstudenten versuchen darin unter dem Vorwand, eine Reportage zu drehen, den Mann zur Rede zu stellen, der ihren Animationsfilm “Butty” geklaut und mit neuem Namen und Credits in den USA veröffentlicht hat. ardmediathek.de (77-Min-Video), mdr.de
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Tragfähig: Designerin Ellena Lüking hat zum Ende der gedruckten Werktags-“taz” ein Zeitungskleid aus mehreren “tazzen” entworfen, meldet die Tageszeitung. “Bestimmt haben manche Leute die Zeitung nie gelesen und nur Fische darin eingewickelt”, heißt es. Dass sie stattdessen eine “schöne junge Frau” bekleiden soll, sei dagegen “ein echter Fortschritt”. Soll nochmal einer sagen, Print komme aus der Mode. taz.de, turi2.de (Background)
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