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turi2 edition #15: “Wir Menschen brauchen Unterstützung, um voranzukommen.”

27. September 2021

Frau am Steuer: In einem Mercedes SSK startet Birgit Priemer 2018 beim traditionsreichen Autorennen Mille Miglia. Die Chefredakteurin der “auto, motor und sport” möchte, dass Autos weiter Spaß machen dürfen. Auch wenn es in der Branche noch einige Baustellen gibt.

Von Anne-Nikolin Hagemann

Was war Ihr erstes Auto?
Da gibt es eigentlich zwei. Als Familientradition hatte mein Vater für uns Kinder einen Käfer angeschafft. Den hat zunächst meine Schwester genutzt, dann mein Bruder und dann habe ich ihn übernommen. Mein erstes selbst gekauftes Auto war dann ein VW Passat Variant. Als begeisterte Surferin brauchte ich Platz für mein Surfbrett.

Was ist Ihnen heute wichtig bei einem Auto?
Dass das Fahren in möglichst vielen Lebenslagen Spaß macht. Ebenso wichtig ist mir der niedrige Verbrauch und das Platzangebot. Ich mag auch eine direkt ausgelegte Lenkung, weil ich dann förmlich spüren kann, wohin das Auto fährt. Ich glaube, dass sehr viele Leute so eine Verbindung suchen. Die Antwort, die ein Auto gibt, ist immer noch wichtig, damit man sich wohlfühlt. Viele unserer Leser legen auch großen Wert auf eine gute Rundumsicht.

Wie viel Spaß darf das eigene Auto, der röhrende Motor heute noch machen?
Wir müssen alles dafür tun, dass Autos so sauber und umweltfreundlich sind, wie es nur geht. Aber ich finde es schwierig, darüber zu diskutieren, ob etwas Spaß machen darf. Ich glaube, dass Menschen immer nach etwas suchen, das Spaß macht. Einen Gegenstand zu betrachten, den man kaufen möchte, ob es ein Auto ist oder etwas Anderes: Das weckt in mir immer eine Emotion – entweder es gefällt mir oder es gefällt mir nicht. In dem Moment, wo keine Emotion da ist, werde ich kein Geld ausgeben. Übrigens röhren Motoren schon gar nicht mehr so laut wie früher. Und im Elektroauto können sie das gar nicht.

Ihre Berufsbezeichnung ist Motor-Journalistin. Heißt das, Sie schreiben lieber über Motoren als über Menschen?
In erster Linie bin ich Journalistin, und zwar eine leidenschaftliche. Ich befasse mich seit vielen Jahren mit der Mobilität der Zukunft. Eigentlich wäre die “Mobilitäts-Journalistin” also passender. Und natürlich beschäftigen sich meine Kollegen und ich auch viel mit Menschen. Wir unterhalten uns mit Vorständen, Entwicklern, Technikern, Designern und Wirtschaftsvertretern aus den Bereichen Automobil und Energie. Und wir schreiben nicht nur, sondern machen zusätzlich auch Podcasts, Kongresse, Events. Wenn wir nicht gerade Corona haben, sind wir auch sehr viel international unterwegs, um auch ein Gespür für Märkte wie China, die USA und Japan zu bekommen.

Wird es in der Mobilität der Zukunft überhaupt noch Motoren geben?
Wir Menschen brauchen Unterstützung, um voranzukommen. Das ist beim Pedelec, also beim Fahrrad mit Elektromotor, nicht anders als beim Auto. Der Mensch wird auch in Zukunft in Bewegung bleiben wollen – aber das möglichst umweltfreundlich.

Die Menschen, auf die Sie in der Branche treffen, sind hauptsächlich Männer – oder?
Teils, teils. Speziell bei den Herstellern. Mercedes beispielsweise hat in den letzten Jahren sehr viel Energie darauf verwendet, Frauen in Führungs­positionen zu bringen. Auch andere Marken wollen nachlegen. Da kann man schon einen sehr deutlichen Wandel erkennen.

Wie verändert das die Branche?
Ich glaube, die Branche ändert sich aus vielen Gründen, die nichts mit dem Geschlecht zu tun haben. Es gibt viele Themen, die sie bewegen – und an denen die Frauen natürlich mitarbeiten.

Welche sind das?
Ganz eindeutig der Transformationsprozess vom Verbrenner zum Elektroauto. Auch das große Stichwort Digitalisierung. Und die Fragen: Welche neuen Geschäftsmodelle gibt es rund ums Thema Auto? Welche Rolle spielt das Auto künftig als Teil einer Mobilitäts-Kette? Wo werden stattdessen andere Fortbewegungsmittel genutzt?

Was ist dabei die größte Baustelle?
Von der Industrie wird im Moment technologisch enorm viel gefordert, was sehr viel Geld kostet. E-Mobilität braucht Infrastruktur – die Menschen kaufen keine E-Autos, wenn es zu wenig Lademöglichkeiten gibt. Die Automobilindustrie muss aber E-Autos verkaufen, wenn sie Klimaziele erreichen will. Das ist eine Riesenaufgabe. Wir werden auch noch über einige Jahre sehen, wie am Verbrenner und am Elektroauto parallel gearbeitet wird. Um die neueste EU-Abgasnorm einzuhalten, braucht es ebenfalls Geld und Kapazitäten.

Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch ein eigenes Auto?
Es wird viele verschiedene Ausprägungen von Mobilität geben. In den letzten Jahren ist der Anteil von privat erworbenen Autos zurückgegangen, viele sind im Dienstauto unterwegs. Die Unterschiede zwischen Stadt und Land werden bleiben: Städter werden weiterhin schneller und leichter Alternativen zum eigenen Auto wählen können, den öffentlichen Nahverkehr, Carsharing-Programme, Communities und so weiter. Als in der Coronazeit aber der öffentliche Nahverkehr weniger genutzt wurde, ist gleichzeitig die Nachfrage nach Gebrauchtwagen gestiegen. Also: Ich erwarte einen Mobilitätsmix, in dem das Auto weiter eine Rolle spielt.

Wie sieht das Auto der Zukunft aus?
Das Auto der Zukunft wird einen E-Antrieb haben. Im Innenraum wird kein Leder sein, das von Tieren stammt. Es wird vielleicht anders geformt sein, als wir das kennen. Es wird freundlich aussehen und hoffentlich nicht überdimensioniert. Es wird von Leichtbau und Aerodynamik geprägt sein. Und es wird den Leuten hoffentlich Spaß machen.

Und die Zukunft der “auto motor und sport”?
Bunt und bewegt. So facettenreich wie nie zuvor. In dem Maße, wie Alternativen zum klassischen Verbrenner hochgekommen sind, wird auch die Berichterstattung vielfältiger. Print wird der Kern bleiben, aber wir erreichen auf immer mehr Kanälen immer mehr Menschen. Wir werden uns intensiver mit automatisiertem Fahren beschäftigen. Und wir unterstützen die Menschen in ihren Entscheidungen – bei der klassischen Kaufentscheidung genauso wie bei der Frage nach dem besten Leasing-Modell oder Sharing-Angeboten. Wir beantworten aber auch in Zukunft die gleichen Fragen zu neuen Produkten wie heute: Kann es das, was es verspricht? Ist es sparsam? Ist es sicher? Ist es sauber?

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #15 über Bewegung. Hier das kostenlose E-Paper lesen!

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