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turi2 edition #15: Warum ein Versicherer Gadgets fürs “gute Gefühl” vermarket.

5. Oktober 2021

Geschäft mit der Angst: Statt Risiken nur abzusichern, will Ergo den teuren Schadensfall lieber ganz verhindern. Das soll mit Technik klappen – und Rad­fahrer­innen an den Versicherer binden. Wir haben Innovationschef Gregor Wiest gefragt, warum es überhaupt noch eine Versicherung braucht, wenn die dabei helfen will, das Fahrrad vor Dieben zu schützen.

Von Elisabeth Neuhaus

Ein Flop, ausgerechnet die Sache mit dem E-Gaming. Wer viel Zeit mit Zocken verbringt, ist jung, offen für Neues und bereit, Konsole oder PC für ein paar Euro monatlich gegen Schäden abzusichern. Das dachten zumindest Ergo-Innovationschef Gregor Wiest und seine Kolleginnen. Überzeugt von der Idee, startete das Team der Ergo-Tochter Nexsurance im Juli 2019 eine E-Gamer-Versicherung – ohne Erfolg. Das Produkt entpuppte sich als Ladenhüter.

Trial and Error, Versuch und Irrtum, nach diesem Prinzip will Ergo über Nexsurance Versicherungen entwickeln und vermarkten, die über das konventionelle Branchen-Portfolio von Hausrat bis Haftpflicht hinausgehen. Wiest nennt die Plattform einen Experimentier-Sandkasten. Bevor 30.000 Euro in Marktforschung fließen, soll Nexsurance ein neues Produkt innerhalb weniger Wochen auf den Markt werfen und checken, wie es ankommt. Die Devise lautet: “Einfach machen. Dann werden wir schon sehen.”

Versicherungen gelten gemeinhin nicht als sonderlich sexy, Versicherer nicht als agile Innovationsschleudern. Dazu kommt, dass Ergo eine Zeit lang das Bild eines verkrusteten Männer-Vereins umwehte, der seine besten Leute mit Sex-Parties in Osteuropa belohnte. Jetzt versucht Ergo, die Vergangenheit abzuschütteln und sich per Produkt-Brutkasten an ein jüngeres Publikum ranzuschmeißen. Zum Beispiel mit einer Hochzeitsversicherung, die wegen Corona auf Eis liegt.

Und mit Hardware: Die ­neuste Idee der Düsseldorfer, seit Mai 2021 live, ist eine Fahrradversicherung gegen Diebstahl. Erstmal nix Außergewöhnliches. Der Kniff: Wer sich zusätzlich ein smartes Fahrradschloss oder einen GPS-Tracker der Partner-Plattform Powunity in den digitalen Einkaufswagen legt, spart bei der Jahrespolice. Aktuell 40 Prozent. Die Technik soll das Risiko eines Diebstahls reduzieren, wodurch bei Ergo die Wahrscheinlichkeit für einen teuren Schadensfall sinkt. Das Motto lautet: Prävention drückt Prämie. “Unseren Kundinnen und Kunden bringt das die Sicherheit und das gute Gefühl, dass ihr Fahrrad am nächsten Morgen noch an der Straße steht”, sagt Wiest.

Das Online-Marketing-Team schaltet für das Produkt Keyword-Kampagnen auf Google, Werbung in E-Bike-Magazinen oder Fahrrad-Podcasts. Wie viele Leute sich die Versicherung bisher zugelegt haben, will Ergo-Mann Wiest nicht sagen, gibt aber an, mit den Abschlüssen zufrieden zu sein. Zwei von fünf Kundinnen mit E-Bike würden sich für das Bundle entscheiden, also ein neues Schloss oder einen GPS-Tracker entweder dazu ordern oder bei der Bestellung angeben, ein solches Gadget schon zu besitzen.

Bloß: Braucht es überhaupt noch eine Versicherung, wenn Sensoren das Diebstahl-Risiko senken? Wiest bejaht wenig überraschend. Kriminelle könnten die Geräte deaktivieren, Akkus sich entladen. Er spricht von einem “Restrisiko”. Dieses abzusichern, sei für Ergo künftig übrigens auch für Reisegepäck denkbar. Mit Sensoren, die Koffer tracken.

Foto: Powunity

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #15 über Bewegung. Hier das kostenlose E-Paper lesen!

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