turi2 am Morgen: FTI, Bernd Hellermann, Klambt.

Von Benjamin Horbelt und Björn Czieslik.


Ägyptischer Investor will die Mehrheit an FTI-Reisen übernehmen.
Urlaubsreif: Der ägyptische Touristik­unternehmer und Milliardär Samih Sawiris will die Mehrheit beim Reise­konzern FTI übernehmen, schreibt die “Welt”. Sawiris plane über die Luxemburger Beteiligungs­gesellschaft SOSTNT die alleinige Kontrolle bei der Dach­gesellschaft FTI-Finanzholding und habe das Vorhaben bereits dem Bundes­kartellamt gemeldet. Die Münchner FTI-Reisegruppe gilt als drittgrößter Reise­konzern Europas. Sawiris besitzt bisher rund ein Drittel des Unternehmens.
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Wie geht’s den Familien in Zeiten der Quarantäne, Bernd Hellermann?
Familienbetrieb: Die Familien in Deutschland stehen in Zeiten, in denen Home Schooling und Home Office aufeinander treffen, vor zusätzlichen Heraus­forderungen, sagt im turi2.tv-Interview der selbst betroffene zweifache Vater Bernd Hellermann. Der Chefredakteur von “Eltern” und “Geolino” und seine Ehefrau arbeiten im Home Office, mit zwei Kindern ist “jeder Tag ein bisschen ein Experiment”, sagt Hellermann. Er verzeichnet steigende Zugriffe auf die Webseiten seiner Magazine und ist stolz darauf, einen täglichen Geolino-Spezial-Podcast zu liefern.
weiterlesen auf turi2.de, turi2.tv (6-Min-Video bei YouTube)

Zahl des Tages: Auf 5.000 Euro Corona-Soforthilfe müssen in Berlin kleine Unternehmen und Solo-Selbständige verzichten, die zu spät dran sind. Bei über 150.000 Anträgen ist das einkalkulierte Geld aufgebraucht, mit dem Berlin bisher die Bundesmittel von 9.000 Euro auf 14.000 Euro aufgestockt hat.
handelsblatt.com (Paid)


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#MTMdigitalks: Medien in Zeiten von Corona – Wie Medienhäuser die Krise für Innovationen und eine starke Zukunft nutzen
Die neue Online-Reihe der MEDIENTAGE MÜNCHEN. Start am Dienstag, 07.04., ab 15:30 Uhr, u.a. mit Hazel Brugger (Comedian), Jochen Wegner (ZEIT ONLINE), Eva Schulz (funk) und Henrik Pabst (ProSiebenSat.1 TV Deutschland).
Zur Anmeldung: medientage.de/mtm-digitalks

– NEWS –

Klambt plant “zurzeit” keine Kurzarbeit, aber dünnere Hefte, sagt Verleger Lars Joachim Rose bei “Horizont”. Betroffen seien u.a. “Grazia”, “Für Sie”, “Petra” und “Jolie”. Die Programmies und Frauenzeitschriften treffen die Sparmaßnahmen weniger, da Buchungen der Pharma-Industrie “zurzeit relativ stabil” seien.
horizont.net


Steuersenkung: Finanzminister Olaf Scholz hält es angesichts der hohen Kosten der Corona-Krise für “nicht plausibel”, den Solidaritätszuschlag für alle abzuschaffen, sagt Scholz bei “Anne Will”. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte das in der “Bild am Sonntag” gefordert. Auch bei der Einkommenssteuer will Scholz “sehr vermögende Leute” nicht generell entlasten.
twitter.com, ardmediathek.de, turi2.de (Background)


Obi gewährt sich selbst einen Zahlungs­aufschub bei seinen Lieferanten. Die Baumarkt­kette informiert ihre Geschäftspartner, das Zahlungs­ziel wegen erheblicher Umsatz­rückgänge um “zusätzliche 30 Tage” zu verlängern. Auch Konkurrent Hagebau bittet um Zahlungs­aufschub, jedoch nur mit Zustimmung.
handelsblatt.com


Großbritannien: Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Erkrankung am Corona-Virus ins Krankenhaus eingeliefert worden, die Regierung spricht von einer “Vorsichtsmaßnahme”. Johnson befindet sich nach einem positiven Corona-Test seit Ende März in häuslicher Quarantäne.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)


Hilfe für Amateure: Die Aktion #Spendedeinetrikotnummer knackt die Marke von 10.000 Euro. Bochums Stürmer Simon Zoller hat sie mit den Fußball-Initiativen #GABFAF und FC PlayFair ins Leben gerufen. Spender*innen posten Trikot-Fotos, die Rückennummer gibt einen Hinweis auf den Spendenbetrag.
sportbuzzer.de, twitter.com, #thinkpositive #actpositive


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Neuer Bertelsmann-Geschäftsbericht: “Building Alliances”
Der Geschäftsbericht 2019 von Bertelsmann ist ab sofort als interaktive Online-Variante verfügbar. Im Mittelpunkt der diesjährigen Publikation steht das Thema Allianzen und Partnerschaften: gb2019.bertelsmann.de

Meistgeklickter Link am Sonntag: Die Supermarktketten Hit und Edeka Nord zahlen ihre Mieten nur noch unter Vorbehalt.
turi2.de

“Wer Kinofilme will, braucht das Kino. Das muss jedem klar sein.”

Leonine-Chef Fred Kogel sagt im Interview mit der “Süddeutschen Zeitung”, dass es eine “Einzelfall-Lösung” bleiben sollte, Kinoproduktionen direkt über Streamingdienste zu vertreiben.
“Süddeutsche Zeitung”, S. 16 (Paid), turi2.de (Background)


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– BACKGROUND –

ProSiebenSat.1: Der neue Vorstandschef Rainer Beaujean unterscheidet sich deutlich von seinem Vorgänger Max Conze, schreibt Henning Peitsmeier in der “FAZ”. Beaujean gelte als ein “akribischer Arbeiter” und bevorzuge dabei “leise Töne”. Er buche bis heute seine Flüge selbst und fuhr auch als Finanzvorstand mit der S-Bahn zum Flughafen.
“FAZ”, S. 24 (Paid), turi2.de (Background)


Digitalisierung bekommt durch die Corona-Krise einen Schub, sagt Achim Wambach (Foto), Chef der Monopolkommission, im “FAZ”-Streitgespräch mit Markus Haas, dem Vorstandschef von Telefónica Deutschland. Haas beklagt: “In kaum einem anderen Industrieland ist der Wettbewerb so scharf und die Zahlungsbereitschaft so gering.”
“FAZ”, S. 21 (Paid)


Lokaljournalismus erlebt in der Corona-Krise “eine Art Sternstunde”, sagt Klaus Meier, Journalistik-Professor an der Katholischen Universität Eichstätt, in der “Schwäbischen Zeitung”. Medien sollten Themen aus Sicht der “einfachen Bürger” denken – statt aus Sicht der “Eliten” in Politik, Wirtschaft und Kultur.
schwaebische.de


Lese-Tipp: Viren kennen keine Moral, schreibt Helmut Däuble in der “taz”. Die Gesellschaft habe sich über Jahrzehnte ein “Unverletzlichkeitsgefühl” angeeignet, das an das Verhalten von Kindern erinnere. “Uns kann keiner was – ganz als wären wir Megahelden aus einem Comic”, schreibt Däuble und warnt, dass Deutschland in der Corona-Krise “nicht ungeschoren” davonkomme.
taz.de


– BASTA –

Gehaltsverzichtverzicht: Die Spieler-Gewerkschaft der englischen Premier League lehnt den Vorschlag des britischen Gesundheits­ministers ab, in der Corona-Krise auf 30 % des Spieler-Gehalts zu verzichten. Die listige Argumentation: Dadurch entgingen dem Staat aufs Jahr gerechnet mehr als 200 Mio Pfund an Steuereinnahmen.
manager-magazin.de


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