artcount
  • News
  • Zukunft
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Jobs
  • Termine
  • edition
  • podcast
  • werben bei turi2
  • suchen auf turi2
  • FAQ
  • werben bei turi2
  • Team
  • Newsletter
  • themenwochen
  • Köpfe
  • Firmen
  • Termine
  • Edition
  • podcast
  • turi2.tv
  • turi2 folgen
  • Partner
  • RSS-Feed
  • Datenschutz
  • Impressum

Wer suchet, der findet? Wie Unternehmen in der KI-Ära sichtbar werden.

5. September 2025

KI-Zusammenfassungen in der Online-Suche werfen seit ein paar Monaten verstärkt die Frage auf, wie Marken und Unternehmen online überhaupt sichtbar bleiben. Wenn ChatGPT, Perplexity oder Googles Gemini ihren Usern Antworten geben, wählen sie die Informationen nach neuen, aber klaren Prinzipien aus, sind Getpress-CEO Maximilian Ziche (links) und Malte Landwehr (rechts), CMO von peec.ai, überzeugt. Sie haben turi2-Redakteur Tim Gieselmann erklärt, wie sich Unternehmen mit den KI-Modellen gut stellen und so ihre Zielgruppen erreichen können.

von Tim Gieselmann

Nur mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) können Unternehmen ihre Sichtbarkeit im Netz nicht umfassend sichern. Wenn KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews Anfragen direkt beantworten, ist die Top-Platzierung in der Google-Trefferliste nicht mehr das Nonplusultra. Darauf sollten sich Firmen einstellen und ihre Inhalte gezielt für KI-Modelle aufbereiten, sagen Maximilian Ziche, Co-Gründer und CEO von getpress, und Malte Landwehr, CMO von peec.ai. Hier sei “Generative Engine Optimization” (GEO) gefragt.

Landwehr verweist darauf, dass Large Language Models (LLMs) ihre Antworten aus einem Index beziehen: “Nur Inhalte, die von der KI gut lesbar und einzigartig sind, schaffen es hinein.” Um hier als Unternehmen eine Rolle zu spielen, sei stringente Kommunikation über alle Kanäle wichtig. Er empfiehlt etwa die Nutzung klarer Überschriften und FAQs, den Einbau regelmäßiger Zusammenfassungen oder Tabellen sowie den Rückgriff auf Schema.org-Markierungen.

Die Grundlagen der Optimierung für die unterschiedlichen LLMs funktionierten dabei gleich, doch “ein großer Unterschied liegt in der Auswahl der Quellen”, so Landwehr. So zitieren Perplexity und Gemini anders als ChatGPT “sehr oft” YouTube, Perplexity mag zudem auch Instagram. ChatGPT “liebt” dafür Reddit und nutzt “viel häufiger als andere Systeme Websites von News und Media Publishern als Quelle”.

Das Geschäftsmodell vieler journalistischer Angebote leidet bekanntlich unter der Verbreitung von KIs bei der Informationssuche. Gleichzeitig seien Medienmarken bei der GEO als Glaubwürdigkeits-Lieferanten wichtig. “KI-Systeme bevorzugen Inhalte aus renommierten Medien, die oft verlinkt und zitiert werden”, so Ziche. Tiefgründige Artikel seien dabei wichtiger als oberflächliche Erwähnungen. Advertorials dagegen würden an Bedeutung verlieren, wenn ihr werblicher Charakter sichtbar wird. Und während der Journalismus die Seitenaufrufe vermisst, die durch KI-Antworten wegfallen, ist “die Sichtbarkeit für die meisten Unternehmen die wichtigste Erfolgsmetrik”, erklärt Landwehr. Um als Marke in KI-Suchanfragen aufzutauchen, brauche es “konsistentes Markenmanagement und kontinuierliche Präsenz in großen und relevanten Fachmedien”. GEO sei “für fast alle Unternehmen relevant”, selbst Publisher und Vergleichsportale, die als Antwortquellen “zumindest ein paar Klicks bekommen möchten”.

Über die Auseinandersetzung mit GEO sollten Unternehmen klassische SEO aber nicht vernachlässigen, da diese das “Fundament” bleibt, sagen die Experten. “GEO funktioniert nicht als zusätzlicher Kanal, sondern lebt davon, dass SEO und PR enger zusammenrücken”, so Ziche. Wer beides bisher getrennt organisiert hat, müsse die Bereiche zusammenführen. Im Vergleich zum klassischen SEO gelte: “Weniger Keywords optimieren, mehr an Quellen und Autorität arbeiten.” Ein Fallstrick kann eine zu starke inhaltliche Nähe des eigenen Materials zu Wikipedia-Infos sein, da diese dann immer bevorzugt würden – “Unternehmen brauchen also eine unverwechselbare Komponente”, sagt Landwehr. Zudem seien regelmäßige Updates des eigenen Contents und der Jahreszahlen angeraten, weil KI-Systeme bevorzugt auf aktuelle Quellen zurückgreifen. Er warnt auch, dass Webhoster oder IT-Bereiche LLM-Crawler teils ohne Rücksprache blockieren, was jegliche Anstrengungen unterminieren kann.

Und schließlich ist all das nur begrenzt sinnvoll, wenn es sich nicht messen lässt. Entsprechend legen die Experten nahe, über Analytics-Tools die Zugriffe von Large Language Models zu identifizieren. Zudem empfehlen sie Prompt-Tracking, also die Analyse und Optimierung der Ergebnisse von Eingaben in ein KI-Modell. Damit könnten Marken z.B. erfahren, in welches Licht eine KI sie stellt oder ob und wo sie in den Antworten auf generische Prompts auftauchen.

Die Regeln, nach denen die KI-Modelle funktionieren, sind nicht in Stein gemeißelt und es bleibt abzuwarten, wie sie sich weiterentwickeln: “Die nächsten Jahre entscheiden, welche Praktiken als manipulative Muster gelten”, sagt Landwehr. Deswegen gelte: “Unternehmen sollten nur Inhalte veröffentlichen, die sie auch fachlich vertreten können.”

Drei Tipps von Malte Landwehr, damit die KI dich findet:
Tipp 1: Konsistente Markendarstellung. Unternehmen (und Personen) sollten die eigene Marke überall, wo sie die Kontrolle haben, konsistent beschreiben. Wenn auf der Homepage, in Pressemitteilungen, auf LinkedIn, Yelp und Crunchbase immer die gleichen Werte, Versprechungen und Alleinstellungsmerkmale hervorgehoben werden, ist das eine große Hilfe, um LLMs das Verständnis der eigenen Marke zu erleichtern.

Tipp 2: Einfach mal ein paar Prompts bei ChatGPT eingeben und sich die Quellen anschauen. Tauchen immer wieder die gleichen Quellen auf? Dann sicherstellen, dass die eigene Marke dort korrekt und prominent vertreten ist.

Tipp 3: Basierend auf Tipp 2 schauen, welche Art von Quellen für die eigenen Prompts häufig vorkommen. Sind es Publisher? Dann schnell mit einer Agentur für digitale PR sprechen und Advertorial-Möglichkeiten prüfen. Sind es soziale Netzwerke? Dann selbst aktiv werden oder mit Influencern zusammenarbeiten. Sind es kommerzielle, transaktionale Websites? Prüfen, ob es relevante Retail Media Angebote gibt.

Dieser Beitrag ist Teil der turi2-Themenwoche KI & Innovation. Hier geht’s zu weiteren Beiträgen >>>

    • Kurz und KNAckig: Jana Ballweber kritisiert Arbeitsverweigerung der Medienpolitik.

      Wenn es um den Umgang mit Instagram, TikTok & Co geht, ist aktuell Australien das große Vorbild der Medienpolitiker: Dort ist es Unter-16-Jährigen nun gesetzlich verboten, Social Media zu nutzen. Wenn es nach einigen deutschen Politik-Promis geht, könnten junge Menschen auch hierzulande bald...
      weiterlesen
    • Blick in die Glaskugel: Wie Gerald Hensel Markenverantwortliche zukunftsfest machen will.

      “Brand Future Scenarios” sollen mit KI die Zukunft erlebbar machen, um Markenverantwortliche in der Strategiearbeit zu unterstützen. Gerald Hensel von der Marketingberatung Superspring erzählt im Rahmen der Themenwoche Zukunft bei turi2, welcher Mehrwert entsteht, wenn aus Zielgruppe...
      weiterlesen
    • Es graswurzelt was: Wie das Jahr 2026 die Zuversicht in Medien, Wirtschaft und Politik zurückbringen könnte.

      Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sieht schwarz für das Land. Diese ernüchternde Bilanz steht ganz am Anfang einer repräsentativen und tiefenpsychologischen Studie, hinter der die Initiative 18, #UseTheNews und die Marktforschungsagentur Rheingold Salon stehen. Mitte Mai 2025 kam die Stud...
      weiterlesen
    • Premiere für die Flimmerkiste: Vor 100 Jahren lief der erste Fernseher.

      Viereckige Augen vom Glotzen: Als 1926 der erste mechanische Fernseher lief, war dessen Siegeszug kaum abzusehen. Ob Castingshows oder Wettspiel-Abend und “Tagesschau” oder Tier-Doku – was als Technikexperiment begann, endete als Massenmedium im Wohnzimmer, beschreibt Daniel Zander i...
      weiterlesen
    • Ist das ein Trend, oder kann das weg? Von Trends, Hypes und allem dazwischen.

      Trends sind leise Verhaltensänderungen, Hypes dagegen laute Versprechen ohne Belege, finden Christian Simon und Johannes Klingebiel. Die Hosts des Podcasts “Hype Institut” sortieren in ihrem Gastbeitrag für die Themenwoche Zukunft das aktuelle Buzzword-Bingo und loten die Grenzen der...
      weiterlesen
    • “Die Menschen entwickeln nicht mehr automatisch Freude, nur weil etwas ‘nachhaltig’ ist.” Sebastian Ackermann über die Kommunikation von erneuerbaren Energien und sein TikTok-“Dilemma”.

      Hat der Begriff “Energiewende” ausgedient? Sebastian Ackermann, Leiter Kommunikation und Marke bei EnBW, spricht im Interview mit turi2 lieber von der “Transformation der Energieinfrastruktur”, auch weil der Begriff “Energiewende” sich zunehmend abnutze und au...
      weiterlesen
    • Mut zur Schnecke: Warum Philosophin Rebekka Reinhard der “Raketen-Geschwindigkeit” der KI mit Langsamkeit begegnet.

      Ausgerechnet ein Magazin über KI setzt auf gedrucktes Papier als “Artefakt”, das zur Langsamkeit zwingt. “human”-Chefredakteurin Rebekka Reinhard erklärt im Auftakt-Interview zur Themenwoche Zukunft bei turi2, warum sie Haptik gegen die “Raketen-Geschwindigkeit̶...
      weiterlesen
    • Kurz & KNAckig: Jana Ballweber über “Sensationslust” im Fall Burgard.

      In der Berichterstattung über den Rückzug von Jan Philipp Burgard als “Welt”-Chefredakteur haben Medien eine “fußballkommentatorenhafte Sensationslust” an den Tag gelegt und “jede Umdrehung scheibchenweise vermeldet”, schreibt KNA-Redakteurin Jana Ballweber in...
      weiterlesen
    • Wort & Bild Verlag bringt mit “Apotheken Umschau Medicus” erstes Kaufmagazin an den Kiosk.

      Wort für Geld: Der Wort & Bild Verlag bringt heute das neue Print-Magazin “Apotheken Umschau Medicus” an den Kiosk, das auf 124 Seiten Meilensteine der Medizingeschichte thematisiert. Es ist in der 70-jährigen Verlagsgeschichte das erste Kaufmagazin. Es kostet 9,95 Euro. “W...
      weiterlesen
    • Ein Meisterwerk der Freiwilligkeit – Wikipedia feiert 25. Geburtstag.

      Täglich schlagen Millionen Menschen Informationen bei Wikipedia nach. Dahinter stecken wiederum Millionen Menschen, die in ihrer Freizeit Artikel verfassen. Ein System, das in 25 Jahren unersetzlich geworden ist, beschreibt Anna Mertens in unserer Rubrik NewsKNAcker, die wir zusammen mit der KNA...
      weiterlesen

    Artikel-Navigation

    ← turi2 am Abend: Helge Fuhst, Jan Philipp Burgard, GIK. turi2 am Morgen: Wort & Bild Verlag, Wikipedia, Wolfram Weimer. →

Werktags um 7 und 17 Uhr die wichtigsten News aus Medien, Marketing und PR als Newsletter. Jetzt abonnieren!

Loading...

Suchen auf turi2.de

Banner turi2 Themenwoche
Impressum, Datenschutz, Mediadaten, FAQ, RSS-Feed, Termine
Dieses Blog läuft mit WordPress