Köpfe der Kommunikation

Katja Brandt

Status: Katja Brandt ist Mindshare-Chefin für die DACH-Region.

Bio: Katja Brandt studiert 1987 Betriebswirtschaft. Sie arbeitet u.a. für Europcar sowie für Benckiser Germany. Brandt agiert bei Vizeum Germany als CEO und Executive Board Member der Dentsu-Aegis-Gruppe. Seit März 2017 leitet Brandt bei der GroupM-Tochter Mindshare die DACH-Region.

E-Mail:

katja.brandt@mindshareworld.com

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Machen Google und Facebook die klassische Mediaagentur obsolet? Katja Brandt in der turi2 edition #13:

Katja Brandt über ihr Vorbild Coco Chanel in der turi2 edition #12, Vorbilder:

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Katja Brandt bei turi2:

    • Willkommen im Club: Tessniem Kadiri.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Audio-Talent Tessniem Kadiri podcastet für die junge Redaktion von Funke, macht Radiobeiträge für den WDR – und ist neuerdings auch Clubhouse-Reporterin bei turi2. Kadiri ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Daniel Bouhs, Katja Brandt und Volker Herres.
      turi2.de/koepfe (Profil Kadiri)

    • Machen Google und Facebook die klassische Mediaagentur obsolet, Katja Brandt?


      Wandelbar:
      Katja Brandt, Chefin von Mindshare, findet, dass sich Mediaagenturen stärker verändert haben als alle anderen Geschäftsbereiche der Kommunikationsbranche. In der turi2 edition #13 beschreibt sie, wie sich bei Mindshare Aufgabenbereiche und Investitionen verschoben haben und weshalb ihre Arbeit nach wie vor relevant ist. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen.

      Mediaagenturen sind heute alles andere als obsolet. Das Gegenteil trifft zu: Sie spielen eine wichtigere Rolle denn je. Jahr für Jahr vertrauen die werbungtreibenden Unternehmen uns Mediaagenturen mehr Budget und Werbegeld an.

      Kein anderer Teil der Kommunikationsbranche dürfte sich in den letzten Jahren so fundamental verändert haben wie die Mediaagenturen. Auf Mindshare trifft das definitiv zu. Unsere Arbeit, unsere Struktur und unsere Kultur haben nur noch wenig mit der Agentur zu tun, die wir vor zehn Jahren waren. Wir haben in Technologie und Daten-Intelligenz investiert. An die Stelle der klassischen Media-KPIs sind zunehmend Ziele wie Geschäftserfolg getreten.

      In dieser veränderten Medienwelt sind Plattformen wie Google und Facebook maßgebliche Partner für werbungtreibende Unternehmen. Das macht Mediaagenturen allerdings nicht überflüssig. Im Gegenteil. Die Komplexität des Geschäfts und der Bedarf an Beratung, insbesondere bei Daten, ist enorm gestiegen. Genau das können wir gut. Dafür sind wir da.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #13 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Zum Beispiel beim Thema Walled Gardens. Diese autonomen, in sich abgeschotteten Systeme einzelner Plattformen und Vermarkter erschweren das, was in der heutigen Marketingkommunikation die Schlüsseldisziplin ist: eine nahtlose Ansprache von Zielgruppen. Den notwendigen Brückenschlag zwischen den großen US-Plattformen, weiteren Datenquellen und klassischen Reichweitenmedien wie Fernsehen beherrschen nur wenige. Uns bei Mindshare gelingt dieser Brückenschlag bereits in vielen Bereichen – und wir arbeiten daran weiter.

      Übrigens: Zu unseren Kunden in Deutschland gehören etwa Facebook, Instagram oder Ex-Startups wie Booking.com. Auch das macht mich optimistisch, dass wir weiterhin gebraucht werden.

      Alle Geschichten aus der turi2 edition #13 lesen: turi2.de/edition13

    • Willkommen im Club: Sabia Schwarzer.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Allianz-Chefkommunikatorin Sabia Schwarzer setzt beruflich wie privat auf Ehrlichkeit und Transparenz. Schwarzer ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Rüdiger Ditz, Patricia Riekel und Katja Brandt.
      turi2.de/koepfe (Profil Schwarzer)

    • Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer soll MDR-Programmdirektor werden.

      Von New York nach LE: Der MDR holt Ex-“Spiegel”-Chef Klaus Brinkbäumer als Programmchef nach Leipzig, berichtet zuerst Ulrike Simon bei “Horizont”. Eine Sendersprecherin bestätigt auch dem “Spiegel”, dass Intendantin Karola Wille Brinkbäumer für den Posten vorschlagen will. Entscheiden muss der Rundfunkrat, der am Montag tagt. Sollte Brinkbäumer gewählt werden, wovon Simon ausgeht, werde er seinen neuen Job bereits am 15. Januar 2021 antreten. Er folgt auf Wolf-Dieter Jacobi, der den MDR im Sommer überraschend verlassen hat. Auch Leitung der Programmdirektion in Halle wird neu besetzt: Die bisherige MDR-Fernsehspielchefin Jana Brandt übernimmt für Katja Wildermuth, die Intendantin des Bayerischen Rundfunks wird.

      Mit Brinkbäumer holt sich Wille “ein Renommee und eine publizistische Kraft” ins Haus, “die kaum einer dem MDR je zugetraut hätte”, schreibt Simon. Nach seiner Demission als “Spiegel”-Chefredakteur 2018 hat Brinkbäumer gut zwei Jahre in den USA gelebt, erst Ende September ist er nach Deutschland zurückgekehrt. Spuren in der ARD hat er zuletzt als Co-Autor der TV-Doku Im Wahn – Trump und die Amerikanische Katastrophe hinterlassen, die er zusammen mit Stephan Lamby produziert hat. In Folge war Brinkbäumer als USA-Experte regelmäßiger Gast in Talkshows und Hörfunksendungen. (Foto: Eventpress / Picture Alliance)
      horizont.net (Paid), spiegel.de

    • turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Katja Brandt schreibt über Coco Chanel.


      Befreiung:
      Coco Chanel stellt Schnitt- und Rollenmuster auf den Kopf und ebnet so den Weg für die erfolgreichen Frauen, die nach ihr kommen. Ihr Leben ist bis heute ein Lehrstück für Innovation und Veränderung, schreibt Mindshare-Chefin Katja Brandt in der turi2 edition #12.

      In meinem Kleiderschrank hängen nur einzelne Stücke von Chanel, ich habe nur hin und wieder mal Chanel No. 5 gekauft. Trotzdem ist Coco Chanel eine Persönlichkeit, die ich bewundere. Denn es geht bei ihr um so viel mehr als um Kleider und Parfum.

      Gabrielle “Coco” Chanel war eine Visionärin, die nicht nur die Mode revolutioniert hat. Sie hat Generationen von Frauen befreit: vom Korsett – aber vor allem in den Köpfen. Man kann sie als eine der ersten Feministinnen sehen. Ihre radikal neuen Schnittmuster räumen auf mit alten Rollenmustern: Sie kürzt Röcke und Frisuren, lässt sich durch Uniformen inspirieren, entwickelt daraus einen Stil von zeitloser Eleganz. “Mode ist nicht nur eine Frage der Kleidung”, hat sie mal gesagt. “Mode hat etwas mit Ideen zu tun, damit, wie wir leben.”

      An dem Menschen Coco Chanel bewundere ich den Mut und die Beharrlichkeit, mit dem sie ihre Vision verfolgt. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen, wächst im Waisenhaus auf. Ihr vorgezeichnetes Schicksal: eine von Tausenden Näherinnen in den Textilfabriken von Paris zu werden. Stattdessen erschafft sie ein Mode- Imperium, für das auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs Anfang der 30er mehr als 4.000 Menschen arbeiten. Auch heute wäre das eine beeindruckende Biografie. Anfang des vergangenen Jahrhunderts ist es eine Sensation.

      Als Chanel 1953, inzwischen 70, ein Comeback versucht und ihre erste Kollektion seit 14 Jahren veröffentlicht, wird sie von der französischen Öffentlichkeit verspottet. Manch einer wäre daran zerbrochen. Coco Chanel aber erobert mit ihrer Mode die USA und wird erfolgreicher als je zuvor.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #12 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Die Geschichte der Coco Chanel ist bis heute eine große Inspiration für jeden, der sich mit Unternehmensführung und Marketing beschäftigt. Es ist eine Geschichte über Innovation par excellence. Diese Frau müssen unbändige Neugier und schöpferische Fantasie ausgezeichnet haben. Ihre ersten Outfits entwickelt sie, indem sie mit der Kleidung ihres Geliebten experimentiert. Sie ist eine der ersten Frauen, die Hosen trägt. Aus Jersey, einem vermeintlich minderwertigen Material, aus dem bis dahin vor allem Männerunterwäsche hergestellt wurde, fertigt sie Kostüme und Röcke. Sie erfindet ein Abendkleid in einer Farbe, die bislang nur zu Beerdigungen getragen wurde: das “kleine Schwarze”. Keine Konvention, keine Regel und kein Denkverbot, von dem sie sich einschränken lässt. Das ist der Stoff, aus dem erfolgreiche Innovationen entstehen.

      Ein weiteres Talent: den Geist der Zeit zu erkennen – und ihm Ausdruck zu verleihen. Nach dem ersten Weltkrieg wollen sich viele Frauen nicht mehr von Miedern einengen und als schmückendes Beiwerk ihrer Gatten ausstaffieren lassen. Sie sehnen sich nach Mode, die Ausdruck ihrer Unabhängigkeit ist. Coco Chanel trifft mit ihren Kollektionen den Nerv dieser Zeit. Die Bewegungsfreiheit, die ihre Kleidung den Trägerinnen lässt, steht stets auch für eine gesellschaftliche Befreiung.

      In vielem war Coco Chanel ihrer Zeit voraus. Die kurzlebige, billig produzierte “Fast Fashion” von heute wäre ihr ein Graus. “Ich bin gegen Mode, die vergänglich ist. Ich kann nicht akzeptieren, dass man Kleider wegwirft, nur weil Frühling ist”: in einer Zeit, in der sich immer mehr Unternehmen auf Nachhaltigkeit besinnen, aktueller denn je. In dieser leuchtenden Biografie gibt es aber auch dunkle Flecken: Nach offiziellen Angaben hat Chanel während der Besatzungszeit für die Nationalsozialisten spioniert.

      Wenn ich Coco Chanel als Vorbild bezeichne, denke ich an die visionäre Unternehmerin, Querdenkerin und geniale Marken-Schöpferin, die den Weg für viele mutige Frauen geebnet hat, die nach ihr kamen. Eines meiner Lieblingszitate von ihr: “Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut.”

      Alle Geschichten aus der turi2-edition #12 lesen: turi2.de/edition12

    • Thorsten Gabriel steigt bei Mindshare in die Geschäftsführung ein.

      Mindshare verpflichtet Thorsten Gabriel als Geschäftsführer. Er übernimmt u.a. die Betreuung der Etats von Lufthansa, Dyson und Booking.com. Gabriel kommt von Konkurrent Vizeum, ebenso wie dereinst seine neue Chefin Katja Brandt. Bei Vizeum war Gabriel u.a. für den Ferrero-Etat zuständig.
      horizont.net

    • Zitat: Katja Brandt sieht eine veränderte Rolle von Agenturchefs.

      “Der eine große Hero, der für alles steht, funktioniert heute nicht mehr. Dafür verändern sich die Dinge viel zu schnell.”

      Katja Brandt, Mindshare-Chefin für die DACH-Region, sagt im “W&V”-Interview, sie wäre eine schlechte Geschäftsführerin, würde sie ihre Agentur so aufbauen, dass der Erfolg an ihr persönlich hängt.
      “Werben & Verkaufen” 17/2019, S. 10-15 (Paid), turi2.de (Background)

      Weiteres Zitat aus dem Interview:
      “Die Rolle von Agenturchefs hat sich verändert. Es wird weniger über einzelne Personen definiert.”

      Aus dem Archiv von turi2.tv: Mindshare-Chefin Katja Brandt wünscht sich klare Regeln für digitale Werbewirkung.

    • Mindshare Deutschland und CEO Stefan Uhl trennen sich.


      Ciao CEO: Mindshare und Deutschland-Chef Stefan Uhl gehen nach weniger als einem Jahr Zusammenarbeit getrennte Wege. Die CEO-Stelle soll nicht neu besetzt werden, teilt Mindshare mit. Katja Anette Brandt, Chefin für die DACH-Region, und die restliche Mindshare-Geschäftsführung sollen Uhls Aufgaben übernehmen.

      Mindshare schreibt, die globale Netzwerk-Leitung habe die Umstrukturierung entschieden. Horizont.net analysiert, Deutschland-CEO Uhl habe offenbar nicht so harmonisch mit Brandt und der übrigen Agentur zusammengearbeitet wie erhofft.
      horizont.net, turi2.de (Background)

    • Die spannenden Media-Persönlichkeiten vor den turi2.tv-Kameras.

      Seid umschlungen, Millionen: Frauen wie Katja Brandt entscheiden über Wohl und Wehe der Medien. Als Chefin der Mediaagentur Mindshare bestimmt sie mit, wohin die Werbe-Millionen wandern. turi2.tv und unser Partner “Horizont” holten sie deshalb 2017 vor die Kamera. In unserer Playlist mit den wichtigen Media-Persönlichkeiten spricht außerdem ein weiterer Millionen-Jongleur: GroupM-Boss Boris Schramm attestiert dem zunehmend digitalisierten und komplexen Werbemarkt ein Machtvakuum.

      Über Print spricht im turi2.tv-Interview Antje Neubauer, die Marketingchefin der Deutschen Bahn. Das Gedruckte bewegt auch Tina Beuchler: Die Digital- und Mediachefin von Nestlé in Deutschland wünscht sich Titel mit klarem Profil, um wirksame Werbebotschaften platzieren zu können. Auf die Wirksamkeit von Influencern baut Dana Duch beim Beauty-Giganten L’Oréal. Und Ferrero-Mediachef Uwe Storch erläutert vor der Kamera, warum es wichtiger denn je ist, die Werbe-Millionen breit über diverse Medien zu verteilen.
      turi2.tv (YouTube-Playlist mit sechs Videos)

      Hat unsere Kamera spannende Media-Themen verpasst? Schreiben Sie turi2.tv-Redaktionsleiter Jens Twiehaus eine Mail mit Themenvorschlägen.

    • Mindshare-Chefin Katja Brandt vermisst ausgereifte Erfolgskontrollen für digitale Werbung.


      Für uns alle Neuland: Die Wirkung von digitaler Werbung ist noch immer weitgehend unerforscht, sagt
      Katja Brandt, neue Chefin der Mediaagentur Mindshare im deutschsprachigen Raum. Es fehlten einheitliche “Währungen”, also Messgrößen, über die sich Erfolg definiert. Brandt plädiert im Video-Interview von “Horizont” und turi2.tv dafür, nicht nur auf Klicks zu gucken, sondern auf den Effekt der Werbung auf das Geschäftsergebnis.

      Anders als viele andere Medienmacher geht Brandt nicht pauschal auf Google und Facebook los. Intransparenz mag sie den Unternehmen nicht per se vorwerfen: “Die Global Player haben eine andere Perspektive auf die Märkte und damit auch, wie sie mit ihren Daten umgehen”, sagt Brandt. Sie erkennt eine konstruktive Haltung. Dabei sieht sie auch die klassischen Medien in der Pflicht, die sich der Diskussion um digitale Daten stellen müssen.
      turi2.tv (6-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2)