Köpfe der Kommunikation

Manfred Braun


Status: Manfred Braun ist ehemaliger Geschäftsführer von Bauer und Funke und war über Jahrzehnte einer der prägenden Verlagsmanager der Republik.

Geboren am 13. Juli 1952 in Hamburg

Bio: Bei Bauer arbeitet sich der studierte BWLer Manfred Braun von 1971 bis 2006 beharrlich nach oben und lernt, Zeitschriften günstig und massentauglich zu produzieren. 2007 wechselt er als Geschäftsführer zur Funke Mediengruppe. Im Juli 2013 kauft Funke Springer für 920 Mio Euro “Bild der Frau”, “Hörzu”, “TV Digital” und ein Dutzend weitere Zeitschriften und Zeitungen ab. Braun beweist mit dem Deal, dass viele Zeitschriften – etwa Programmies und Frauentitel – sich in digitalen Zeiten besser halten, als Skeptiker erwarten. Ende März 2018, im Alter von knapp 66 Jahren, verlässt Braun Funke und geht in den Ruhestand. Auf ihn folgt an der Verlagsspitze der langjährige Bauer-Manager Andreas Schoo.

E-Mail: Manfred.braun.52@t-online.de

Profile:
keine

Manfred Braun hält beim VDZ Publishers’ Summit im November 2017 eine motivierende Rede:

“Wo ist Manfred Braun?” – Der Film zum Horizont-Award im Januar 2016:

Manfred Braun 2016 im großen Interview mit Peter Turi in der turi2 edition #3 – Zeitschriften in Deutschland:

Das Geburtstagskind der Branche im Juli 2017:
Wir graturilieren: Manfred Braun wird 65.

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Manfred Braun bei turi2:

    • Willkommen im Club: Nick Marten.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Ex-Otto-Kommunikator Nick Marten spricht heute nicht mehr über den Versandhandel, sondern als PR-Chef beim Stepstone-Portal Gehalt.de über Geld. Marten ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Lisa Altmeier, Manfred Braun und Hans Hamer.
      turi2.de/koepfe (Profil Marten)

    • Funke-Bosse Saffe und Schoo: Verlags-Kooperationen dürfen kein Selbstzweck sein.


      Allein allein: Funke pocht unter Andreas Schoo und Ove Saffe stärker auf Eigenständigkeit. Im Interview mit “Horizont” erteilen die Geschäftsführer der bis Jahresbeginn diskutierten gemeinsamen Vertriebs- und Vermarktungsfirmen mit Burda und Bauer eine Absage: “Wir haben die Kraft, alleine zu leben und auch zu wachsen”, sagt Schoo und hebt sich damit stark von seinem Vorgänger Manfred Braun ab, der für mehr Miteinander plädierte. Kooperationen dürften keine Selbstzweck sein und müssten echte Vorteile bringen.

      Trotz gelockerten deutschen Kartellrechts würden die strengeren EU-Regeln einer stärkeren Zusammenarbeit der Großverlage im Wege stehen, so Schoo. Ove Saffe sieht vor allem bei den mehr als 250 regionalen Tageszeitungen in Deutschland noch Luft für “Kooperationen, Fusionen oder Übernahmen”. Interviewer Roland Pimpl glaubt auch die “persönlichen Differenzen einzelner Akteure” sind möglicher Grund fürs Scheitern von Gemeinschaftsunternehmen der Großverlage.
      “Horizont” 43/2018, S. 1, 22-23 (Paid)

      Aus dem Archiv von turi2.tv: Manfred Braun versprüht beim VDZ Summit 2017 Print-Optimismus.

    • “Horizont”: Kartellamt blockiert Bündnis von Bauer, Burda und Funke.

      Verlage: Ein geplantes Bündnis der Branchengrößen Bauer, Burda und Funke scheitert am Kartellamt, erfährt Roland Pimpl. Die Behörde sperre sich gegen Allianzen in der Werbevermarktung und auch im Vertrieb. Trotz gelockerter Kriterien durch die sogenannte GWB-Novelle befürchten die Kartellis offenbar marktbeherrschende Stellungen und Probleme mit dem EU-Kartellrecht.

      Fürsprecher wie Burda-Vorstand Philipp Welte und der inzwischen ausgeschiedene Funke-Chef Manfred Braun werben schon lange für mehr Zusammenarbeit, um das schrumpfende Kerngeschäft der Verlage gegenüber Mediaagenturen, Google und Facebook zu stärken. In der Diskussion war, dass Bauer und Funke ihre Anzeigen von der Burda-Tochter BCN vermarkten lassen. Bauer sollte den Vertrieb für Titel aller drei Verlage übernehmen. Diese Pläne müssen nun eingedampft werden. Roland Pimpl hört im Funke-Flurfunk, dass sich das Thema Allianzen dort vorerst komplett erledigt habe.
      “Horizont” 16/2018, S. 6 (Paid), turi2.de

      Aus dem Archiv von turi2.tv: Verlage sollen sich zusammenraufen, fordert Burda-Vorstand Philipp Welte im Jahr 2016.

    • Bauer verpflichtet Ex-NZZ-Chef Veit Dengler.

      Ein Ösi in Hamburg: Bauer verpflichtet Veit Dengler, 49, als Geschäftsführer für internationale Märkte und neue Geschäftsfelder. Damit verantwortet er die Aktivitäten der Bauer Media Group u.a. in Großbritannien, den USA und Australien. Mit dem Neuzugang will Verlegerin Yvonne Bauer den Umbau der Geschäftsleitung abschließen. Bauer freue sich, mit Dengler einen “vielseitigen und international erfahrenen Top-Manager an Bord geholt” zu haben.

      Die Neuausrichtung war durch den Wechsel des früheren Bauer-Geschäftsleiters Andreas Schoo zu Funke nötig geworden. Die Lücke soll Dengler nun schließen. Der Österreicher Dengler musste im Juni 2017 als Chef der Schweizer NZZ-Gruppe gehen. Grund für die Trennung sollen unterschiedliche Auffassungen zwischen Dengler und dem Verwaltungsrat zur Umsetzung der Unternehmensstrategie gewesen sein.
      wuv.de, horizont.net, turi2.de (Dengler), turi2.de (Schoo), turi2.de (Funke)

      Aus dem Archiv von turi2.tv: “NZZ”-Chef Veit Dengler über Innovationen in der Zeitung.

    • Manfred Braun tritt als Funke-Chef ab, Andreas Schoo folgt nach.


      Es bauert in Essen: Funke bekommt mit Andreas Schoo, 57 (rechts), ab April einen neuen Geschäftsführer. Der bisherige Bauer-Manager folgt auf Manfred Braun, 65. Beide haben viele Jahre gemeinsam bei Bauer gearbeitet. Bei Funke wird Schoo die Verantwortung für die Zeitschriften und das Digitale übernehmen. Als weiterer Geschäftsführer bleibt Finanz-Fachmann Michael Wüller im Amt. Offen ist der Chef-Job für den Bereich Zeitungen: Funke-Manager Ove Saffe gilt als Top-Kandidat, schreibt Roland Pimpl.

      Andreas Schoo war zehn Jahre Mitglied der Bauer-Geschäftsleitung und insgesamt 25 Jahre im Konzern. Er verantwortete die Geschäfte in Print, Digital und Radio, im September gab er überraschend seinen Abschied bekannt. Unter Braun kaufte Funke u.a. Springer-Zeitschriften wie “Hörzu” und Zeitungen wie das “Hamburger Abendblatt”. Schoo könnte diesen gelungenen Expansionskurs fortsetzen. Braun jedenfalls wird von Verlegerin Julia Becker mit allen Ehren, Pauken und Trompeten verabschiedet: “Er hat einen großartigen Job gemacht.”
      funkemedien.de, meedia.de, horizont.net

      Aus dem Archiv von turi2.tv: Manfred Braun versprüht im November gute Laune für Print.

    • Die großen Tiere 2017: In diesen Videos sprechen die Chefs.


      Wir hatten sie (fast) alle: Bei
      turi2.tv geben sich die Bosse die Klinke das Mikro in die Hand. Gemeinsam mit unserem Partner “Horizont” haben wir 2017 viele Entscheider aus Verlagen, Sendern und der Werbung befragt. Gebündelt präsentieren wir ein Best-of: Zum Beispiel mit dem kauflustigen Udo Müller, dessen Konzern Ströer immer beachtlicher wächst. Vor der Kamera standen auch ein gut gelaunter Funke-Chef Manfred Braun und ein wie gewohnt visionärer “Handelsblatt”-Herausgeber Gabor Steingart.

      Ein Flair von Hollywood trug Florian Haller in unseren bescheidenen Branchendienst. Der Serviceplan-Chef gilt immerhin als Hugh Grant der Werbeindustrie. Daimler-Chefkommunikator Jörg Howe teilte im Interview gegen Journalisten aus, “Spiegel”-Verlagsleiter Jesper Doub nahm sie in Schutz. Christian Nienhaus‘ Thema vor dem Mikro waren Medien, die zu starken Marken werden. Interview-Gast Lukas Kircher wiederum arbeitet mit C3 daran, dass alle Marken zu Medien werden.

      Als Vertreter der klassischen Branche darf Frank Vogel von Gruner + Jahr gelten – im Interview über Vermarktung von Zeitschriften. Eine Menge davon hat auch Jörg Hausendorf von Bauer im Regal liegen. Peter Kropsch wiederum stellte sich der Branche per turi2.tv-Interview nach einigen Monaten im Amt als dpa-Chefredakteur vor.
      turi2.tv (YouTube-Playlist mit elf Videos)

      Haben wir große Tiere vergessen? Themenvorschläge gehen per Mail an turi2.tv-Redaktionsleiter Jens Twiehaus.

    • fragebogen2: Manfred Braun.

      fragebogen2: Manfred Braun hat weder auf seine Mutter noch auf sein junges Herz gehört. Trotzdem ist aus dem Funke-Chef ein zufriedener Mann geworden. Braun erzählt im Video-Fragebogen, dass Mutti aus ihm einen Bauern machen wollte – und der kleine Manfred in sich selbst einen Piloten sah. Beinahe hätte es Braun auch noch in den Lehrer-Beruf verschlagen, doch dann studierte der passionierte Rotwein-Trinker Betriebswirtschaft und kam ab 1971 doch noch in gewisser Weise zur Landwirtschaft: Er arbeitete 35 Jahre für Bauer (allerdings den Verlag).
      turi2.tv (91-Sek-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2.de (Braun im lexikon2), turi2.de (Video-Interview)

    • Zitat: Funke-Chef Manfred Braun freut sich über Wachstum im Niedergang.

      “Als ich anfing, hat eine Programmzeitschrift 3,5 Mio Auflage gehabt. 1 Mio wäre als große Katastrophe empfunden worden. Heute haben die Zeitschriften eher 300.000, die Renditen sind eher besser.”

      Funke-Chef Manfred Braun, 65, hat Spaß auch mit schwindender Auflage. Im Video-Interview begründet er, warum Verleger generell den Kopf nicht hängen lassen sollten.
      turi2.tv (5-Min-Interview auf YouTube)

      Weitere Zitate:

      “Mit den Zeitschriften werden wir kaum große Sorgen haben. Im Gegenteil: Wir müssen sehen, dass wir mehr junge Talente bekommen, denn die müssen die Geschichten für ihre Generation erzählen.”

      “Journalismus als Treibriemen für die menschliche Gesellschaft und Kommunikation wird nicht in Kürze vorbei sein.”

      “Es gibt immer so Early Adopter und Freaks die glauben, dass mit der Technologie sich die Welt ändert. Nein, die Menschen sind seit 2.000 Jahren nach den gleichen Grundwerten ausgerichtet. Die Verkleidung ändert sich etwas.”

      “Wenn Programmatic Advertising zukünftig bedeutet, dass eine Maschine besser Werbeempfehlungen geben kann als ein Außendienst, dann ist unser Außendienst nicht gut genug.”

    • Manfred Braun versprüht gute Laune: Der Funke-Chef glaubt an eine große Zeitschriften-Zukunft.


      Ein Braun wie ein Baum:
      Manfred Braun liebt nicht nur Zeitschriften, sondern auch (selbst)lobende Worte. Der Funke-Chef hält beim VDZ Publishers’ Summit eine motivierende Rede – und begründet anschließend vor der Kamera von turi2.tv und “Horizont”, warum es der Branche blendend geht. Braun sagt: Technologische Veränderungen ändern nichts am Berufsfeld des Journalismus. “Journalismus als Treibriemen für die menschliche Gesellschaft und Kommunikation wird nicht in Kürze vorbei sein.”

      Braun frotzelt streitbar über Early Adopter und Freaks, die glaubten, mit Technologie ändere sich die Welt. “Nein, die Menschen sind seit 2.000 Jahren nach den gleichen Grundwerten ausgerichtet. Die Verkleidung ändert sich etwas”, sagt Braun – sicher eine umstrittene These. Braun sorgt sich überhaupt nicht um die Zukunft der Zeitschriften. Nur Nachwuchs brauchten die Redaktionen dringend: “Wir müssen sehen, dass wir mehr junge Talente bekommen, denn die müssen die Geschichten für ihre Generation erzählen.”

      Ein bisschen mehr Sorgen sollte sich der Anzeigenvertrieb machen, denn für den hat Braun eine klare Ansage: Seid besser als Maschinen. “Wenn Programmatic Advertising zukünftig bedeutet, dass eine Maschine besser Werbeempfehlungen geben kann als ein Außendienst, dann ist unser Außendienst nicht gut genug.”
      turi2.tv (5-Min-Interview auf YouTube)

    • Funke plant gemeinsame Münchner Redaktion für “Donna” und “myself”.

      Funke will für die beiden zugekauften Frauenzeitschriften “Donna” und “myself” eine gemeinsame Redaktion in München gründen, sagt Manfred Braun der “Süddeutschen Zeitung”. Dort entwickelte Reise-, Sport- und Food-Themen sollen nicht nur die beiden Magazine füllen, sondern allen Zeitungen der Funke-Gruppe für deren Service-Rubriken zur Verfügung stehen. Funke hatte beide Frauenzeitschriften erst diesen Sommer übernommen – “Donna” von Burda, “myself” von Condé Nast.
      sueddeutsche.de, turi2.de (Background “Donna”), turi2.de (Background “myself”)