Köpfe der Kommunikation

Hubert Burda


Status: Hubert Burda ist Eigentümer von Hubert Burda Media und damit einer der letzten großen Verleger.

Geboren am 9. Februar 1940 in Heidelberg

Bio: Hubert Burda wird als jüngster von drei Söhnen des Verleger-Ehepaares Franz und Aenne Burda geboren. Er studiert Kunstgeschichte, Archäologie und Soziologie, macht Volontariate bei US-Werbeagenturen und arbeitet bis 1974 als Verlagsleiter der Burda-Zeitschrift “Bild und Funk”. 1987 übernimmt er nach dem Tod seines Vaters als Vorstandsvorsitzender die Burda Holding. In seine Zeit fällt unter anderem 1993 die Gründung des “Focus”. 2017 überträgt er seinen Kindern die Kapitalmehrheit am Burda-Konzern und behält selbst nur noch 25,1 %. Durch ein sogenanntes Nießbrauchsrecht behält er aber vorerst die Macht.

E-Mail: burdahu@burda.com

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Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Hubert Burda bei turi2:

    • Burda kauft den polnischen Online-Shop Cocolita.pl, will rund 55 Mio in Polen investieren.


      Go east: Burda will sein Engagement in Polen ausweiten und in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 55 Mio Euro investieren. Der Verlag plant einen Standort für neue Technologien und E-Commerce in Rzeszów im Südosten Polens. Als einen ersten Schritt der Investitionspläne steigt Burda mit einer Mehrheitsbeteiligung bei der E-Commerce-Plattform Shoko ein, die den Onlinestore Cocolita.pl betreibt. Cocolita.pl verkauft insbesondere Beauty-Produkte. Das bisherige Managementteam um Gründer Hubert Gorecki bleibt an Bord, das Unternehmen soll weiter eigenständig operieren. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

      Martin Weiss (Foto), Burda-Vorstand und Chef der Sparte BurdaInternational, sagt zu den Plänen: “Polen war schon immer ein wichtiger Markt für uns, der jetzt durch unsere geplanten Investitionen von rund 55 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird.” Zur Übernahme von Cocolita.pl sagt er. “Während unser Verlagsgeschäft ein wichtiger, integraler Bestandteil unseres Geschäftes in Polen bleiben wird, ermöglicht uns die Investition in Cocolita, unsere digitale Transformation zu beschleunigen.”
      burda.com

    • Jan Böhmermann nimmt Klatschblätter auseinander.


      Regenbogen-Schelte: Jan Böhmermann knöpft sich im “ZDF Magazin Royale” das Geschäft der Klatschzeitschriften und deren Verlage vor. Kern des Geschäftsmodells sei es, “ein Fitzelchen Wahrheit zur größtmöglichen Skandalschlagzeile aufblasen, sodass es gerade eben noch juristisch erlaubt ist”. Besonders Burda, Bauer, Funke und Klambt bekommen ihr Fett weg. Nebenbei schießt Böhmermann aber auch gegen Gruner + Jahr und Springer, die bei der Verlags-Initiative Best4 miteinander kooperieren.

      Namentlich genannt und zum Teil zitiert werden vor allem Burda-Vorstand Philipp Welte und sein Verleger Hubert Burda, Klambt-Verleger Lars Rose und Bauer-Verlegerin Yvonne Bauer. Daneben werden Stephan Schäfer von Gruner + Jahr und Jan Bayer von Springer erwähnt, sowie der bei Bauer bereits ausgeschiedene Jörg Hausendorf.

      Die Vorwürfe gegen die Regenbogenblätter und die Fälle, die Böhmermann bespricht, sind zum größten Teil bekannt. Neu ist, dass Böhmermann den Spieß umdreht und am Samstag ein Klatschblatt über die Verlegerinnen an den Kiosk legt. Das “Freizeit Magazin Royale” kommt mit 32 Seiten und 500.000 Auflage und enthält “Qualitätstragödien, Schocknachrichten und Horror-Diagnosen” über die Zeitschriften-Macherinnen von Bauer, Burda, Funke, Klambt und Co. Die Titel-Zeile “Wie er mit Intrigen, Inzucht und Inkontinenz Millionen machte” über “Verleger-König” Hubert Burda gibt den Ton vor. In der Online-Ausgabe sind alle Fotos und Geschichten über die Verlegerinnen vorsorglich geschwärzt. Das Print-Heft lässt sich auch im Online-Shop bestellen.
      youtube.com (18-Min-Video), uebermedien.de, br.de, shop.freizeitmagazinroyale.de, turi2.de (Background)

    • Procter & Gamble und Burda starten Ü-50-Kampagne.

      FSK 50: Procter & Gamble und Burda wollen mit seiner neuen Kampagne ab Ostern “Glücksmomente mit Oma und Opa” zeigen. 100 ausgewählte Botschafterinnen, die sich zuvor bewerben konnten, posten in einer Social-Media-Kampagne unter dem Hashtag #GemeinsamStärker. Begleitet wird die Kampagne u.a. in den Burda-Medien SuperIllu und Freizeit Revue, in denen passende Artikel sowie Werbeanzeigen erscheinen.
      burda.com

    • “For Our Planet”: Burda startet Nachhaltigkeits-Initiative.

      Im Grünen Bereich: Burda will mit der Initiative For Our Planet den Blick für den globalen Klimawandel schärfen. Der Verlag plant in seinen Medien Klima-Schwerpunkte und veröffentlicht einmalig ein “Klimagazine”. Eine begleitende Anzeigen-Kampagne zeigt Bilder bedrohter Landschaften und Tiere. Für die Umsetzung holt Burda Sweelin Heuss von Greenpeace, sie war bisher für die Medien der Umweltorganisation zuständig.
      burda.com

    • Zitat: Kurt Kister kommentiert das Kultur-Aus des “Focus”.

      “Leider gibt es Verlagsmanager (und auch Chefredaktionen), die nicht nur an den Ästen sägen, sondern auch den Baum nur für einen dicken Ast halten.”

      Kurt Kister, ehemaliger Chefredakteur der “Süddeutschen Zeitung”, hält die Abschaffung des “Focus”-Kulturressorts für einen “irrational turn”.
      sueddeutsche.de

    • Willkommen im Club: Christian Loefert.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Als Chef von Kommunikation und Vertriebsmarketing bei Telekom Deutschland hat Christian Loefert bei den Lockdown-Kampagnen der Telko-Marke den Hut auf. Loefert ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Hubert Burda, Maren Urner und Wolfgang Büchner.
      turi2.de/koepfe (Profil Loefert)

    • Klick-Tipp: Focus Online blickt zum 25-Jährigen in die Zukunft.

      Klick-Tipp: Focus Online wird 25 Jahre alt. Zum Jubiläum teilen 25 Autor*innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ihre Ideen für die kommenden 25 Jahre und eine bessere Zukunft, u.a. Olaf Scholz, Markus Söder und Christian Lindner sowie Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Verleger Hubert Burda und Gründer Helmut Markwort erinnern sich an die Anfänge der News-Seite, die damals dreimal täglich einen Wetterbericht bot.
      focus.de, focus.de (6-Min-Video)

    • Managing Director Malte von Bülow verlässt Burda.

      Burda und Malte von Bülow gehen getrennte Wege, berichtet Medieninsider. Burda gibt an, er verlasse das Medienhaus aus “familiären Gründen” und “auf eigenen Wunsch” zum Jahresende. Malte von Bülow ist seit 2018 Managing Director News bei Burda und verantwortet in dieser Position u.a. den “Focus”. Über sein künftiges Wirken und eine Nachfolge ist noch nichts bekannt.
      medieninsider.com, turi2.de (Background)

    • turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sarna Röser schreibt über Aenne Burda.


      Mehr als die “Königin der Kleider”: Im wenig glamourösen Deutschland der Nachkriegszeit sorgt sie mit einer Modezeitschrift für einen Hauch von Eleganz.
      Aenne Burda wird zur Lichtgestalt des Unternehmerinnentums. Wir brauchen mehr von ihrer Sorte, findet Familienunternehmerin Sarna Röser in der turi2 edition #12.

      “Man kann meist viel mehr tun, als man sich gemeinhin zutraut” – dieses Statement von Aenne Burda motiviert mich und hat mir schon bei Zweifeln Mut gemacht, die eine oder andere Herausforderung des Unternehmertums zu meistern. Aenne Burda hat dieses Statement nicht nur gesagt, sie hat es gelebt.

      Schon als Kind eines Eisenbahners in Offenburg weiß die junge Anna Magdalene “Aenne” Lemminger, dass sie nicht in der Gaswerkstraße bleiben will. Sie will mehr, mehr von der Welt, mehr vom Leben. “Ich wollte erreichen, was ich wollte”, sagt sie einmal dazu. Das klingt simpel, zeigt aber Entschlossenheit und Effizienz.

      Die Hochzeit mit dem Verleger Franz Burda katapultiert sie aus dem verrußten Eisenbahner-Milieu hinein in die feine Gesellschaft. Doch das reicht der aufstrebenden jungen Frau noch nicht. “Ich war emanzipiert, schon als Kind. Ich bin so geboren”, erklärt sie 1994. Aenne Burda ist eine Frau, die anpackt, die ihre Ärmel hochkrempelt, um für ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zu arbeiten. Dafür schätze ich sie. Im Nachkriegsdeutschland will sie es mit einer eigenen Modezeitschrift für Frauen an die Kioske des Landes schaffen. Damit will sie es auch ihrem Mann zeigen.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #12 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Franz Burda, der zunächst nur eine kleine Druckerei besitzt, hat schnell Erfolg als Unternehmer – und bei anderen Frauen. Seiner Geliebten und Ex-Sekretärin finanziert er genau die Zeitschrift, nach der seine Frau so sehnlichst strebt. “Aus den Steinen, die mir heute in den Weg gelegt werden, baue ich mir morgen eine schöne Treppe”, erklärt Aenne Burda einmal. Was für ein Biss! Ich bewundere die Stärke dieser Frau. Sie lässt sich nicht scheiden, sondern verlangt – und bekommt – ihre Zeitschrift. Franz Burda überschreibt ihr den Verlag mit seinen 48 Angestellten. Und den Schulden! Er glaubt, sie würde einen Rückzieher machen, doch damit unterschätzt er seine Frau, die mutig ist und zu ihren Entscheidungen steht. Aenne startet ihre Karriere risikobewusst, unabhängig und voller Visionen.

      Als 1950 die erste Ausgabe der “Burda Moden” erscheint, ist Konfektionsware teuer und rar. Das Heft trifft den Nerv der Zeit. Aenne denkt praktisch, sie erfindet Schnittmuster neu und lässt sie im Verlag drucken. 1987 veröffentlicht Aenne Burda ihr Werk als erste westliche Zeitschrift in der Sowjetunion. Schon zu diesem Zeitpunkt weiß der damalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher, dass die Zeitschrift mehr als nur Mode ist: “Aenne Burda zog auf ihre Weise und mit ihren Möglichkeiten den Eisernen Vorhang ein Stück zur Seite.”

      Aenne Burda erfüllt sich ihren eigenen Traum einer eigenständigen und anerkannten Geschäftsfrau in einer Zeit, in der viele Mädchen und Frauen gar keine Berufe ausüben. Burdas starker Wille, ihr Geschäftssinn und Durchsetzungsvermögen, ihre Beharrlichkeit sowie ihr einzigartiges Netzwerk von Personen aus Politik, Filmgeschäft, Mode und Medien legen den Grundstein für ihren späteren Erfolg als Mutter des heutigen Unternehmens Hubert Burda Media.

      Wir brauchen mehr von diesem Gründer- und Unternehmergeist. Wir brauchen starke Vorbilder, die Mut machen für den Sprung ins kalte Wasser und ins Unternehmertum. Aenne Burda ist so ein Vorbild – und sie ist ein Beispiel dafür, dass wir alles erreichen können. Meist sogar mehr, als wir uns zutrauen. Davon bin ich überzeugt.

      Alle Geschichten aus der turi2 edition #12 lesen: turi2.de/edition12

      turi2.tv: Sarna Röser im Vorbilder-Fragebogen

    • “MM”: Lütke, Springer, Burda sind die reichsten Medien-Menschen Deutschlands.


      Milliarden mit Medien Das “Manager Magazin” veröffentlicht seine Liste der 500 reichsten Deutschen. Weit oben dabei: Deutschlands Medien- und Internet-Elite. Die Corona-Krise mit möglichen künftigen Firmenpleiten und etwaigen höheren Steuern für Topverdiener*innen hat sich hier noch kaum bemerkbar gemacht. Zu den Ausnahmen gehören hier sicher die
      Familie Merck auf Platz 5. Das Vermögen der Pharma-Familie wuchs um 3,5 Mrd Euro auf 21,5 Mrd Euro. Dietmar Hopp und Familie steigern ihr Vermögen, insbesondere dank Curevac um 5,1 Mrd Euro auf 13,2 Mrd Euro und sind nun auf Platz 12 geführt. Auch der reichster Internet-Mann Deutschlands kann ein coronagünstiges Geschäftsmodell vorweisen: Shopify-Chef Tobias Lütke (Bild, links) steht mit einem Vermögen von 6,2 Mrd Euro auf Position 24 des Gesamt-Rankings. Er konnte sein Vermögen laut “Manager Magazin” mehr als verdoppeln.

      Auf Platz 42 mit einem geschätzten Vermögen von 4,1 Mrd Euro und damit 300 Mio Euro weniger als im Vorjahr steht Friede Springer (Bild, mitte). Ihr jüngster Deal mit Mathias Döpfner ist hier noch nicht berücksichtigt. Mit jeweils 4 Mrd Euro auf Position 44 stehen die Familie Hubert Burda (Bild, rechts) und die Familie Mohn. Mirja, Saskia, Nicola und Yvonne Bauer listet das “Manager Magazin” mit 3,6 Mrd Euro auf Position 56. Dicht dahinter: Ralph Dommermuth, Gründer von United Internet, mit 3,5 Mrd Euro auf Platz 58. Die drei Samwer-Brüder listet das “Manager Magazin” auf Position 110 mit 1,9 Mrd Euro – eine halbe Mrd weniger als im Vorjahr.

      Ferner im Ranking: Die Geschwister von Holtzbrinck (1,5 Mrd Euro, Platz 130), die Auto1-Männer Hakan Koc und Christian Bertermann (1,2 Mrd Euro, Platz 154), Dirk Ströer (1 Mrd Euro, Platz 176), sein Mitgründer Udo Müller (900 Mio Euro, Platz 190), die Funke-Erben aus der Familie Brost (800 Mio Euro, Platz 210), die Zalando-Chefs Robert Gentz und David Schneider (800 Mio Euro, Platz 210), Henrich Blase und Eckhard Juls von Check24 (800 Mio Euro, Platz 210), die Familien Schaub, Lenk, Wipprecht, Resch und Nagel von der Medien Union (600 Mio Euro, Platz 283), die Springer-Erben Axel Sven Springer und Ariane Melanie Springer (600 Mio Euro, Platz 283) sowie die Funke-Gesellschafter um Julia Becker (400 Mio Euro, Platz 411).
      manager-magazin.de (Paid)